Die Premiere der dritten Amtszeit von Jupp Heynckes in München geht gründlich daneben: Seine alte Jugendliebe Borussia Mönchengladbach wagt es, 1:0 zu gewinnen. Die Heimniederlage ist nicht unverdient, zu ideenlos agieren die Bayern - und dann patzt auch noch Manuel Neuer.
Vielleicht wird das doch keine kinderleichte Saison für den FC Bayern, das mag sich Präsident Uli Hoeneß schon Freitagabend gedacht haben, als er live im lärmenden Westfalenstadion dem ziemlich überzeugenden 3:1 der Dortmunder gegen den HSV zusah. Seit Sonntagabend wissen nun sämtliche Münchner, dass sie trotz der listigerweise von allen Seiten zugeschanzten Favoritenrolle nicht zwangsläufig die 49. Bundesliga-Saison als Meister beenden müssen.
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Die Premiere der dritten Amtszeit von Trainer Jupp Heynckes ging jedenfalls gründlich daneben, denn seine alte Jugendliebe Borussia Mönchengladbach wagte es, 1:0 (0:0) zu gewinnen. Und die Heimpleite war nicht mal ganz unverdient, zu ideenlos und mit allzu dosiertem Tempo versuchten die Bayern das Gladbacher Bollwerk zu überwinden. "Es war alles gut anzuschauen, aber nicht zwingend genug", sagte Heynckes später, während VfL-Trainer Lucien Favre genüsslich bilanzierte: "Die Spieler wussten, dass das eine schwere Kiste wird. Teilweise haben wir uns weit hinten reindrücken lassen. Aber wir haben am Ende das Glück provoziert."
Heynckes hatte der Pokal-Elf von Braunschweig vertraut, also mit Luiz Gustavo im Mittelfeld statt Anatoli Timoschtschuk; einzig Arjen Robben rückte nach seiner Fußverletzung wieder ein, weshalb Thomas Müller diesmal die linke Außenbahn besetzte anstelle von Ribéry-Stellvertreter David Alaba; Franck Ribéry wurde zunächst geschont.
Die Partie begann als zähes Schachspiel mit dezent offensiven Bayern, die vor allem über Müllers Seite Vorstöße wagten - und recht tief stehenden Gladbachern. Neun, manchmal sogar zehn Männer hielt der Außenseiter hinter dem Ball und verengte die Räume vor dem Strafraum nicht ungeschickt. Tief in der gegnerischen Hälfte schoben sich die Münchner den Ball zu, ohne dass sich Lücken auftaten. Ein Kopfball von Mario Gomez (7.) und ein Distanzschuss von Toni Kroos (26.) bereiteten dem jungen Torwart ter Stegen kaum Probleme, und über die erste Aktion Robbens konnte er milde lächeln: Der Ball landete fast im Oberrang (33.).
Die Gladbacher näherten sich also recht ungefährdet einem 0:0 zur Pause, wenngleich ihnen der Spielstand natürlich etwas schmeichelte. In Ballbesitz blieben sie lange zielstrebig wie Murmeltiere im Winter; einzig ein paar Tempodribblings von Marco Reus legten nahe, dass der Gast Kenntnis hatte vom Standort des Bayern-Tors. Ansonsten verloren Roman Neustädter und Havard Nordtveit, die beiden etwas steif wirkenden Zentrumsspieler, zu schnell und häufig den Ball.
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da schreibt man einen Leserkommentar, und dieser wird ohne Angabe von Gründen nicht veröffentlicht. Dass das Leserforum moderiert wird, halte ich für eine gute Sache, jedoch sollte doch einer Veröffentlichung nichts im Wege stehen, wenn der Kommentar sich auf das Thema bezieht und die allgemeinen Netiquette eingehalten werden.
Und Kritik am ursprünglichen Artikel sollte doch wohl auch erlaubt sein, oder?
Würde mich interessieren, welche Regeln die Sueddeutsche bei Veröffentlichungen von Kommentaren hantiert.
Guter Text! Schuld sind immer die anderen, aber nie der ehemalige Manager und jetzige Präsident. Das einzig Gute an der jetzigen Situation für mich ist, dass ich mich über die Verpflichtung von Heynckes und Neuer immer noch so sehr aufrege, dass ich beim Grottenkick gestern abend nicht mal richtig schimpfen konnte.
Daniel (a) van Buyten - ich mag ihn eigentlich, er wird noch schlechter gemacht, als er eh schon geredet wird (hihi) - aber er wird wohl als teuerste Nanni in die Geschichte eingehen!
Jetzt ist es mir doch passiert, dass ich einen Beitrag verfasst habe, der allem Anschein nach nicht zur Veröffentlichung geeignet ist.
Dabei habe ich nur ein Zitat von Uli Hoeneß leicht abgewandelt wieder gegeben, der das Dilemma der Bayern am Wechsel des Torwarts ausgemacht hat, was man durchaus auch auf diese Saison anwenden könnte, dergestalt, dass man argumentiert, dass wiederum alles mit der Herausnahme von Butt anfing.
Dass, Herr Hoeneß drastischere Worte gebraucht hat, könnte wohl mit dem Ausschluss meines Artikels zu tun haben. Aber der darf das.
ich erteile keine schlauen Ratschläge. Ich mache Feststellungen. Sie scheinen wirklich ein Problem mit dem lesen zu haben.... seis drum.
Und ich entschuldige mich in aller Form dafür das ich Neuers Weltklasseerfolg DFB Pokal vergessen habe. Asche auf mein Haupt.
Hoffen wir das der zukünftige Weltfussballer Robbery nach dem galaktischen Erfolg 2010/2011 des Doubles weiterhin die absolute Macht im Mittelfeld des Weltfußballs darstellen wird.
Was kommt als nächstes? Weltklasserennfahrer Ralf Schumacher?
Auf einen vermeintlichen teuren Königstransfer seitens der Bayern im Winter hatte ich schon vor der Saison getippt und das gestrige Spiel lässt diese Variante nicht weniger wahrscheinlich werden. Das wird nicht die Lösung sein, aber was anderes fällt denen sowieso nicht ein. Die Position des Heilsbringers ist auch relativ klar: die Innenverteidigung.
Mir ist eine Aussage von Mark van Bommel von vor einiger Zeit positiv in Erinnerung geblieben. In einer Saison, in der es nicht so gut lief, sagte er: „Das Erreichen des CL-Viertelfinales wäre in diesem Jahr ein schöner Erfolg“ (oder so ähnlich). Da waren einem die Bayern in ihrem Realismus gleich sympathisch, das kehrte sich dank dem alten Muster der Bayern aber schnell wieder um. Für die Bayern-Spieler auf dem Platz ist dieses lächerliche Gehabe undankbar.
Daneben ist Manuel Neuer erst seit der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern München der „weltbeste Torwart“.
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