Prügelei im griechischen Pokalfinale

Gewalt beim Basketball /
Sportnachrichten in Kürze
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Basketball, Griechenland: Nach Ausschreitungen von Fans ist das griechische Basketball-Pokalfinale zwischen Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen am Sonntag zwischenzeitlich unterbrochen worden. Im Anschluss an einen Zusammenstoß zweier Spieler warfen Olympiakos-Anhänger im zweiten Viertel einen großen Gegenstand Richtung Spielfeld, der Athens Guard Mike Bramos an der Hand verletzte. Die Panathinaikos-Fans reagierten und prügelten sich mit den gegnerischen Anhängern. Die Polizei ging in der Hellinikon Arena in einem Vorort von Athen mit Schlagstöcken dazwischen und setzte nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP Blendgranaten ein. Nach weitgehender Räumung der Zuschauerränge wurde das Spiel fortgesetzt. Panathinaikos setzte sich mit 81:78 durch. Zu dem Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen waren nur jeweils 900 Anhänger beider Clubs in der 8000 Zuschauer fassenden Arena zugelassen worden. Hunderte Einsatzkräfte sollten die beiden Gruppierungen trennen. Bereits vor der Partie hatten sich die Fanlager mit Feuerwerk beschossen, dabei wurde der frühere Bamberger und heutige Olympiakos-Flügelspieler Kyle Hines von einer Rakete getroffen. Der Amerikaner blieb allerdings unverletzt.

Afrika-Cup: Außenseiter Burkina Faso mit dem Augsburger Bundesliga-Profi Aristide Bancé hat die große Sensation beim Afrika-Cup verpasst. Das Überraschungsteam musste sich im Finale am Sonntag Nigeria mit 0:1 geschlagen geben. Die Super Eagles triumphierten somit erstmals seit 1994 wieder bei dem kontinentalen Turnier und holten ihren dritten Afrika-Cup-Sieg insgesamt. Burkina Faso stand erstmals im Finale und schaffte auch mit Platz zwei den größten Erfolg seiner Fußball-Geschichte.

Das entscheidende Tor im Soccer-City-Stadion in Johannesburg erzielte Sunday Mba in der 40. Minute. Damit qualifizierte sich Nigeria als afrikanischer Teilnehmer für den Confederations Cup im Juni in Brasilien.

Nigeria musste auf seinen Top-Stürmer Emmanuel Emenike verzichten, dessen Muskelverletzung eine Finalteilnahme unmöglich machte. Der Profi von Spartak Moskau hatte für sein Team vier Tore auf dem Weg ins Finale erzielt. Burkina Faso hatte mit einer wichtigen Personalie mehr Glück. Der frühere HSV-Spieler Jonathan Pitroipa durfte trotz einer Gelb-Roten-Karte wegen einer vermeintlichen Schwalbe im Halbfinale mitwirken - die Sperre wurde aufgehoben, da der Schiedsrichter seinen Fehler zugab.

Favorit Nigeria dominierte die Anfangsphase der Partie im ausverkauften WM-Finalstadion von 2010, konnte aus den deutlichen Vorteilen aber zunächst kein Kapital schlagen. Burkina Faso dosierte seine Offensivbemühungen. Bancé versuchte es mit Schüssen aus der Distanz, verfehlte das Ziel aber deutlich. Sehenswert war Nigerias Treffer: Mba legte sich den Ball nach einem schnellen Angriff im Strafraum selbst vor und schloss mit links per Volleyschuss ins lange Eck ab. Der Mittelfeldspieler von den Enugu Rangers gehört zu dem halben Dutzend Akteuren im Kader von Trainer Stephen Keshi, die nicht in den Ligen Europas ihr Geld verdienen. In der zweiten Halbzeit geriet der Nigeria-Erfolg nur noch selten in Gefahr, zumal Pitroipa nach einem Foul kurzzeitig angeschlagen war.

Tennis, Rafael Nadal: Der spanische Tennisstar Rafael Nadal hat bei seinem Comeback im chilenischen Vi a del Mar den Turniersieg verpasst. Im Endspiel der mit 410.200 Dollar (rund 300.000 Euro) dotierten Veranstaltung unterlag der topgesetzte elfmalige Grand-Slam-Gewinner dem argentinischen Davis-Cup-Spieler Horacio Zeballos in drei Sätzen mit 7:6 (7:2), 6:7 (6:8) und 4:6. "Es war ein großartiges Turnier für mich", sagte Nadal trotz der Niederlage: "Ich hoffe, dass es der Anfang von einer Menge guter Dinge ist, die mir passieren." Nadal hatte in Vi a del Mar nach siebenmonatiger Verletzungspause seine Rückkehr auf den Court gefeiert. Seit seinem Zweitrunden-Aus in Wimbledon Ende Juni 2012 hatte die frühere Nummer eins der Welt zunächst wegen Kniebeschwerden kein Match mehr bestritten. Als er sich gerade auf dem Weg der Besserung befand und im Januar bei den Australian Open sein Comeback geben wollte, stoppte ihn ein Magen-Darm-Virus. Durch die Zwangspause ist der Mallorquiner in der Weltrangliste auf den fünften Rang zurückgefallen.

Basketball, NBA: LeBron James hat das Duell der Superstars mit Kobe Bryant deutlich für sich entschieden und mit Meister Miami Heat einen 107:97-Sieg in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA gegen die Los Angeles Lakers gefeiert. James kam auf 32 Punkte und damit zu einem neuen Klubrekord von fünf Spielen in Serie mit mehr als 30 Punkten. Dwyane Wade steuerte 16 seiner 30 Punkte im Schlussviertel für die Heat bei, die mit dem 34. Saisonsieg weiter die Nummer eins im Osten sind. Die Lakers, für die Bryant 28 Punkte und neun Assists sammelte, müssen dagegen mit 24 Siegen bei 28 Niederlagen weiter um einen Play-off-Platz bangen.

Dagegen untermauerte Lokalrivale Los Angeles Clippers seinen Status als Nummer drei im Westen durch ein 102:88 bei den New York Knicks, die als Zweiter im Osten weiter Boden auf Miami verloren. Für die Clippers steuerte Chris bei seinem zweiten Einsatz nach rund zweiwöchiger Verletzungspause 25 Punkte bei. Topscorer der Gäste war Jamal Crawford (27 Zähler). Carmelo Anthony, wie Gegenspieler Paul Olympiasieger von London, kam als bester Werfer des Spiels auf 42 Punkte. Neben Anthony konnte aber nur Raymond Felton (20) zweistellig für die Knicks punkten.

Eishockey, NHL: Eishockey-Nationalspieler Dennis Seidenberg hat mit den Boston Bruins in der nordamerikanischen Profiliga das Duell gegen seine deutschen Kollegen Christian Ehrhoff, Jochen Hecht und Alexander Sulzer gewonnen. Der Verteidiger siegte mit dem Stanley-Cup-Sieger von 2011 bei den Buffalo Sabres 3:1. Mit dem achten Sieg im zehnten Saisonspiel legten die Bruins damit den besten Saisonstart ihrer Clubgeschichte hin. Seidenberg steuerte beim Erfolg eine Vorlage zum dritten Treffer von Milan Lucic bei. Die Bruins liegen entsprechend in der Eastern Conference auch klar auf Playoff-Kurs. Buffalo muss sich dagegen nach bislang nur 11 Punkten aus 13 Spielen noch steigern.

Golf, PGA-Turnier: Der amerikanische Golfprofi Brandt Snedeker hat das PGA-Turnier in Pebble Beach/Kalifornien gewonnen. Snedeker siegte am Sonntag (Ortszeit) bei der mit 6,5 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung mit 267 Schlägen nach vier Runden vor seinen Landsmännern Chris Kirk (269), Kevin Stadler, Jimmy Walker und James Hahn (alle 272). Der deutsche Golfprofi Alex Cejka war am Cut nach der dritten Runde gescheitert.

Fußball in Italien: Juventus Turin ist der Titelverteidigung in der italienischen Fußball-Meisterschaft einen Schritt näher gekommen. Während sich Lazio Rom und der SSC Neapel beim 1:1 im Verfolgerduell gegenseitig Punkte abnahmen, zog der Rekordmeister mit einem beeindruckenden 2:0-Sieg gegen den AC Florenz seinen Rivalen davon. "Das war titelreif", sagte Juve-Manager Pavel Nedved, der den gesperrten Coach Antonio Conte vertrat. Mit 55 Punkten führt Juve nach 24 Spieltagen nun mit fünf Zählern Vorsprung vor den Neapolitanern (50) und bereits mit neun Punkten vor Lazio.

Mit dem Unentschieden wahrten die Römer zumindest ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf den AC Mailand, der dank Stürmer Mario Balotelli zumindest ein 1:1 (0:1) bei Cagliari Calcio rettete. Der frühere Angreifer von Manchester City traf am Sonntag bei seinem zweiten Ligaauftritt per Foulelfmeter (82. Minute) zum Ausgleich. Victor Ibarbo (45.) hatte das Heimteam in Führung gebracht, Davide Astori sah bei Cagliari vor dem Strafstoß die Gelb-Rote Karte. Balotelli hatte bereits bei seinem Debüt vor einer Woche zwei Tore erzielt.