Internationaler Fußball Barcelona zum vierten Mal in Serie Pokalsieger

Lionel Messi herzt seine Teamkollegen beim Spiel gegen den FC Sevilla.

(Foto: AFP)

Die Katalanen gewinnen den ersten Titel der Saison und sind nun auf dem Weg zum Double. Jürgen Klopp und der FC Liverpool verspielen vor dem Champions-League-Halbfinale eine Führung beim Tabellenletzten.

Der FC Barcelona hat in einem einseitigen Finale zum 30. Mal den spanischen Fußball-Pokal gewonnen. Die Katalanen setzten sich am Samstag mit 5:0 (3:0) gegen den FC Sevilla durch und sind somit auf dem Weg zum Double.

Luis Suarez brachte Barça in der 14. Minute nach einer Hereingabe von Coutinho in Führung. Torwart Jasper Cillesen, der im Pokal anstelle von Marc-André ter Stegen spielen darf, hatte den Angriff mit einem scharfen Abstoß eingeleitet. Lionel Messi (31. Minute) und erneut Suarez (40.) erhöhten noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel trafen noch Andres Iniesta (52.) und Coutinho (69./Handelfmeter) zum höchsten Sieg im spanischen Pokalfinale seit 1980.

Für Barcelona ist es der vierte Erfolg im sogenannten Königspokal in Serie. Dies war zuvor nur Real Madrid von 1905 bis 1908 und Athletic Bilbao von 1930 bis 1933 gelungen. Mit einem Sieg bei Deportivo La Coruna am Sonntag kommender Woche kann Barça auch den Meistertitel in der Primera Division perfekt machen.

United zieht ins FA-Cup-Finale ein

José Mourinho greift auch im zweiten Jahr als Trainer von Manchester United nach einem Titel. Sein Team setzte sich am Samstag im Halbfinale des FA-Cups im Londoner Wembleystadion mit 2:1 (1:1) gegen Tottenham Hotspur durch. Alexis Sanchez (24. Minute) und Ander Herrera (62.) erzielten die Tore für den englischen Fußball-Rekordmeister. Die Spurs waren durch einen Treffer von Dele Alli (11.) früh in Führung gegangen.

Im Finale ebenfalls in Wembley am 19. Mai trifft Man United auf den FC Chelsea oder den FC Southampton, die sich am Sonntag im zweiten Halbfinale gegenüberstehen. Mourinho hatte im Vorjahr mit seinem Team die Europa League gewonnen. In der Premier League musste man in dieser Saison Stadtrivale Manchester City den Vortritt lassen. In der Champions League kam das Aus im Achtelfinale gegen den FC Sevilla.

Liverpool patzt

Champions-League-Halbfinalist FC Liverpool hatte am Samstag, drei Tage vor dem Hinspiel gegen AS Rom, einen wichtigen Schritt verpasst, um auch in der kommenden Saison in der Königsklasse zu starten. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp kam beim Tabellenletzten West Bromwich Albion trotz einer Zwei-Tore-Führung nur zu einem 2:2 (1:0).

Danny Ings (4. Minute) und Mohamed Salah (72.) hatten die Reds zunächst in Führung geschossen. Salah stellte mit seinem 31. Saisontreffer den Vereinsrekord für Premier-League-Tore innerhalb einer Saison ein, den der frühere Liverpool-Stürmer Luis Suarez in der Spielzeit 2013/14 aufgestellt hatte. Kurz nach Salahs Tor erzielte Jake Livermore (79.) den Anschlusstreffer für West Brom. In der Schlussphase gelang Salomon Rondon (88.) der überraschende Ausgleich für den Abstiegskandidaten.

Liverpool blieb nach dem Remis Tabellendritter hinter Manchester United und vor den Spurs und hatte am Samstag bei noch drei verbleibenden Spielen acht Punkte Vorsprung auf den Fünften FC Chelsea, der eine Partie weniger absolviert hatte. West Brom, das in der vergangenen Woche Rekordmeister Manchester United besiegt hatte, blieb das Schlusslicht der Premier-League-Tabelle. Mit acht Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz könnte der Club aus den West Midlands am Sonntag als Absteiger feststehen. Die AS Rom gewann dagegen das Ligaspiel gegen SPAL Ferrara mit 3:0 und festigte damit Platz drei in der italienischen Serie A.

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