1860 gewinnt in der 2. Bundesliga Leise Hoffnung dank Rob Friend

Aues Ronny König (li.) und Guillermo Vallori können sich nicht entscheiden: mit dem Fuß oder mit dem Kopf?

(Foto: dpa)

Geht doch noch was mit dem Aufstieg? Der TSV 1860 rückt mit einem 1:0 in Aue vorübergehend wieder in die Nähe von Platz drei der Tabelle. Energie Cottbus verpasst gegen Aalen einen möglichen Sprung nach vorne. Eintracht Braunschweig rückt an die Tabellenspitze vor - zumindest bis Samstag.

Wie gut, dass es im Fußball auch Auswärtsspiele gibt - das mag sich in diesen Tagen der TSV 1860 denken. Dank seiner anhaltenden Stärke auf fremden Plätzen behält der Münchner Zweitligist den Aufstiegs-Relegationsplatz in erreichbarer Nähe. Die Löwen feierten bei Erzgebirge Aue mit 1:0 (1:0) ihren vierten Sieg in Serie in der Ferne und verkürzten ihren Rückstand auf den Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern zumindest vorübergehend auf nur noch drei Punkte.

Aue hingegen verpasste durch seinen vierte Heimpleite nach dem zweiten Saisontreffer von Rob Friend (14.) den Anschluss ans mittlere Tabellendrittel und darf sich im Abstiegskampf weiterhin noch nicht in Sicherheit wähnen. München hatte vor 9300 Zuschauern im ersten Durchgang die größeren Spielanteile. Aufgrund ihrer Überlegenheit hatten die Bayern, die bei ihren nunmehr zehn vergangenen Auswärtsspielen nur einmal als Verlierer vom Platz gingen, auch die besseren Chancen wie einen Lattentreffer von Daniel Bierofka (27.).

Nach dem Seitenwechsel schaltete München trotz seines nur knappen Vorsprungs einen Gnag zurück, doch die Mannschaft von Aues Trainer Karsten Baumann konnte die zusätzlichen Räume aufgrund ihrer umständlichen Spielweise und begrentzen Mittel nicht zum Ausgleich nutzen. Beste Spieler der Gastgeber, die aus ihren beiden vorherigen Spielen vier Punkte geholt hatten, waren Nikolas Höfler und Mike Könneke. In Münchens Mannschaft überzeugten besonders Bierofka und Malik Fathi.

Kaum noch Hoffnung auf Rückkehr in die Bundesliga für Energie Cottbus

Die Hoffnungen von Energie Cottbus auf eine Rückkehr in die Bundesliga sind dagegen auf ein Minimum gesunken. Die Lausitzer kamen gegen Aufsteiger VfR Aalen nach einer durchwachsenen Leistung nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen beiden Partien liegt das Team von Trainer Rudi Bommer, das nach seiner Führung durch Michael Schulze (74.) postwendend den Ausgleich durch Manuel Junglas (75.) hinnehmen musste, immer noch fünf Zähler hinter dem Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern (44) auf Rang sechs.

Aalen rangiert mit 33 Punkten im Tabellenmittelfeld auf Platz elf. In einer zunächst spannungsarmen Partie mussten die Hausherren früh den Ausfall von Dennis Sørensen verkraften. Der dänische Mittelfeldspieler erlitt in der 28. Minute ohne gegnerische Einwirkung eine Verletzung an der rechten Wade. Erst nach der Pause strahlte Energie durch seine Offensivabteilung um Toptorjäger Boubacar Sanogo (zwölf Treffer) mehr Gefahr aus und ging vor 7770 Zuschauern durch Abwehrspieler Schulze in Führung.

Die Leihgabe von Bundesligist VfL Wolfburg ließ Aalens Torhüter Daniel Bernhardt aus acht Metern keine Chance. Doch schon im Gegenzug glich Junglas mit seinem ersten Treffer im Aalener Trikot auf Vorlage des eingewechselten Robert Lechleiter aus. Bei Cottbus überzeugten Schulze und Ivica Banovic. Leandro Grech und Oliver Barth waren die besten Aalener.

Eintracht Braunschweig siegt gegen Dynamo Dresden

Eintracht Braunschweig hingegen rückt der Bundesliga mit Riesenschritten näher. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht besiegte Dynamo Dresden mit 2:1 (1:1) und verdrängte zumindest bis Samstag Hertha BSC von der Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga.

Ein sehenswerter Seitfallzieher von Torjäger Domi Kumbela (53. Minute) erhöhte am Donnerstag die Aufstiegseuphorie in Braunschweig. Zuvor hatten Idir Ouali (8.) für Dresden und Ermin Bicakcic (31.) für die Eintracht getroffen. Die abstiegsbedrohten Dresdner erwischten vor 21.175 Zuschauern den besseren Start. Das fünfte Saisontor von Dribbelkünstler Ouali belohnte die couragierte Anfangsphase.

Die Braunschweiger benötigten rund 30 Minuten, ehe ihr Kombinationsspiel sicherer und druckvoller wurde. Nach der Pause konnten sich die Eintracht-Fans auf Top-Stürmer Kumbela verlassen. Sein 17. Saisontor entschied die Partie. Dynamos Schluss-Offensive konnte die Auswärtspleite nicht verhindern