Handball-EM Starke Handballer dürfen weiter vom Halbfinale träumen

Starkes Spiel: Handball-Nationalspieler Fabian Wiede und seine Kolegen schlagen Ungarn

(Foto: Getty Images)

Deutsche Handballer feiern dritten Sieg in Serie

Die deutschen Handballer haben bei der EM in Polen ihren dritten Sieg in Serie gefeiert und leben weiter ihren Traum vom Halbfinale. Im ersten Spiel der Hauptrunde deklassierte der WM-Siebte am Freitag in Breslau harm- und am Ende chancenlose Ungarn mit 29:19 (17:9). Vor rund 4000 Zuschauern war Fabian Wiede mit sechs Treffern der beste Torschütze im deutschen Team, das erstmals im Verlauf des Turniers keinem Rückstand hinterherlaufen musste.

Das sagt der Bundestrainer

"Der Trainer hat vorher gesagt, die Ungarn liegen uns und er hat recht behalten", sagte Torhüter Andreas Wolff. Mit einem weiteren Erfolg am Sonntag (18.15 Uhr/ARD) gegen Russland würde das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) in ihrem letzten Spiel der Hauptrundengruppe 2 am Mittwoch gegen Dänemark um den Einzug ins Halbfinale spielen. Durch den Sieg bleibt die deutsche Mannschaft bei Europameisterschaften gegen Ungarn ungeschlagen. "Jetzt können wir einigermaßen befreit aufspielen", findet der Bundestrainer.

Anerkennendes Raunen in der Halle

Sigurdsson hatte im Vorfeld vor den Ungarn und auch vor den Russen als zweitem Gegner gewarnt. Denn beide Teams wollen zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro, haben aber noch nicht einmal einen Platz in einem von drei Qualifikationsturnieren erobert. "Für diese Mannschaften geht es um Olympia", meinte der Isländer. Dennoch war ihm vor der Partie gegen Ungarn nicht bange.

Schnell führte die DHB-Auswahl mit 3:0 (4.) und spulte danach durchdacht ihr Programm ab. Aus der wie zuletzt von Finn Lemke dirigierten souveränen Abwehr zog der WM-Siebte ein erstaunlich überlegenes Spiel auf. Dies verlieh der deutsche Mannschaft die nötige Sicherheit, im angriff spielerisch zu glänzen. Ein anerkennendes Raunen ging durch die Halle, als Steffen Fäth mit einem feinen Rückhandpass Jannick Kohlbacher bediente, der in der 20. Minute zum 12:6 und der ersten Sechs-Tore-Führung traf.

Am Ende hat die Partie Testspielcharakter

Die Ungarn hatten dem kaum etwas entgegen zu setzen. Die Abwehr um den 2,10-Meter-Riesen Lemke stand wie eine Wand und stellte den Olympia-Vierten vor nahezu unlösbare Probleme. Zwar schmolz der Vorsprung kurz auf 12:8 (23.). Doch bis zur Pause enteilte die deutsche Mannschaft auf 17:9. In der zweiten Hälfte baute der WM-Siebte seinen Vorsprung dann auf 20:11 (37.) aus. Danach hielt das Team um Kapitän Steffen Weinhold die Ungarn routiniert und clever auf Distanz. Am Ende hatte die Partie Testspielcharakter, weil der Bundestrainer seine Top-Leute schonte.

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