Während Uli Hoeneß nichts zur Leistung des FC Bayern sagen möchte, findet Franz Beckenbauer klare Worte - Trainer Ottmar Hitzfeld kündigt derweil bis zu acht neue Spieler an.
Das Schweigen bei Vorarbeiter Uli Hoeneß ging auch nach dem bitteren Wochenende weiter, dafür forderte Präsident Franz Beckenbauer umso drastischer ein Aufräumen auf der Großbaustelle FC Bayern München. "So kann es nicht mehr weitergehen. Es ist Zeit für einen großen Schnitt. Wir müssen von vorne anfangen und ein (fast) neues Team aufbauen", schrieb der "Kaiser" am Montag in der "Bild".
Franz Beckenbauer ist sauer. (© Foto: dpa)
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Beckenbauer hakte die Saison zwei Tage nach dem 0:2 beim VfB Stuttgart als "verkorkst" ab und Trainer Ottmar Hitzfeld versprach im "Kicker" schon ein neues Gesicht der Mannschaft für die kommende Spielzeit. "Sechs, sieben neue Spieler werden kommen, vielleicht acht, das ist eine halbe Mannschaft, es gibt also einen gewaltigen Umbruch."
Während sich die Spieler am trainingsfreien Montag zu Hause Gedanken über ihre schwachen Darbietungen, ihre neuen Clubs oder ihre Zukunft beim FC Bayern machen durften, stand für Manager Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hinter den Kulisse Schwerstarbeit an. "Ich habe nichts zu sagen. Wiederschaun", knurrte Hoeneß, als er um kurz nach 10.00 Uhr am Vereinsgelände vorfuhr und schnurstracks mit mürrischer Miene im Gebäude verschwand.
Nach zwei Double-Gewinnen wurde das millionenschwere Minimalziel Champions League verpasst und sich jede Menge Häme in Fußball-Deutschland eingehandelt. Zwar hat der deutsche Branchenprimus weiter eine kleine Chance auf die Königsklasse, doch aller Voraussicht nach wird er nach einem Jahrzehnt der Dauermitgliedschaft nun wieder im UEFA-Pokal gegen die zweit- bis drittklassige europäische Garde antreten. Beim bislang letzten Start schieden die Münchner 1996 als Titelverteidiger gegen den FC Valencia in der ersten Runde aus.
Spieler wie Hasan Salihamidzic (Juventus Turin), Mehmet Scholl (Karriereende) und Ali Karimi werden beim Unternehmen UEFA-Cup nicht mehr im Team sein, auch bei den südamerikanischen Stürmern Roque Santa Cruz und Claudio Pizarro stehen die Zeichen auf Trennung. Jan Schlaudraff, Hamit Altintop und Ernesto Sosa werden künftig das Bayern-Trikot tragen - doch das kann nur der Anfang beim Umbau sein.
Spekulationen über Zu- und Abgänge gibt es jede Menge. "Vielleicht beschäftigt sich der eine oder andere zu sehr damit, wo er nächstes Jahr hingeht. Ist er nächstes Jahr noch da, geht er weg, welche Spieler kommen", sagte Oliver Kahn in der ARD. Unterschwellig kritisierte der Kapitän auch Aussagen von Rummenigge, der dem vor der Saison abgewanderten Michael Ballack offiziell keine Träne nachweinte. "Ich habe die Diskussion damals nicht verstanden. Das ist alles Blödsinn, ein Spieler von solcher Qualität steht jeder Mannschaft immer hervorragend", sagte Kahn.
Für Hoeneß, Rummenigge und Hitzfeld stehen in den kommenden Wochen große Aufräumarbeiten an, einige Millionen müssen die Münchner locker machen, um den Kader zu verstärken. "Ende der Saison werden wir eine klare Analyse über jeden einzelnen Spieler vornehmen, über Leistung und Leistungsbereitschaft", sagte Hitzfeld. Es sei aber auch klar, "dass wir die nächste Saison nicht erst Ende Mai planen".
Bereut habe er seine Rückkehr auf den Trainerstuhl nicht. "Man ist nicht nur Trainer für die Sonnenseiten", sagte der 58-Jährige. "Ich wusste, dass es schwer wird. Dass es so schwer wird, habe ich mir nicht vorgestellt." Das hatte Hitzfeld auch nach seinem 0:3-Einstand im Februar gegen den 1. FC Nürnberg gesagt - und mit dieser ersten Einschätzung zu seinem Leidwesen Recht behalten.
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(dpa)
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Ich habe eine Bitte: Wäre es eventuell möglich, nicht gleichzeitig an vier verschiedenen Stellen die Möglichkeit zur Kommentierung desgleichen Themas zu geben, sondern das auf eine Stelle zu beschränken??? Es ist inzwischen absolut unübersichtlich, die Meinungen wiederholen sich an jeder Stelle und die Diskussionsrunde besteht aus größtenteils den gleichen Teilnehmern. EINE Stelle mit Querverweisen zu den anderen, dieses Thema betreffenden Artikeln wäre sicherlich einfacher für alle Beteiligten. Danke.
... sei mir nicht böse, aber Deine Reaktion ist auch absolut typische Reaktion, die viele Bayern Fans ansonsten an den Tag legen ;-) Und leider ist es halt so: Wer sehr beliebt und bekannt ist, hat auch viele Neider und Gegner.
@ Außerdem ist das nunmal sein Stil: Erst die Arbeit, dann wird geredet.
Dann hast Du meinen Beitrag auch nicht richtig gelesen bzw. falsch verstanden. Ansonsten ist unser Herr Höneß ja auch immer schnell mit dem Reden dabei. "Reden ist silber, schweigen ist Gold" passt also nunmal gar nicht zu Herrn Höneß. Der Mann spielt sich nunmal oft genug so auf, als wäre er der DFB Präsident höchstpersönlich und hat zu allem eine Meinung.
Typisch finde ich nicht nur das Verhalten von Kahn und Höneß nach dem Spiel am Samstag, sondern auch die Kommentare hier. Bayer ist seit Jahren die Nummer 1 in Deutschland, auch wenn man seit 2001 kaum noch eine Chance auf internationaler Ebene hat, ist das eine große Leistung. Dass man Erfolg nicht einfach kaufen kann, zeigt die Situation bei Real Madrid. Dass man nach 2 erfolgreichen Jahren eben einmal auf dem 3. oder 4. Platz landet, ist m.E. in einem sportlichen Wettkampf ein natürliches Ereignis. Was haben den Mannschaften mit ähnlichem Potential die letzten Jahre erreicht ? Schalke ? Dortmund ? HSV ?
Auch die Kommentare zur Einkaufspolitik wundern mich. Wer kannte denn vor ein paar Jahren einen Lahm, Schweinsteiger, Ottl, Hargreaves ? Man bekommt eben keine Ronaldinos, die wegen Geld und Abstammung lieber nach Südeuropa gehen. Auch die Kritik am "Wildern" bei anderen deutschen Bundesligateams ist m.E. ein Schmarrn. Die Liga kann doch froh sein, wenn das Geld in Deutschland bleibt und andere Teams mit diesem Geld dann wieder investieren können.
Auch der Kommentar bei Bayern würden sich Spieler nicht entwickeln ist m.E. falsch. Es ist halt ein Unterschied, ob ich in einem mittelmässigen Team als Spieler herausrage, oder ob ich in einer Top-Mannschaft Teil einer sehr guten Mannschaft bin. Die Wahrnehmung ist eine komplett anderen. Ausserdem gibt es viele Beispiele wie sich junge, talentierte Spieler bei Bayern zu internationalen Klassespielern entwickelt haben: Kahn, Sagnol, Scholl, etc.
Zugegeben gibt es aktuell in der Aufstellung im Vorstand und auch im Team Abnutzungserscheinungen, auf die man reagieren muss und wird. Und zugegeben wäre es wünschenswert, wenn auch die Bayern mal eine echte internationale Perle verpflichten würden. Aber am Ende braucht man nicht nur tolle Einzelspieler, sondern ein funktionierendes Team, und da ist vielmehr die Gesamtaufstellung im Verein wichtig, als sogenannte Superstars, die Millionen nach Hause tragen. Ich denke die Bayern werden sich für die nächste Saison nicht nur auf dem Feld, sondern auch im Vorstand etas neu aufstellen, dann wird es auch wieder Bergauf gehen.
Die Wahrheit wird auch in der nächsten Saison wieder auf dem Platz sein :-) und nicht in den spekulativen Berichten der Münchner Presese, die gerade jetzt wieder viel Geld mit der Sitatuion verdient (was ja auch recht ist :-))
Nein, Nein lieber Ulliwagner,
was bleibt uns noch, nach dem unabwendbarem Klimawandel und unseren verlorenen Bürgerrechten- Na - die Schweinekunststoffblase aus Südostasien.
Da können wir in der Badehose im Dezember, völlig entrechtet unserem Lieblingsverein widmen, wenn wir bezahlen könnten.
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