Beobachtungen seines früheren Kollegen Jörg Jaksche erhärten den Verdacht, dass auch Contador Kunde des Dopingarztes war.
Jörg Jaksche, 31, hat eine Woche vor dem Tourstart mit seinem Dopinggeständnis für Aufsehen gesorgt. Zuletzt gab der Franke seine Kenntnisse über die Dopingsysteme im Radsport in stundenlangen Sitzungen an Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt weiter. Auch zum Toursieger kann er Auskunft geben, denn Alberto Contador fuhr wie Jaksche jahrelang bei Teamchef Manolo Saiz (Once, dann Liberty Seguros). Und dort wurde mithilfe des früheren Kelme-Teamarztes Fuentes systematisch gedopt, wie die Operacón Puerto aufdeckte.
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Fühlt sich angesichts der Tour-Ergebnisse an die Vergangenheit erinnert: Jörg Jaksche. (© Foto: dpa)
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SZ: Herr Jaksche, Alberto Contador fuhr ab 2002 bei Manolo Saiz, damals noch im Juniorenteam. Wie haben Sie ihn damals kennengelernt?
Jaksche: Er kam als junger Fahrer, er war sicher talentiert und wurde früh Profi. Aber berauschend waren seine Ergebnisse auch wieder nicht, und wenn ich jetzt seine Tour sehe, muss ich sagen: Großes Kino.
SZ: Was empfanden Sie, als Sie Rasmussen und Contador die Berge hochrasen sahen, am Plateau de Beille waren sie sogar schneller als einst Lance Armstrong.
Jaksche: Die Unterschiede sind frappierend. Dort eineinhalb Minuten schneller zu sein als Armstrong in seinen besten Zeiten - das sind Welten. Wir reden ja nicht von einem Jaksche, der nochmal anderthalb Minuten langsamer war. Da sag' ich: Mein lieber Scholli!
SZ: Sie haben ausgesagt, Liberty Seguros sei systematisch gedopt gewesen.
Jaksche: Ja. In den Akten ist übrigens auch ausdrücklich erwähnt, dass die U23-Mannschaft ebenfalls schon Wachstumshormone und Testosteron erhielt.
SZ: Demnach auch Contador, der zudem in den Akten der Guardia Civil unter dem Kürzel A.C. geführt wird?
Jaksche: Ich habe natürlich niemals direkt gesehen, wie Contador gedopt wurde. Und ob er jetzt sauber ist, weiß wohl nur er. Wenn du allerdings nicht gerade verweiblicht gewesen bist, gab es damals wohl keinen anderen Grund als Doping, um zum Gynäkologen Fuentes zu gehen. Ich kann für mich sagen, dass ich "J.J." aus dem Dokument 31 (siehe Ausriss) bin und gedopt habe, wie es dort steht.
SZ: Was ist das für ein Zettel?
Jaksche: Ich habe dieses Dokument damals nicht persönlich bekommen, aber inzwischen kenne ich es aus meinen Akten. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Medikationsplan für die Tour-Mannschaft von Liberty von 2005 handelt. Den dürfte Fuentes an einen unserer drei Mannschaftsärzte gefaxt haben. Ich habe jedenfalls auf diesem Zettel Fuentes' Handschrift wiedererkannt.
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wie schon herr pleitgen im interview kurz anreißt, sind den entscheidungsträgern bei der tour offenbar juristisch die hände gebunden.
die aussage des herrn jaksche bezüglich der kürzel auf dem benannten dokument sollte dazu führen, dass hier nicht nur intensiv sondern auch konsequent ermittelt und gerichtet wird.
dies passiert nicht. warum auch immer.
die folgen dieser menthalität sind momentan nicht wirklich problematisch, da sich ein von allen bisher durch doping verursachten verhaltensmustern differierendes denken langsam bahn bricht. dieses führt bereits jetzt, wenn auch nur in kleinen schritten, zum handeln.
der aufrichtige umgang des radsports mit dem thema doping befindet sich sekunden nach dem start einer etappe im hohen gang. bis geschwindigkeit aufgebaut wird, bedarf es zeit - und kraft.
um die etappe zu gewinnen, braucht es ausdauer.
manche lernen wohl nie dazu
spanisch vor...
Wie schnell man sich doch wandelt, wenn ein paar Tantiemen winken.
Wenn Jörg Jaksche die Vorstellung anderer Fahrer als großes Kino bezeichnet,
was soll seine Schmierenkomödie sein? Jörg Jaksche, der Dauer-Doper als geläuterter Moralapostel?? Auf solche Zeugen verzichten wir gerne. Mein lieber Scholli!!!
Schwups, da waren die Namen weg.
it's a miracle!
No, it's Spain.