Von Interview: Christopher Keil

Johannes B. Kerner, 40, ist beim ZDF als Fußball-Moderator und -Kommentator im Einsatz und dafür auch ausgezeichnet worden. Gleichzeitig prägt er den Spätabend mit sanfter Unterhaltung. Nun hat er für Dienstag den Auftritt von Skandal-Schiedsrichter Hoyzer angekündigt. Dass Hoyzer, der Fußballspiele manipulierte und einer Wettmafia zu Diensten war, eine Fernsehplattform bekommt, wird aus der Bundesliga heraus teilweise stark kritisiert.

SZ: Herr Kerner, Sie haben Robert Hoyzer eingeladen, den viele in Untersuchungshaft statt ins Studio wünschen. Gefährden Sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Anzeige

Johannes B. Kerner: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht so labil, dass ihn ein Regionalligaschiedsrichter in Bedrängnis bringen könnte. Robert Hoyzer ist Thema und deshalb Gast meiner Sendung.

SZ: Sie hoffen bestimmt auf eine außergewöhnliche Quote?

Kerner: Unsere Quoten sind so stabil, dass wir einmaliger Effekte nicht bedürfen. Hoyzer interessiert mich.

SZ: Was werden Sie fragen?

Kerner: Vor allem möchte ich wissen, wie Hoyzer mit dem Gedanken lebt, wegen einiger Euro und eines Plasmabildschirms eine Fußballnation vor der WM im eigenen Land beschädigt zu haben.

Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite

  1. Sie lesen jetzt "Lächerliche Debatte"
  2. "Lächerliche Debatte"
Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: "Ich war nie schuld. Nie. Nie. Nie."

Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...