Handball-WM Spanien fordert deutsche Handballer

Alberto Entrerrios (rechts) auf dem Weg zu serbischen Tor.

(Foto: dpa)

Im WM-Viertelfinale spielen die deutschen Handballer gegen Gastgeber Spanien, auch Slowenien, Kroatien und Ungarn stehen in der Runde der letzten Acht. Der Rennfahrer Timo Glock wechselt nach der Trennung von Marussia wahrscheinlich in die DTM und ein Österreicher wird Nachfolger von Norbert Haug.

Sportnachrichten in Kürze

Handball-WM: Die deutschen Handballer bekommen es im WM-Viertelfinale an diesem Mittwoch in Saragossa mit Gastgeber Spanien zu tun. Vor den Augen der Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger ließen die Iberer Vize-Europameister Serbien im Achtelfinale nicht den Hauch einer Chance und untermauerten ihre Favoritenstellung durch einen 31:20 (20:12)-Kantersieg eindrucksvoll. "Gegen den Gastgeber in einer ausverkauften Halle - das ist sensationell. Da freuen wir uns tierisch drauf", sagte DHB-Kapitän Oliver Roggisch. Bester Torschütze der Spanier war vor 10.801 Zuschauern in Saragossa Rechtsaußen Albert Rocas mit sieben Treffern. Auch Slowenien steht in der Runde der letzten Acht. Der Vize-Europameister von 2004 besiegte Außenseiter Ägypten locker mit 31:26 (19:11) und steht erstmals im Viertelfinale einer WM. Dort treffen die Slowenen am Mittwoch auf Russland. Als letzte Mannschaften sind am Abend noch Kroatien und Ungarn in das Viertelfinale eingezogen. Die Kroaten gewannen in Saragossa gegen Weißrussland souverän mit 33:24 (21:9). Der Olympia-Dritte trifft im Kampf um den Einzug ins Halbfinale nun am Mittwoch auf Titelverteidiger Frankreich. Ungarn setzte sich gegen Polen mit 27:19 (10:9) durch und spielt in der Runde der besten Acht in Barcelona gegen Europameister Dänemark.

Formel 1, Timo Glock: Timo Glock und Marussia gehen künftig getrennte Wege. Das gab das britisch-russische Formel-1-Team am Montag offiziell bekannt. Das Vertragsverhältnis sei vorzeitig "in beiderseitigem Einvernehmen" beendet worden, hieß es in einer Mitteilung des Rennstalls. Glock war ursprünglich bis zum Ende der Saison 2013 an Marussia gebunden. "Ich hatte drei tolle Jahre bei Marussia und dabei die Chance, mich aktiv an den Bemühungen um eine erfolgreiche Entwicklung in der Weltmeisterschaft zu beteiligen", sagte der 30-Jährige aus Wersau, der in der vergangenen Saison ohne Punkt geblieben war. Es wird spekuliert, dass der frühere BMW-Sauber-Testfahrer seine Kontakte zu BMW nutzen könnte, um in der kommenden Saison in der Tourenwagenserie DTM einzusteigen. Die Bayern haben für 2013 erst sieben von acht Cockpits offiziell besetzt. Mit dem Aus für Glock sind aus deutscher Sicht nur noch Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim/Red Bull), Nico Rosberg (Wiesbaden/Mercedes) und Nico Hülkenberg (Emmerich/Sauber) in der Formel-1-WM vertreten.

Basketball, NBA: Die Seattle SuperSonics stehen fünf Jahre nach dem Abschied von der Basketball-Bühne kurz vor der Rückkehr in die US-Profiliga. Am Montag einigte sich eine Investorengruppe aus Seattle um Hedgefonds-Manager Chris Hansen und Microsoft-Geschäftsführer Steve Ballmer mit den Besitzern der Sacramento Kings auf einen Kauf. Das bestätigte die NBA auf ihrer Webseite. Um den Deal abzuschließen, müssen nun die anderen Klubbesitzer der Liga zustimmen. Die Investorengruppe soll 65 Prozent der Anteile an den Kings für einen Preis von 525 Millionen Dollar (395 Millionen Euro) erworben haben. Sollte die Übernahme von der Liga bewilligt werden, würden die SuperSonics zur kommenden Saison zurückkehren. Das Team, für das der erste deutsche NBA-Profi Detlef Schrempf von 1993 bis 1999 gespielt hatte, war 2008 nach Oklahoma City umgezogen. In Sacramento hatte Kevin Johnson, ehemaliger NBA-Allstar und heute Bürgermeister der Hauptstadt von Kalifornien, um einen Verbleib des Teams gekämpft. Johnson wollte die Kings als Repräsentant einer Investorengruppe aus Sacramento übernehmen und eine neue Arena bauen lassen. NBA-Boss David Stern hatte erklärt, mit Johnson über dessen Pläne sprechen zu wollen.

Fußball, Afrika Cup: Sambias Fußballer sind mit einer Enttäuschung in das Unternehmen Titelverteidigung beim Afrika-Cup gestartet. Sambia kam zum Auftakt der Gruppe C in Nelspruit gegen Außenseiter Äthiopien trotz 55-minütiger Überzahl nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Collins Mbesuma hatte den Favoriten in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zwar in Führung gebracht (45.+3), doch Adane Girma glich in der 65. Minute aus. Der Favorit um den Ex-Bielefelder Chris Katongo hatte schon in der Anfangsphase große Probleme. Saladin Said hatte gleich zwei große Möglichkeiten zur Führung Äthiopiens. Erst hob er den Ball freistehend über das Tor (17.), dann scheiterte er mit einem Foulelfmeter an Sambias Schlussmann Kennedy Mweene (25.). Zehn Minuten später gab es einen weiteren Rückschlag für die Äthiopier. Nach einem brutalen Foul an Chisamba Lungu außerhalb des Strafraums sah Torhüter Jemal Tassew die Rote Karte. Doch auch nach dem Rückstand kurz vor dem Seitenwechsel gab sich Äthiopien nicht geschlagen und kam in Unterzahl zum insgesamt verdienten Ausgleich. Im zweiten Spiel der Gruppe C standen sich am Montagabend Nigeria und Burkina Faso gegenüber.

Bundesliga, Fans: Wegen Fan-Randale bei insgesamt drei Bundesliga-Spielen muss Eintracht Frankfurt mit einer harten Strafe rechnen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat am Montag einen Antrag gegen den Club zurückgezogen, der eine Geldstrafe von 100.000 Euro wegen Vorfällen mit Frankfurter Zuschauern am 21. September beim 1. FC Nürnberg und am 30. November bei Fortuna Düsseldorf forderte. Diese Fälle fließen in die Beurteilung des Leverkusen-Spiels mit ein: Am Samstag hatten Eintracht-Anhänger dort für eine siebenminütige Spielunterbrechung gesorgt, indem sie Bengalos gezündet und Leuchtraketen auf den Rasen geschossen hatten. "Die Verfehlungen der Frankfurter Zuschauer in den genannten drei Spielen werden jetzt von uns gebündelt behandelt und fließen allesamt in das neue Verfahren ein", sagte Anton Nachreiner, Vorsitzender des Kontrollausschusses, in einer DFB-Mitteilung. Frühestens Mitte bis Ende nächster Woche sei mit einer Entscheidung zu rechnen. Diese kann in einem schriftlichen Verfahren oder in einer mündlichen Verhandlung fallen.

England, Rassismus: Ein Londoner Gericht hat am Montag einen Fußball-Fan aus Liverpool wegen rassistischer Beleidigungen gegen zwei Premier-League-Fußballer schuldig gesprochen. Dem Anhänger des FC Everton wird vorgeworfen, im Oktober beim Spiel zwischen den Queens Park Rangers und den Toffees (1:1) den Südkoreaner Park Ji-Sung (Queens Park) als "Schlitzauge" und den gebürtigen Nigerianer Victor Anichebe (Everton) als "schwarzen Affen" beleidigt zu haben. Der 42 Jahre alte Beschuldigte, der das Spiel zusammen mit seiner Frau, seiner Tochter, seinem Sohn und seinem Enkel verfolgt hatte, war den Ordnern von zwei anderen Everton-Fans gemeldet und daraufhin festgenommen worden. Er bestreitet die Vorwürfe und erklärte, er sei das Opfer einer Verwechslung. Wie der zuständige Richter erklärte, müsse der Mann bei der Urteilsverkündung am 11. Februar nicht mit einer Haftstrafe rechnen.

1. FC Nürnberg, Verletzung: Torwart Raphael Schäfer vom 1. FC Nürnberg hat im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV (1:1) einen Nasenbeinbruch erlitten. Das teilte der Club am Montag via Twitter mit. Der 33-Jährige soll am Dienstag operiert werden, am Freitag beim deutschen Meister Borussia Dortmund aber aller Voraussicht nach wieder zur Verfügung stehen. Schäfer hatte sich die Verletzung in der zweiten Halbzeit bei einem Zusammenprall mit dem Hamburger Heung-Min Son zugezogen.