Die Trauerfeier für Robert Enke löst in internationalen Medien ein große Echo aus. Hier die wichtigsten Kommentare und Stimmen.
Die Trauerfeier für Robert Enke hat bei den internationalen Medien ein großes Echo ausgelöst. Der italienische Corriere dello Sport stellte die große Anteilnahme in den Mittelpunkt und schrieb: "Hannover umarmt Enkes Witwe Teresa". Die französische L'Equipe sprach vom "Adieu Deutschlands an Enke" und die britische Sun berichtete von "Ballacks Schmerz". Zugleich beschäftigte sich die Presse mit den Ursachen für den Selbstmord. Record aus Portugal nahm die Rede von DFB-Präsident Theo Zwanziger auf und unterstrich, "dass der Profifußball nicht alles im Leben ist".
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Das Grab von Robert Enke und seiner Tochter Lara. (© Foto: Reuters)
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Die internationalen Pressestimmen im Einzelnen:
Frankreich L'Equipe: "Das Adieu Deutschlands an Enke. Die Abschiedszeremonie für Robert Enke war auf dem Niveau der Persönlichkeit, die geehrt wurde, das heißt einfach und demütig."
Großbritannien The Times: "Nationales Tränenvergießen für Robert Enke. Ein mit weißen Rosen bedeckter hölzerner Sarg, nur 50 Schritte vom Torraum entfernt, stand im Fokus einer Nation voller Tränen. Politiker, die Nationalmannschaft, 45.000 Fans und geschätzte zwei Million Fernsehzuschauer beklagten den Selbstmord von Deutschlands Torhüter Robert Enke." The Daily Telegraph: "Die Trauernden erklärten: Fußball ist nicht alles. Tausende Trauernde haben gemeinsam mit Familie, Freunden und Mannschaftskameraden von Robert Enke Deutschlands Torhüter die letzte Ehre erwiesen, fünf Tage nachdem sein Selbstmord das Land und das Spiel in großes Entsetzen gestürzt hatte." The Sun: "Ballacks Schmerz. Der trauernde Chelsea-Star hat für den deutschen Torhüter Robert Enke einen Kranz niedergelegt - vor 45.000 Fans bei einer brechend vollen Gedenkveranstaltung."
Italien Gazzetta dello Sport: "40.000 Menschen verabschieden sich mit Tränen in den Augen in Hannovers Stadion von Robert Enke. Einfach und bewegend war die öffentliche Trauerzeremonie für den Torwart, der erst vor einer Woche auf diesem Spielfeld gegen Hamburg gespielt hatte. An der Trauerzeremonie beteiligte sich der Mittelfeldspieler und Kapitän des italienischen Viertligisten L'Aquila, Marco Villa, der in Deutschland geboren wurde. Die beide hatten zusammen bei Borussia Mönchengladbach gespielt." Tuttosport: "Hannover verabschiedet sich von Torhüter Enke. Eine bewegende Zeremonie wurde in der Arena zelebriert, dem Stadion, in dem Enke so oft gespielt hatte. Jetzt ruht der Torhüter neben seiner Tochter Lara, die im Alter von zwei Jahren gestorben ist." Corriere dello Sport: "Hannover umarmt Enkes Witwe Teresa. Die Stadt verabschiedet sich mit einer bewegenden Trauerzeremonie im Stadion von dem Torhüter. Die Mannschaftskollegen haben einen Blumenkranz auf dem Sarg inmitten des Spielfelds gelegt."
Österreich Der Standard: "Gefangen in den eigenen Ansprüchen. Angeführt von Kapitän Michael Ballack und Per Mertesacker hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Sonntag kurz vor elf Uhr persönlich Abschied von Robert Enke genommen. Unter zurückhaltendem Applaus der rund 35.000 Zuschauer in der Hannoveraner AWD-Arena verharrten sie vor dem im Mittelkreis aufgebahrten Sarg und gedachten ihres langjährigen Teamkollegen."
Portugal O Jogo: "50.000 trauern um Robert Enke. Das Stadion von Hannover war fast zu klein, um alle Trauernden, darunter Vertreter von Benfica Lissabon, aufzunehmen." Record: "Rund 50.000 Menschen haben dem ehemaligen Benfica-Torwart die letzte Ehre erwiesen. Die Redner bei der Trauerfeier haben den guten Charakter des deutschen Nationalspielers hervorgehoben und unterstrichen, dass der Profifußball nicht alles im Leben ist."
Russland Sport-Express: "Tausende kamen um Robert Enke auf seinem letzten Weg zu begleiten. Es hatte sich auch die gesamte Nationalmannschaft eingefunden, darunter die ehemaligen Nationalcoaches Rudi Völler und Jürgen Klinsmann." Gazeta: "Hannover nahm Abschied von Robert Enke. In der Arena von Hannover fand die Trauerfeier für den verstorbenen deutschen Nationaltorhüter Robert Enke statt, an der die führenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs und Vertreter der Politik teilnahmen."
Spanien Marca: "Der deutsche Fußball und tausende Fans verabschiedeten sich emotional von Enke. Enkes Sarg wurde von seinen Mannschaftskameraden rausgetragen unter den Klängen von 'You'll never walk alone'" El Mundo Deportivo: "Beeindruckender Abschied von Enke. Lange Schlangen vor Hannovers Stadion für den Abschied des Ex-Torwarts vom FC Barcelona." AS: "45.000 Personen verabschiedeten sich von Enke in Hannover. Es gab eine massive Präsenz von Fußballern." Sport: "40.000 Menschen verabschiedeten sich vom Ex-Barca-Spieler. Er war Opfer einer Depression."
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(sid/hum)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev