Torsten Frings hat seine Knieverletzung ausgestanden und ist zurück bei der Nationalelf. Und strotzt bereits wieder vor Selbstvertrauen.
Endlich wieder im Trainingsanzug! So schlendert Torsten Frings am Mittwoch über den Potsdamer Platz, in dieser silbern glänzenden DFB-Montur, und natürlich erregt er damit fast so viel aufsehen, als hätte er einen Astronautenhelm auf dem Kopf. Frings läuft schnell und nach vorne gebeugt, trotzdem muss er hier Autogramme geben und dort für Fotos stehenbleiben, "ach guck mal'', rufen die Leute, "der Frings ist wieder da".
Anzeige
Nun, im eigentlichen Sinne ist er ja gar nie weggewesen, nur musste er zuletzt immer in Jeans und Pullover und mit einem kaputten Knie dabeisitzen, wenn sich die Nationalmannschaft getroffen hat. "Immer nur als Besucher herzukommen'', sagt er, "das war nicht einfach." Jetzt darf er also wieder seine Sportsachen spazieren tragen, und am Samstag in Dublin, beim EM-Qualifikationsspiel gegen Irland (20.45 Uhr/ARD), soll er die Mannschaft sogar als Kapitän auf den Rasen führen. Ob das dann so einfach wird?
Frings entscheidet sich für ein bisschen Ironie, um die Frage zu beantworten. "Ob das einfach wird? Nein, das werd' ich sicher nicht schaffen, da mit der Binde rumzulaufen", sagt er. "Ich bin ja ganz neu im Geschäft.'' Dann lacht er aber nicht, sondern guckt sehr grimmig. Seht her, ich strotze wieder vor Selbstvertrauen, soll das heißen. Es ist ein Zeichen auch an all jene, die ihm eine Mitschuld unterschieben wollten am 1:3 von Werder Bremen gegen Piräus, als Frings sein erstes Champions-League-Spiel dieser Saison bestritt und am Ende ein bisschen müde wirkte. Was ja kein Wunder wäre nach zehn Wochen Pause wegen einer Außenbandverletzung im Knie - was von Frings aber trotzdem entschieden als "Mist" dementiert wird.
Wenn man die zuletzt fast wundersamen Auftritte des Nationalteams zum Maßstab nimmt, müsste Torsten Frings am Samstag im Croke Park ohnehin ein von Leichtigkeit und Raffinesse durchwirktes Comeback im Nationaldress hinlegen. So war es zuletzt ja immer: Egal, wen Bundestrainer Joachim Löw wo hingestellt hat, das Gebilde blieb stabil, und besonders die Rückkehrer und Bankdrücker nutzten das Wohlfühlbiotop Nationalmannschaft für ein bisschen Rehabilitation.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
- Mario Gomez Heute kein Spiel 10.10.2007
Nun sieht man, wohin die Situation für Podolski führt, führen kann. Die wenige Spielpraxis beim FC Luca Toni zeigt Wirkung: Podolski ist auch in der Nationalmannschaft nicht mehr in der Startelf gesetzt. Höneß sei Dank!