Diego Maradona

Der König der Fußballer ist auch der König aller Fußball-Missetäter. Der geniale Kicker hat eine lange Liste an Sündenfällen produziert, hier einige Höhepunkte: 1991 wird er in Neapel wegen Besitz und Weitergabe von Kokain zu 14 Monaten auf Bewährung verurteilt, 1994 schießt er mit einem Luftgewehr vor seinem Anwesen bei Buenos Aires auf wartende Journalisten. Auch hier folgte eine Bewährungsstrafe. Bei der WM 1982 sieht er nach einem üblen Tritt gegen den Brasilianer Batista die rote Karte (Bild), bei der WM 1994 wird er des Dopings überführt. 1999 verliert Maradona einen Vaterschaftsprozess, er soll eine Minderjährige geschwängert haben. Zwei Jahre später wird er in Rom von italienischen Steuerfahndern empfangen, immer noch soll er aus seiner Zeit beim SSC Neapel dem Fiskus mehr als 30 Millionen Euro schulden. Antwort Maradona schon im Jahr 2001: "Das ist alles eine große Lüge." Italiens Behörden nahmen ihm damals zwei Armbanduhren im Wert von 42.000 Euro ab.

In Spanien entschuldigte er sich hingegen sogar bei König Juan Carlos. Nachdem er noch im Trikot des FC Barcelona wegen eines üblen Tritts von Bilbaos Andoni Goikoetxea monatelang ausgefallen war, zettelte er 1984 im Endspiel um den spanischen Pokal gegen Athletic Bilbao eine Massenschlägerei an, die an chinesische Kung-Fu-Filme erinnerte.

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24. Januar 2013, 11:022013-01-24 11:02:00 © Süddeutsche.de/jbe