Handball-Bundesliga THW Kiel holt sich Tabellenführung zurück

Rekordmeister gewinnt Heimspiel gegen Gummersbach und zieht an den Rhein-Neckar Löwen vorbei. Michael Wiesinger ist Trainerkandidat in Nürnberg, Evi Sachenbacher-Stehle feiert ihr erstes Erfolgserlebnis im Biathlin, Skicrosser Daniel Bohnacker verpasst seinen ersten Saisonsieg.

Sportnachrichten in Kürze

Handball, THW Kiel: Der THW Kiel ist an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga zurückgekehrt. Der Rekordmeister gewann am Sonntag sein Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit 36:19 (17:8) und weist nach 18 Spieltagen nun 33:3 Punkte auf. Die Kieler zogen dank des besseren Torverhältnisses an den punktgleichen Rhein-Neckar Löwen vorbei, die am Samstag nicht über ein 26:26 gegen Frisch Auf Göppingen hinausgekommen waren. Der Erfolg der "Zebras" vor 10 250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena war nie gefährdet.

Die Schleswig-Holsteiner rehabilitierten sich für das 25:29 im vorangegangenen Heimspiel gegen die MT Melsungen. Gegen Gummersbach waren Momir Ilic und Filip Jicha (je 7) die erfolgreichsten THW-Schützen. Für den VfL trafen Dennis Krause, Jan-Lars Gaubatz und Goran Sprem (je 4) am besten. Am 2. Weihnachtstag bestreitet der THW das Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt, die als einziges Team der Liga zu Hause noch ohne Punktverlust ist.

Wintersport, Biathlon: Evi Sachenbacher-Stehle hat am Wochenende erste Erfolgserlebnisse als Biathletin gefeiert. Die Langlauf-Olympiasiegerin gewann beim unterklassigen Deutschlandpokal in Ruhpolding am Samstag den Sprint und stand nach dem Sprintwettkampf unter Staffelbedingungen am vierten Advent als Zweite erneut auf dem Podest. Die 32-Jährige aus Reit im Winkl leistete sich am Samstag nur einen Schießfehler und gewann vor Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld) und Maren Hammerschmidt (Winterberg). Am Sonntag musste sich Sachenbacher-Stehle mit einer Strafrunde nur der am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Hammerschmidt geschlagen geben. Sachenbacher-Stehle geht im Januar nicht bei den deutschen Weltcups in Oberhof und Ruhpolding an den Start. Die zweimalige Weltcupsiegerin Kathrin Lang gab im Rennen am Samstag ihr Comeback nach einer Babypause und wurde Neunte.

Wintersport, Skicross: Daniel Bohnacker (Gerhausen) ist beim Weltcup der Ski-Crosser im italienischen Innichenn knapp am ersten Saisonsieg vorbeigefahren. Der 22-Jährige musste sich am Sonntag im Finale nur dem Schweizer Alex Fiva geschlagen geben. Seinen bislang einzigen Weltcuperfolg hat Bohnacker im Januar 2011 in Alpe d'Huez/Frankreich gefeiert. Thomas Fischer (Ruhpolding) belegte Rang elf, Simon Stickl (Bad Wiessee) fuhr auf Platz 13. Beste Deutsche bei den Frauen wurde Christina Manhard (Pfronten) als Achte, Julia Eichinger (Neureichenau) beendete den Wettkampf als Neunte. Den Sieg sicherte sich Kelsey Serwa aus Kanada.

Bundesliga, 1. FC Nürnberg: Einen Tag vor Heiligabend hat beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für den abgewanderten Trainer Dieter Hecking begonnen. "Wir wären schlechte Verantwortliche, wenn wir uns keine Gedanken machen würden. Aber das ist noch nicht abgeschlossen", sagte FCN-Manager Martin Bader am Sonntag im Interview mit Sport1. Hecking hatte am Samstag seinen Wechsel zum Liga-Rivalen VfL Wolfsburg bekannt gegeben.

Ein Kandidat für die Nachfolge ist der Nürnberger U23-Trainer Michael Wiesinger. "Er ist zumindest eine sehr gute Alternative, sonst würde er nicht bei uns im Verein arbeiten. Es wäre ja absurd, wenn wir Trainer im Nachwuchsbereich hätten, denen wir nicht auch vertrauen", sagte Bader, er weigerte sich jedoch, einen Favoriten zu benennen: "Dieter Hecking ist seit Samstag nicht mehr Trainer des 1. FC Nürnberg, ich muss das alles erst mal sacken lassen." Er sei nach Heckings Abgang zu einem Konkurrenten im Abstiegskampf "sehr enttäuscht, aber nicht verbittert", betonte Bader. "Ich bin froh, dass wir schon 20 Punkte haben und eine intakte Mannschaft. Hecking hinterlässt hier keinen Scherbenhaufen", fügte er hinzu. Allerdings hätte er sich gewünscht, "dass wir das ein bisschen eleganter hinkriegen". Der Zeitpunkt des Wechsels sei nicht glücklich. Bis zum Trainingsstart am 3. Januar will der Club einen neuen Trainer präsentieren.