Tomasz Waldoch im Regenbogen-Trikot des VfL Bochum.
Von Holger Gertz

Manche Trikots treiben Fußballfans die Tränen in die Augen. Vor Freude, aus Wehmut oder aber auch: aus blankem Entsetzen über so viel Hässlichkeit. Der Hamburger SV in Rosa, der SV Werder mit roten Streifen oder der VfL Bochum im Regenbogen-Look. Die SZ hat eine Rangliste erstellt - stimmen Sie ab!

1. VfL Bochum: Der Sündenfall der Bochumer Trikotgestaltung fällt in die Saison 1997/98, da war Faber Lotto schon länger Sponsor, drehte aber in jener Spielzeit nochmal gewaltig an der Farbskala. Das Unternehmen, Firmensitz in Bochum, warb sehr offensiv für seine organisierten Tippgemeinschaften. Fernsehspots, Plakatwände, Sponsoring von Boris Becker und eben dem VfL. Da war es konsequent, das vielfarbige Firmenlogo auch im Bochumer Trikot leuchten zu lassen. Die Bochumer, ein verdientes Mitglied der Bundesliga ohne jede Aussicht auf die Meisterschaft, spielten nicht länger in Blau und Weiß, sie spielten in Blau-Lila-Grün-Gelb-Orange-Rot. Und Weiß. Die graue Maus war jetzt eine bunte Maus. Für Promotion-Fotos wurde das Regenbogentrikot getragen von einem Königspudel, der wie ein entfernter Verwandter der Hunde von den Jacob Sisters rüberkam. Mittelfeld-Wusler Dariusz Wosz war ein Freund der Regenbogen-Trikots. Sie halfen ihm, auf dem Platz seine Mitspieler schneller zu finden.

Bild: Getty Images

5. Mai 2013, 18:21 2013-05-05 18:21:02  © SZ vom 04.05.2013/mane

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