Sportlich steckt der FC Bayern zwar in einer kleinen Krise - die Geschäfte laufen jedoch mehr als zufriedenstellend: 225,8 Millionen Euro Umsatz verbuchte der Verein im Geschäftsjahr 2006/07 - das ist neuer Rekord.
Sportlich befindet sich der FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga derzeit in einer kleinen Krise, aber im wirtschaftlichen Bereich bleibt Deutschlands Vorzeigeklub weiter unerreicht. 225,8 Millionen Euro setzte der deutsche Rekordmeister im Geschäftsjahr 2006/07 um, mehr als jemals zuvor, und damit auch mehr als jeder andere Klub in Deutschland.
FC-Bayern-Präsident Franz Beckenbauer bei der Jahreshauptversammlung des Vereins. (© Foto: AP)
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Als Gewinn nach Steuern wurde mit 18,9 Millionen Euro ebenfalls ein noch nie dagewesenes Ergebnis in der Klubgeschichte erzielt. Und das Eigenkapital von 175,9 Millionen Euro bedeutet auch eine neue Bestmarke.
"Trotz eines enttäuschenden Abschneidens in der Bundesliga stellt das wirtschaftliche Ergebnis eine neue Bestmarke in der 107-jährigen Geschichte des FC Bayern München dar. Damit und durch die Gewinne in den zurückliegenden Jahren war es uns möglich, den Umbruch in unserer Lizenzmannschaft mit hochkarätigen Neuverpflichtungen für die laufende Saison zu ermöglichen. Dies erfolgte alles ausschließlich durch eigene, von uns erwirtschaftete Finanzmittel", berichtete Finanzvorstand Karl Hopfner auf der Jahreshauptversammlung der Bayern am Montagabend in München.
Damit wurde das Rekordergebnis aus dem Vorjahr in allen Bereichen übertroffen. Der Umsatz steigerte sich auch durch Verpflichtungen der Stars Franck Ribery (25 Millionen Euro) und Luca Toni (11) um 10,6 Prozent, der Gewinn wurde um mehr als das Dreifache gesteigert. Das Eigenkapital betrug im vorangegangenen Geschäftsjahr noch 159 Millionen Euro.
Die Grenze von 100 Millionen Euro beim Umsatz hatte der FC Bayern in der Saison 1997/1998 übertroffen. Den vorigen Rekordgewinn von 16,5 Millionen Euro erreichten die Münchner drei Jahre später in der Saison 2000/2001, als sie die Champions League gewannen.
(sid)
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Die Zahlen sind ohne Frage beeindruckend, allerdings spielten die Bayern im abgelaufenen Geschäftsjahr (Bilanzstichtag ist meines Wissens nach der 31.7. bei den Bayern) noch in der Championsleague und hatten noch eine vergleichsweise "günstige" Mannschaft.
Rechnet man aus den rd. 19 Mio. Gewinn nach Steuern die 25 Mio. Ablöse für Heargreaves raus, die nahezu vollständig ergebniswirksamen Buchgewinn dargestellt haben dürfte (geringe Anschaffungskosten und lange Verweildauer bei den Bayern, somit Buchwert nahezu vollständig abgeschrieben), so verbleiben noch 1,5 Mio. Gewinn (Ablöse vereinfacht um 30% Steuern gemindert).
Berücksichtigt man weiterhin, dass sich im laufenden Geschäftsjahr die Abschreibungen auf die 70 Mios. Neuinvestitionen mit 17,5 Mio. ganzjährig auswirken (bei linearer AfA und durchschnittlich 4 Jahren Vertragslaufzeit), rechnet man daraus nochmal großzügig 7,5 Mio. AfA auf Abgang raus, ergeben sich alleine aus Abschreibungen 10 Mio. Mehraufwand im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr.
Die Personalaufwendungen dürften trotz des Abgangs einiger Großverdiener (z.B. Makaay) um mind. 15 Millionen gestiegen sein, wenn man alleine die 3 Schwergewichte Klose, Toni und Ribery bedenkt (10 Mio. p.a. hat vorher niemand bei den Bayern verdient).
Unterstellt man schlussendlich noch vereinfachend, dass die Mindereinnahmen durch die UEFA-Cup-Teilnahme im Vergleich zur CL im Vorjahr vollständig durch gestiegenen Merchandise mit Ribery-, Toni-, Klose-Trikots usw. ausgeglichen werden, ergibt sich für das lfd. Geschäftsjahr unter sonst gleichen Bedingungen ein Fehlbetrag von 23,5 Mio.
Alles andere als ein dickes Minus für das lfd. Geschäftsjahr wäre m.M.n. eine Riesenüberraschung. Im folgenden GJ dürften dann zwar wieder die CL-Einnahmen fliessen, die laufenden Aufwendungen lassen sich jedoch auf absehbare Zeit nicht mehr senken.
Erster Platz Bundesliga, international noch dabei und im DFB Pokal ebenso. Was für eine Riesenminikrise.
Das heißt, das Festgeld wurde für die Neuverpflichtungen doch nicht angerührt... bzw. nur Festgeld das im Laufe des Jahres erst angelegt wurde. Das verdient doch Respekt... Dann kann nächstes Jahr ja nochmal so viel investiert werden... Nur kommt dann Ronaldinho, Kaka oder Henry? Oder alle?