"Unbegründet und unverantwortlich": Nach der Kritik von Uli Hoeneß an Südafrika verteidigen Franz Beckenbauer, Joachim Löw und der deutsche Botschafter die Wahl des WM-Austragungsortes.

Franz Beckenbauer ist von einer erfolgreichen Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika überzeugt und betreibt nachdrücklich Werbung für die WM am Kap der Guten Hoffnung. "Wir werden ausverkaufte Stadien haben, und ich bin sicher, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wird. Das wird eine wunderschöne WM", sagte der Chef des deutschen WM-Organisationskomitees für die WM 2006 in Deutschland und fügte an: "Es war absolut richtig, die WM nach Südafrika zu vergeben, denn sie können es."

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Nach der Kritik von Uli Hoeneß an Südafrika haben viele Uli Hoeneß kritisiert. (© Foto: dpa)

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Der ehemalige Präsident von Bayern München widersprach damit seinem Nachfolger Uli Hoeneß, der die WM-Vergabe nach Südafrika als Fehler bezeichnet hatte und Joseph S. Blatter, den Präsidenten des Weltverbandes Fifa, deshalb kritisiert hatte. "Hoeneß hat etwas gesagt, wohl eher aus Unkenntnis, das nicht zutrifft. Südafrika ist keine Fehlentscheidung. 2006 wäre es zu früh gewesen für eine WM dort. Aber mit dem Vorlauf bis 2010 haben sie die Probleme in den Griff bekommen", sagte der 64-Jährige.

Zwar empfahl Beckenbauer, aufgrund der winterlichen Temperaturen am Abend während der WM-Zeit, lange Unterhosen einzupacken, ansonsten würden die ausländischen Fans ein wunderschönes Land und freundliche Einheimische erwarten. Auch das vieldiskutierte Thema Sicherheit hält der als Spieler (1974) und Teamchef (1990) zu Weltmeister-Ehren gekommene Beckenbauer für kein großes Problem. "Wenn du nachts alleine durch Soweto läufst, bist du selber schuld. Ich würde ja auch nicht auf die Idee kommen, in New York nachts alleine durch die South Bronx zu spazieren."

Das Mitglied des WM-Exekutivkomitees sagte weiter: "Absolute Sicherheit gibt es nicht, die hatten wir in Deutschland 2006 auch nicht. Es kann immer etwas passieren, aber man muss mit einem positiven Gefühl nach Südafrika fahren." Ähnlich hatte sich zuvor auch Bundestrainer Joachim Löw geäußert, der erklärte, dass er sich bei seinen zahlreichen Aufenthalten in Südafrika stets sicher gefühlt habe. Er erwartet ebenso wie Beckenbauer eine farbenfrohe WM mit großen Emotionen.

Auch der deutsche Botschafter in Südafrika, Dieter Haller, wies die Kritik von Uli Hoeneß an der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika zurück. "Es ist bedauerlich, dass derart unbegründete und unverantwortliche Äußerungen wie die von Uli Hoeneß Deutschlands exzellenten Ruf in Südafrika beschmutzen", sagte Haller am Donnerstag in Johannesburg. Hoeneß' Aussagen reflektierten "in keiner Weise" die Meinung der deutschen Regierung.

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(sueddeutsche.de/dpa/hec)