Hockey-EM Deutsche Damen ziehen ins Finale ein

Die deutschen Hockey-Damen sind mit einer taktischen Meisterleistung ins Endspiel der Feld-Europameisterschaft eingezogen. Mit dem Sieg gegen Gastgeber England sicherten sie sich zugleich das Olympia-Ticket für Peking 2008.

Deutschlands Hockey-Damen haben es ihren männlichen Teamkollegen vorgemacht und sind nach einer taktischen Meisterleistung ins Endspiel der Feld-Europameisterschaft eingezogen. Im Halbfinale setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Michael Behrmann am Donnerstagabend in Manchester mit 2:1 (2:0) gegen Gastgeber England durch und sicherte sich damit zugleich das begehrte Olympia-Ticket für Peking 2008.

Im Finale trifft der EM-Zweite von 2005 in einer Neuauflage des Endspiels von Dublin am Samstag um 17.30 Uhr auf Titelverteidiger Niederlande. Der Top-Favorit hatte zuvor in seinem Vorschlussrunden-Duell Spanien klar 3:0 (1:0) bezwungen.

"Wir wollen nach dem Titel greifen"

"Mit der Olympia-Qualifikation haben wir unser erstes Ziel erreicht. Jetzt wollen wir auch nach dem EM-Titel greifen", sagte Bundestrainer Behrmann nach dem Semifinal-Erfolg. Sein Team und die robusten Britinnen schenkten sich nichts. Die Deutschen hatten Glück, dass Anke Kühn nach der zweiten Strafecke im Nachschuss das wichtige Führungstor (12.) gelang. Die Braunschweigerin zog wie die für ihr 250. Länderspiel geehrte Spielführerin Marion Rodewald im Mittelfeld geschickt die Fäden.

Und während das von Kristina Reynolds gehütete Tor bis zur Pause kaum ernsthaft in Gefahr geriet, schoss nach einer tollen Kombination Maike Stöckel (34.) zu ihrem fünften EM-Treffer ein, und Natascha Keller (35.) scheiterte noch am Pfosten. Nach dem Seitenwechsel sah sich das Team des Olympiasiegers einigen wütenden Angriffen des EM-Gastgebers ausgesetzt.

Als Eileen Hoffmann und Janine Beermann Zeitstrafen kassierten, wurde es noch mal eng, doch die deutsche Hintermannschaft hielt stand oder hatte in der einen oder anderen kritischen Szene das Glück auf ihrer Seite. Erst drei Minuten vor Schluss gelang Crista Cullen noch der verdiente, aber zu späte Anschlusstreffer.