Wegen Gesetzes-Offensive DFB entzieht Bremen das Gibraltar-Länderspiel

Konsequenz aus der umstrittenen Gesetzes-Offensive der Bremer Landesregierung: Das Länderspiel im November zwischen der deutschen Elf und Gibraltar soll laut Medienberichten nicht in der Hansestadt ausgetragen werden.

  • Der DFB entzieht Bremen laut Medienberichten das Gibraltar-Länderspiel im November. Der Grund ist die umstrittene Gesetzes-Offensive der Stadt Bremen.
  • Werder-Manager Eichin kann den Schritt "nachvollziehen".

Werder Bremen reagiert verständnisvoll

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf die umstrittene Gesetzes-Offensive der Bremer Landesregierung reagiert und der Hansestadt bis auf Weiteres die Länderspiele entzogen. Dies sei das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Verband und der Geschäftsführung des Bundesligisten Werder Bremen. "Wir können die Reaktion des DFB nachvollziehen", sagte Werder-Manager Thomas Eichin gegenüber Bild.

Der DFB bestritt allerdings, dass schon eine endgültige Entscheidung gefallen sei. Die soll das Präsidium bei einer Tagung am Freitag treffen. Sollte Bremen das Spiel entzogen werden, benötigte der DFB für das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar am 14. November (20.45 Uhr/RTL) einen neuen Austragungsort.

DFL soll sich an Kosten für Polizeieinsätze beteiligen

Die Bremer Landesregierung hatte am Dienstag beschlossen, die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch in diesem Jahr an den Kosten für Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen im Weserstadion trotz massiver Kritik aus Politik und Sport zu beteiligen.

Kritik von Rauball und Niersbach

Ligapräsident Reinhard Rauball hatte umgehend angekündigt, beim DFB deshalb einen Länderspielentzug zu beantragen. "Es kann nicht sein, dass wir Bremen etwas Gutes tun und im Umkehrschluss fürchten müssen, dass wir für bestimmte Kosten von dort aus in Anspruch genommen werden", sagte er.

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sicherte Rauball seine Unterstützung zu. "Ich kann den Standpunkt der Liga absolut nachvollziehen und liege auch voll auf einer Linie mit Reinhard Rauball, was den Antrag betrifft, kein Länderspiel mehr nach Bremen zu vergeben", sagte der DFB-Chef.