Fußballer Gerd Müller Bumm

1967 hatte Müller einen guten Stand beim FC Bayern - obwohl ihn der Trainer Cik Cajkovski anfangs verspottete als "kleines dickes Müller, das nicht sehen kann Ball, wenn liegt unter Bauch".

(Foto: Imago)

Auch bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft wird wieder von jenem Mann die Rede sein, der Tore schoss wie kein anderer davor und danach. Könnte es einen wie ihn wohl heute noch geben? Und was verrät uns die Antwort über den Fußball der Gegenwart? Eine Verneigung vor Gerd Müller.

Von Holger Gertz, SZ-Magazin

Bilder und Zeichen

Wer Gerd Müller nicht mehr live auf dem Fußballplatz gesehen hat und sich fragt, worüber alte Männer in diesem Artikel eigentlich so ausdauernd reden: Der werfe Youtube an und betrachte den Viereinhalb-Minuten-Zusammenschnitt "Der Bomber, Best Goals". Gerd Müller, der Mittelstürmer, erledigt da auf grünem Rasen, auf durchgefrorenem Boden und in tiefem Matsch, was man von ihm erwartete, er müllert. Er brachte also den Ball im Tor unter, es gab tausend Arten, das zu tun, und er kannte ...