Kreuzbandriss bei Holger Badstuber Knall der Schmerzen

Der Kreuzbandriss gehört zu schmerzhaftesten Sportverletzungen: Wer sich wie Holger Badstuber vom FC Bayern das Knie verdreht, hört meist ein lautes Ploppen bevor es weh tut. Nicht immer muss dann operiert werden, eine monatelange Pause ist aber garantiert.

Von Katrin Blawat

Holger Badstuber (re.) verdreht sich das Knie im Spiel gegen Dortmund. Diagnose: Kreuzbandriss.

(Foto: REUTERS)

Ein ploppendes Geräusch, dann schmerzt es und schwillt an - wenn sich das Knie auf diese Weise bemerkbar macht, zeugt das oft vom Riss eines Kreuzbandes. Im gesunden Bein stabilisieren zwei dieser kreuzweise verlaufenden Bänder das Knie. Plötzliche Stopps und abrupte Drehbewegungen strapazieren jedoch vor allem das vordere Kreuzband stark. Wird die Belastung zu groß, reißt das Band vollständig oder zum Teil.

Oft hört der Verletzte dabei selbst ein lautes Knallen, wie es auch der Fußballer Holger Badstuber berichtet. Sein Unfall, der sich im Spiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund ereignete, ist typisch für einen Kreuzbandriss: Der Unterschenkel bleibt hängen, zum Beispiel im Gras, und das Knie verdreht sich.

Ein Riss des vorderen Kreuzbandes gehört zu den häufigsten Knieverletzungen und trifft vor allem Sportler wie Fuß- und Handballer sowie Skifahrer.Wie stabil das Knie trotz eines beschädigten Bandes ist, hängt unter anderem von der umgebenden Muskulatur ab.

Das vordere Kreuzband ist relativ schlecht durchblutet, was die Heilung erschwert. Manche Risse lassen sich dennoch konservativ behandeln. Oft werden die Patienten aber operiert - vor allem, wenn es sich um Sportler handelt -, um die kaputte Struktur zu ersetzen. Auch dann müssen Sportler jedoch mit einer mehrmonatigen Wettkampfpause rechnen.