Dass man Dänemark nicht unterschätzen sollte, haben die deutschen Handballer im Halbfinale schmerzhaft erlebt. Jetzt weint auch der große Favorit Kroatien über eine knappe Niederlage.
Dänemark hat erstmals einen internationalen Titel gewonnen und fährt als Handball-Europameister zu den Olympischen Spielen nach Peking.
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Die Skandinavier gewannen am Sonntag in Lillehammer das Endspiel gegen Olympiasieger Kroatien mit 24:20 (13:10). Die Dänen hatten am Vortag Weltmeister Deutschland im Halbfinale mit 26:25 bezwungen und präsentierten sich vor 9052 Zuschauern in der Hakons Halle als geschlossene Mannschaft.
Ein König namens Lars
Lars Christiansen von der SG Flensburg-Handewitt, der mit einem Siebenmetertor drei Sekunden vor Spielende das deutsche Halbfinal-Aus besiegelt hatte, warf für Dänemark die meisten Tore. Zugleich wurde er mit 43 Treffern Torschützenkönig der EM.
Beste kroatische Werfer waren Ivano Balic und Petar Metlicic (je 5) Kroatien hatte sich im Halbfinale mit 24:23 gegen Frankreich durchgesetzt. Der entthronte Titelverteidiger sicherte sich die Bronzemedaille durch einen 36:26-Sieg im "kleinen Finale" gegen Deutschland.
Die Kroaten erwischten einen Blitzstart in ihr viertes Endspiel in fünf Jahren nach der WM 2003, den Olympischen Spielen 2004 und der WM 2005. Die Dänen hingegen schienen in der Neuauflage des Spiels um Platz drei bei der EM 2006 in der Schweiz erst nach dem 0:4-Rückstand (7.) wach zu werden.
Überraschende Führung
Mit dem zum besten Torhüter der EM gewählten Kasper Hvidt als Rückhalt, der allein in der ersten Halbzeit 41 Prozent aller Bälle parierte, holten die Skandinavier Tor um Tor auf.
Zudem steigerte sich die dänische Deckung und ließ Kroatiens Spielmacher Ivano Balic überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Durch drei Kontertreffern der Bundesliga-Spieler Hans Lindberg (Hamburg) und Lars Christiansen (Flensburg-Handewitt) lag der WM- Dritte nach einem 8:9-Rückstand (22.) mit 11:9 (26.) vorn und ging mit einer 13:10-Führung in die Pause. Nach Wiederanpfiff baute das Team von Trainer Ulrik Wilbek den Vorsprung gar auf 16:11 (35.) aus.
Die Kroaten hingegen verloren zunehmend ihre Linie, fühlten sich von den spanischen Unparteiischen Vicento Breto/Jose Antonio Huelin benachteiligt und rieben sich in Diskussionen auf. Trauriger Höhepunkt war die Rote Karte gegen Trainer Lino Cervar wegen anhaltender Diskussionen mit den Schiedsrichtern. Zwar kam Kroatien noch einmal auf 20:22 (56.) heran, konnte das Blatt aber nicht mehr wenden.
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(dpa/marb)
Piratenpartei
ist kroatien kleiner als dänemark, wenn man es nach einwohnerzahl betrachtet.
Die Dänen sind eine sympathische Truppe und spielen einen schnellen und attraktiven Handball, also wahr dieser Titel fällig und verdient ! Es war doch ungeheuer spannend, da sind ca. acht Mannschaften auf einem ähnlich hohen Niveau und auch Norwegen als sechster hat eine klasse EM gespielt. Nun sollte Heiner den nächsten Jahrgang heranführen, talentierte 18-22 jährige gibt es genug, wenn sie denn in der Bundesliga auch mal spielen dürfen.
Torschützenkönig wurden bei der EM insgesamt 3 Leute (Christiansen, Balic und Karabatic) und das jeweils mit 44 Toren.
Auch Quellen wie die dpa sollten manchmal überprüft werden...