Hannover 96 Schaaf geht auf TV-Experte Merk los

In Rage nach dem Spiel: Hannovers Coach Thomas Schaaf.

(Foto: dpa)

Für Hannover 96 ist das Ziel, den Verbleib in der Fußball-Bundesliga zu sichern, kaum mehr zu erreichen. Nach dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang bereits zehn Punkte, Nationaltorwart Ron-Robert Zieler sagte: "Wenn wir in der letzten Woche gesagt haben, dass wir ein großes Wunder brauchen, dann brauchen wir diese Woche noch ein größeres."

So schwingt in den Worten des bislang glücklosen Trainers Thomas Schaaf auch eine Menge Ernüchterung mit, als er sich nach dem Spiel mit Schärfe den früheren Bundesliga-Schiedsrichter und heutigen TV-Experten Markus Merk vorknöpfte.

"Ich finde es unfassbar, was ich vorhin von Herrn Merk gehört habe. Das ist für mich der Hammer", sagte der 96-Coach in der offiziellen Pressekonferenz zu der 0:1 (0:1)-Niederlage seines Teams.

Robert Unentbehrlich

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Schaaf: "Der Ober-GAU"

Auslöser dafür war ein nicht gegebener Elfmeter für die Hannoveraner während des Spiels. Edgar Prib war im Strafraum vom Frankfurter Stefan Reinartz gefoult worden, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Weiterspielen. "Dass sich Herr Merk danach bei Sky hinstellt und sagt, er könne nicht verstehen, warum die Spieler sich nicht beschwert hätten, das ist für mich der Ober-GAU", meinte Schaaf.

"Denn wenn ein Spieler zu einem Schiedsrichter läuft und sich beschwert, wird er in der Regel sofort gemaßregelt oder sogar gesperrt." Merk ist Rekordschiedsrichter der Fußball-Bundesliga und war in seiner Karriere auch bei mehreren Welt- und Europameisterschaften im Einsatz. Seit 2011 ist er bei den Bundesliga-Übertragungen des Bezahl-Senders Sky als Schiedsrichter-Experte tätig.

Sein Trainerkollege auf Frankfurter Seite, Niko Kovac, äußerte sein Verständnis zur Elfmetersituation. "Es war hart an der Grenze. Wenn er ihn gibt, dann können wir uns nicht beklagen", erklärte Kovac: "Er hat ihn nicht gegeben, darüber bin ich froh."

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