Es war die vielleicht übelste Szene der vergangenen Bundesliga-Saison - Hamburgs Stürmer Paolo Guerrero nahm richtig Ablauf, sauste in Richtung Eckfahne und senste Stuttgarts Keeper Sven Ulreich im Flug von hinten um. Den 24. Spieltag erlebte der Peruaner logischerweise nicht über 90 Minuten, er musste mit Rot vom Platz, während dem Torhüter der Schwaben zum Glück nichts passierte. Schon tags darauf musste Guerrero bei Trainer Thorsten Fink zur Aussprache antreten. Weil er bis dahin noch nie vom Platz geflogen war, plädierte Fink für eine milde Bestrafung - andere in der Liga wollten den Stürmer gleich für zehn Spiele gesperrt sehen. Letztlich legte sich das DFB-Sportgericht auf eine siebenwöchige Sperre fest. 

Es war nicht der erste Ausraster Guerreros. Schon Ende 2010 fiel er bei der Partie gegen Hannover mit einem Flaschenwurf gegen einen Fan auf. 

Bild: dpa 24. Januar 2013, 11:022013-01-24 11:02:00 © Süddeutsche.de/jbe