75 Tore in Schaffhausen

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Berlins Konstantin Igropulo (li.): durchsetzungsstark gegen Schaffhausen

(Foto: dpa)

Handball, Champions League: Die Berliner Füchse haben in der Handball-Champions League Platz zwei in der Gruppe D gefestigt. Die Bundesligist gewann am Donnerstagabend bei den Kadetten Schaffhausen in der Schweiz souverän mit 40:35 (21:16) und zogen nach Punkten mit Tabellenführer FC Barcelona gleich. Die Katalanen haben allerdings ein Spiel weniger bestritten. Der erfolgreichste Werfer der Partie war Berlins Ivan Nincevic mit neun Toren. Die Schweizer spielten den Füchsen zu Beginn mit ihrer offensiven Deckung in die Karten. Die Berliner nutzten die Räume für einfache Treffer. Auch mit Tempogegenstößen waren sie immer wieder erfolgreich. Den spektakulärsten Treffer erzielte Iker Romero mit einem direkt verwandelten Freiwurf in der letzten Sekunde der ersten Hälfte zum 21:16. Nach der Pause drohte das Match zu kippen, weil die Berliner zu nachlässig wurden. Die Füchse befreiten sich aber aus der gefährlichen Situation und lagen in der 48. Minute mit 33:27 wieder klar vorn. Diesen Vorsprung ließ sich der Halbfinalist der vergangenen Champions-League-Saison nicht mehr nehmen.

Biathlon, Laura Dahlmeier: Volles Risiko: Überraschend mit Neuling Laura Dahlmeier will die deutsche Biathlon-Staffel in Nove Mesto ihren Titel verteidigen und am Freitag zum neunten Mal bei einer Weltmeisterschaft Gold ins Visier nehmen. "Wir werden um die Medaillen kämpfen, wir haben das Potzenzial dafür", sagte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang am Donnerstag. "Wir haben uns entschieden, Laura anstelle von Nadine Horchler einzusetzen. Nadine ist derzeit läuferisch nicht in der besten Verfassung", sagte Müssiggang. Nun wird das Quartett am Freitag  in der Besetzung Franziska Hildebrand, Miriam Gössner, Laura Dahlmeier und Andrea Henkel laufen.

Während Andrea Henkel ihre letzte WM-Staffel laufen wird, freut sich Dahlmeier auf ihre erste. "Sie hat es sehr selbstbewusst und recht abgeklärt aufgenommen", berichtete Müssiggang. Schon allein die WM-Nominierung war für die dreimalige Junioren-Weltmeisterin eine Riesensache. "Das ist was Besonderes, die ganzen Stars kennt man ja sonst auch nur aus dem Fernsehen", erzählte die 19-Jährige mit einer charmanten Unbekümmertheit. Dass sie nun gleich bei ihrem Debüt ins kalte Wasser geworfen wird und in der prestigeträchtigen deutschen Staffel an Nummer drei laufen darf, habe sie nicht geschockt.

Fußball, FC Barcelona: Fußball-Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen soll nach Informationen der spanischen Sportzeitung Marca einen Vorvertrag beim FC Barcelona unterschrieben haben. Angeblich will der spanische Spitzenklub den 20-Jährigen als Ersatz für Victor Valdes verpflichten, der seinen 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern soll. Die Meldung wurde allerdings umgehend von mehreren Seiten dementiert. "Das ist absoluter Quatsch", sagte ter Stegens Berater Gerd vom Bruch. Die Barca nahestehende spanische Zeitung Sport schrieb, der FC Barcelona hätte die Meldung der Marca, "Hausblatt" des Rekordmeisters Real Madrid, ihr gegenüber dementiert. Ter Stegen, der in Mönchengladbach noch einen Vertrag bis 2015 besitzt, hatte erst vor wenigen Wochen Gerüchten widersprochen, Real Madrid wolle ihn verpflichten: "Gladbach ist meine Nummer eins, und ich bin froh, dass es so ist."

Tennis, ATP-Turnier in San José: Tommy Haas hat beim ATP-Turnier in San Jose/USA das Viertelfinale erreicht. Der an Nummer vier gesetzte gebürtige Hamburger gewann nach einem Freilos in der ersten Runde 6:3, 6:1 gegen den Amerikaner Jesse Levine. Nun trifft der 34-Jährige bei der mit 546.930 Dollar dotierten Veranstaltung auf den Sieger des US-Duells zwischen Qualifikant Tim Smyczek und Steve Johnson. Benjamin Becker (Orscholz) ist dagegen in Kalifornien ausgeschieden. Der 31-Jährige aus Orscholz unterlag dem Usbeken Denis Istomin (Nr. 6) mit 3:6, 7:6 (7:5), 2:6.

Fußball, Hoffenheim: Die TSG 1899 Hoffenheim muss in den kommenden Wochen auf Defensivspieler Chris verzichten. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, zog sich der 34-jährige Brasilianer beim Training einen Riss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk zu. Der verletzungsanfällige Akteur werde den Kraichgauern damit voraussichtlich sechs bis acht Wochen fehlen.

Fußball, Europa League: Der türkische Fußball-Rekordmeister Fenerbahce Istanbul muss endgültig sein Heimspiel gegen Bate Borissow vor leeren Rängen bestreiten. Das Berufungsgericht der Europäischen Fußball-Union Uefa wies am Donnerstag wenige Stunden vor dem Hinspiel den Einspruch von Fenerbahce gegen ein Urteil der Kontroll- und Disziplinarkammer zurück. Das Gremium hatte die Türken zu einem Geisterspiel und zudem zu einer Geldstrafe von 40 000 Euro verurteilt. Das Rückspiel der Europa-League-Zwischenrunde gegen den weißrussischen Vertreter findet am 21. Februar statt. Grund für die Strafe sind Ausschreitungen der Fenerbahce-Fans während des Europa-League-Gruppenspiels bei Olympique Marseille am 22. November 2012. Anhänger des Vereins vom Bosporus hatten den Platz gestürmt und Bengalos gezündet.

Tennis, Mona Barthel: Der beeindruckende Siegeszug von Mona Barthel ist im Achtelfinale des WTA-Turniers in Doha/Katar gestoppt worden: Die 22-Jährige aus Bad Segeberg verlor nach zuvor sieben Erfolgen in Serie in 1:46 Stunden mit 6:7 (6:8), 3:6 gegen die frühere Nummer eins Caroline Wozniacki. Die 22-jährige Dänin feierte damit den dritten Sieg im dritten Duell mit der gleichaltrigen Barthel, die vor knapp zwei Wochen überraschend das hochkarätig besetzte Hallenturnier in Paris gewonnen hatte. Die ungesetzte Barthel hatte in der zweiten Runde von Doha die Weltranglistensechste Angelique Kerber unerwartet glatt mit 6:1, 6:2 bezwungen.

Gegen Wozniacki konnte Barthel allerdings nur im ersten Satz mithalten. Dabei holte sie einen 3:5-Rückstand noch auf, musste sich aber dann doch in einem spannenden Tiebreak knapp geschlagen geben. Nach einer Stunde verwandelte die an Position zehn gesetzte Dänin ihren zweiten Satzball. In der Folge fand die Weltranglisten-32. Barthel kein Rezept mehr gegen die immer sicherer werdende Wozniacki.