Fußball-Zweitligist RB Leipzig präsentiert "neues" Logo

Links das alte Logo von RB Leipzig, rechts das neue

(Foto: Red Bull)

Die Sonne weg, ein größerer Ball. Fertig ist das neue Logo von RasenBallsport Leipzig. Der von Red Bull finanzierte Zweitligist kommt den Forderungen der DFL nach und entfernt sich vom Unternehmenslogo - aber nur minimal.

Von Saskia Aleythe

Richtig gebibbert hat in Leipzig vermutlich niemand. Es war Anfang Mai, da schafften die Rasenballer des Vereins "RB Leipzig" den Aufstieg von der dritten in die zweite Liga und gönnten sich einen Kurztrip nach Mallorca. Während die Fußballer die Sonne genossen, mischte sich die Deutsche Fußball-Liga (DFL) noch mal ein in Sachen Aufstieg: Die Lizenz bekam der Klub nur unter Auflagen, auch nach zweimaliger Beschwerde pochte der Verband auf einige Änderungen gemäß den Regularien. Am Ende erreichten Klub und Verband einen Kompromiss.

Der sah unter anderem eine Änderung des Vereinslogos vor. Der von Red Bull finanzierte Verein sollte sich mehr vom Unternehmen unterscheiden. Eine Forderung, der man nun nachkommt: RB hat sein neues Logo präsentiert. Ohne spezielle Meldung, ohne weitere Erklärung. Bei Facebook und Twitter wurde aus dem alten das neue Profilbild - und wer genau hinschaut, findet: kaum Variation.

Verschwunden ist die gelbe Sonne, vor der sich die roten Bullen sonst auf Firmenbildchen gegenüberstehen. Dafür ist der Fußball deutlich vergrößert. Wie hart das das Unternehmen trifft? Wohl nicht allzu sehr. Das internationale Logo von FC Red Bull Salzburg ist mit der neuen Leipziger Version recht deckungsgleich. Und auch etliche der sonstigen Red-Bull-Vereine tauchen unter identischem Bildchen auf:

(Foto: Red Bull)

Eine erste Nachbesserung, die die DFL gefordert hat, konnte RB Leipzig mit den minimalistischen Änderungen bereits erfüllen. "Durch die verbindliche Erklärung, seine Gremien künftig mit mehrheitlich unabhängigen Persönlichkeiten zu besetzen sowie das bisherige Logo mit Blick auf die Anforderungen der Uefa zu verändern, hat der Klub die wesentlichen Voraussetzungen zur Teilnahme am Spielbetrieb im Konsens erfüllt", hatte Harald Strutz bereits Mitte Mai erklärt.

Gleichzeitig verkündete der Vorsitzende des DFL-Lizenzierungsausschusses: "Einer Lizenzierung steht daher nichts mehr im Wege." So nimmt der Zweitligafußball in Leipzig langsam Formen an, obwohl die Regeln dafür recht fragwürdig ausgelegt werden.