Fußball Löw plant mit Neuer für die WM

Manuel Neuer (li.): Hat seinen Platz in der Nationalmannschaft noch nicht verloren

(Foto: dpa)

Der lange verletzte Torwart reist mit ins Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft. Die Eisbären Berlin gewinnen das sechste DEL-Finalspiel 5:3 gegen Titelverteidiger EHC München.

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Fußball, WM: Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer wird nach seiner langen Verletzungspause mit der Nationalmannschaft ins WM-Trainingslager nach Südtirol (23. Mai bis 7. Juni) reisen. Das bestätigte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Bayern München und Titelverteidiger Real Madrid bei Sky.Wann der Bayern-Keeper und DFB-Kapitän nach Eppan kommt, ließ Löw offen. Löw geht davon aus, dass Neuer nach seiner siebenmonatigen Leidenszeit wegen eines Mittelfußbruchs noch auf den WM-Zug aufspringt. "Er ist wieder im Training und macht Tag für Tag Fortschritte. Aber natürlich muss er ein bisschen aufholen", so der Bundestrainer, "Stand jetzt plane ich auf jeden Fall mit ihm".

Am 15. Mai gibt Löw in Dortmund sein vorläufiges Aufgebot für die WM-Endrunde in Russland (14. Juni bis 15. Juli) bekannt. Neuer hatte sich im vergangenen September den dritten Mittelfußbruch seiner Karriere zugezogen. Er trägt seitdem im linken wie im rechten Fuß zur Stabilisierung eine Titanplatte. Seit Ende März befindet er sich wieder im Training auf dem Platz.

Eishockey, DEL: Die Eisbären Berlin haben in der Deutschen Eishockey Liga ein entscheidendes siebtes Playoff-Finale um die Meisterschaft erzwungen. Am Dienstag gewann das Team von Trainer Uwe Krupp mit 5:3 (1:1, 1:0, 3:2) das sechste Spiel gegen Titelverteidiger EHC Red Bull München. In der Best-of-Seven-Serie steht es damit 3:3.Louis-Marc Aubry (4. Minute), James Sheppard (23.), Jamie MacQueen (41.), Daniel Fischbuch (45.) und Kai Wissmann (58.) schossen die Tore für die Eisbären, die am Donnerstag in München (19.30 Uhr/Telekomsport) den achten Titel perfekt machen können. Der EHC, für den Konrad Abeltshauser (9.), Mads Christensen (58.) und Patrick Hager (59.) trafen, hat ebenfalls nach wie vor die Möglichkeit auf die dritte Meisterschaft in Serie.

Uefa, Strafe: Der 20-malige griechische Fußballmeister Panathinaikos Athen ist wegen nicht gezahlter Rechnungen von der Europäischen Fußball-Union (Uefa) von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden, für die er sich in den nächsten drei Jahren qualifiziert. Das teilte der Verband am Dienstagabend mit. Panathinaikos steckt tief in der Schuldenkrise, nachdem der ehemalige Präsident und wohlhabende Reeder Giannis Alafouzos vor der Saison die finanzielle Unterstützung gekappt hatte. Anfang April hatte die Liga Panathinaikos wegen ausstehender Zahlungen an Ex-Profi Jens Wemmer drei Punkte abgezogen, der Einzug in einen europäischen Wettbewerb ist damit in dieser Saison ohnehin kaum noch möglich. Der Verein soll dem früheren Paderborner 500.000 Euro schulden. Immerhin kehrten die Spieler nach zwei Tagen Streik Mitte des Monats ins Training zurück.

Fußball, WM: Ex-Nationalspieler Matthias Sammer befürchtet bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland Probleme mit dem Videobeweis. Der Videobeweis sei für die WM "grundsätzlich nicht" geeignet, sagte Sammer in einem Eurosport-Interview (Dienstag). Es lägen viel zu wenige Erfahrungswerte vor, "und wir haben ja in der Bundesliga gesehen, was das zu Beginn der Saison bedeutet hat", sagte der 50-Jährige. Er hoffe darauf, dass kein Chaos entstehe. Mit Blick auf die Bundesliga forderte der neue Berater von Borussia Dortmund mehr Zurückhaltung bei den Videoassistenten. "Im Kölner Keller sollte man nur bei ganz klaren Fehlentscheidungen eingreifen", sagte Sammer. Knappe Abseitsentscheidungen und Foul-Konstellationen sollten auch weiterhin das "Hoheitsgebiet des Schiedsrichters" sein. "Es wird keine Perfektion geben, aber die Linie muss nochmals geschärft werden."

Fußball, Leipzig: Für Spielmacher Emil Forsberg vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig ist die Saison vorzeitig beendet. Der Schwede wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen einer Tätlichkeit im Ligaspiel gegen 1899 Hoffenheim am vergangenen Samstag (2:5) zu einer Sperre von drei Spielen verurteilt. Leipzig hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Forsberg hatte im Laufduell mit Hoffenheims Florian Grillitsch in der 47. Minute ausgeholt und diesen mit der Hand im Gesicht getroffen. In dem Zweikampf war er allerdings von Grillitsch wiederholt gehalten worden. Forsberg hatte auf eine geringere Strafe gehofft. "Wenn ich mehr als zwei Spiele gesperrt werde, dann ist das nicht korrekt", hatte er nach dem Spiel gesagt.