Die deutschen Handballer schlagen Serbien mit 41:30 und ziehen ins Halbfinale des Supercups ein. Dort wartet am Samstag Polen, der Gegner aus dem WM-Finale.

Deutschlands Handballer haben ihr Minimalziel erreicht und sind beim Supercup ins Halbfinale eingezogen. Der Weltmeister besiegte im entscheidenden Gruppenspiel Serbien nach einer spielerisch starken Vorstellung deutlich mit 41:30 (22:16) und trifft in der Vorschlussrunde in einer Neuauflage des WM-Finals am Samstag (14.15 Uhr/live im ZDF) auf Polen. Bester Werfer beim Gastgeber in Halle/Westfalen war Andrej Klimovets von den Rhein-Neckar Löwen mit sieben Toren.

Johannes Bitter zeigte ein starke Leistung zwischen den Pfosten. (© Foto: dpa)

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Im zweiten Halbfinale trifft Rekordgewinner Russland als Sieger der deutschen Gruppe auf Vorjahressieger Schweden oder Tschechien, die sich am Freitagabend in Halle gegenüberstanden. Vor 7600 Zuschauern, die im Gerry-Weber-Stadion teilweise für WM-Stimmung sorgten, zeigte sich das Team von Bundestrainer Heiner Brand gegenüber der Auftaktniederlage gegen die Russen (35:38) in allen Mannschaftsteilen deutlich verbessert. Im Tor boten der Hamburger Johannes Bitter und der Lemgoer Carsten Lichtlein eine starke Leistung, die Abwehr trat wesentlich aggressiver auf und im Angriff führten schöne Kombinationen immer wieder zu Torerfolgen. Besonders Michael Kraus (Lemgo) und Pascal Hens (Hamburg) glänzten immer wieder mit schönen Zuspielen an den Kreis und auf die Außenpositionen.

So setzte sich die Brand-Truppe von 9:9 (14.) auf 13:9 (18.) ab. Die schwachen Serben, die sich von Russland 36:36 getrennt hatten, konnten dem deutschen Angriffswirbel im ersten Durchgang trotz einer offensiven Deckung nicht viel entgegensetzen. Da störte es auch nicht, dass Brand Torhüter Henning Fritz (Rhein-Neckar Löwen) ebenso eine Pause gönnte wie dessen Teamkameraden Oleg Velyky. Dafür feierte Frank von Behren nach 13 Monaten Pause sein Comeback im DHB-Trikot. Zwei Knieverletzungen und ein Daumenbruch hatten den Flensburger in den vergangenen Jahren immer wieder zurückgeworfen. In seinem 159. Länderspiel kam der Olympia-Zweite von Athen erstmals in der 20. Minute in der Abwehr zum Einsatz.

Nach der Pause wechselte Brand munter durch und gönnte einigen Leistungsträgern vor der Begegnung am Samstag gegen Polen eine Pause, trotzdem setzte sich der Favorit bis zur 42. Minute auf zwölf Tore ab (30:18). Am 4. Februar dieses Jahres hatte die deutsche Mannschaft durch ein 29:24 im WM-Finale gegen die Polen in Köln den Titel gewonnen, während es in der Vorrunde gegen den vom Magdeburger Coach Bogdan Wenta trainierten Vizeweltmeister noch eine Niederlage (25:27) gegeben hatte.

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(sid)