Dann fiel der Führungstreffer für die russische Elf - und ein paar Minuten lang war zu befürchten, dass die Entscheidung in dieser Partie nicht lange auf sich warten ließe. Pawljutschenko (35.) setzte einen Kopfball aus drei Metern Entfernung über die Latte, Semschow blieb bei einem Dribbling im Strafraum unglücklich am Rasen hängen. Es war die Einwechslung von Georgios Karagounis in der 40. Minute, die wieder Ordnung in das griechische Spiel brachte und der Elf zwei Gelegenheiten ermöglichte.
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"Wir sind nicht die Mannschaft, die viele Tore erzielt", hatte Rehhagel vor dem Spiel gesagt. "Deshalb müssen wir die wenigen Möglichkeiten nutzen." Eine sehr gute hatte Angelos Charisteas direkt nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Er nahm einen Pass von Karagounis mit der Brust mit, drehte sich geschickt - und lupfte den Ball direkt in die Arme von Torhüter Igor Akinfejew.
Als beste Siegchance für die Griechen erwies sich zu diesem Zeitpunkt ein russischer Spieler. Roman Pawljutschenko vergab drei Mal jeweils alleinstehend vor Nikopolidis. Nur deshalb hätten die Schüsse von Karagounis und Basinas zum Ausgleich geführt, doch zielten sie aus jeweils 16 Metern auf den Torhüter oder knapp über die Latte.
Der Auftritt der "Kombinationsmaschine"
Danach bewies die russische Elf, warum sie von Rehhagel als "Kombinationsmaschine" bezeichnet wurde und warum Hiddink sagte: "Wir haben Akteure, die nach vorne spielen wollen. Die kann man nicht einfach bremsen." Ballkontaktarm und trickreich leitete das Team immer wieder Konter ein - und es war wohl dem jugendlichen Leitsinn geschuldet, dass keiner davon erfolgreich abgeschlossen wurde. Diese Unerfahrenheit sorgte dafür, dass Griechenland bis zur 90. Minute die Chance hatte, ins Spiel und damit ins Turnier zurückzukehren. Aber es wollte trotz Chancen für Charisteas (67.) und Karagounis (72.) nicht gelingen. In der 85. Minute gab es einen strittigen Moment, als Schiedsrichter Roberto Rosetti bei einem griechischen Tor auf Abseits entschied
Guus Hiddink sollte Recht behalten, es war ein Tag der Wahrheit. Und die sieht für die griechische Mannschaft so aus, dass sie aus dem Turnier ausgeschieden ist und am kommenden Dienstag ein Freundschaftsspiel gegen Gruppensieger Spanien bestreitet.
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(sueddeutsche.de/aum)
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