Fußball-Transfermarkt Medien: Englische Klubs wollen Lewandowski

Robert Lewandowski trainiert derzeit mit den Bayern in Katar.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Bayern-Stürmer wird umworben - aber was ist an den Gerüchten dran? Ilkay Gündoğan denkt über einen Wechsel nach. An Leroy Sané soll nun auch Barcelona interessiert sein.

Transfer-Meldungen des Tages

FC Bayern: Jetzt geht es also im Fall Robert Lewandowski auch wieder los. Wie die englische Zeitung Independent berichtet, sollen gleich mehrere englische Klubs bereit sein, für den Polen des FC Bayern eine Riesensumme hinzulegen. Die Rede ist von 70 Millionen Pfund, umgerechnet an die 93 Millionen Euro - ein stattlicher Preis für den aktuell wohl besten Stürmer Europas. Als Interessanten werden Manchester United, Chelsea und vor allem Manchester City genannt, bei denen Pep Guardiola - so er denn dort tätig wird - den Angreifer gleich als Willkommensgeschenk mitbringen könnte. Die Frage ist nun: Ist den Münchnern, bei denen Lewandowski noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, dieser Betrag stattlich genug?

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Oder geht die Gerüchtetreiberei schlichtweg auf das Konto von Lewandowskis Beratern, die schon vor dessen Wechsel von Dortmund nach München im Jahr 2014 monatelang den Namen ihres Klienten bei anderen Klubs lancierten? Möglich ist auch, dass mit dem Gerede um ein angebliches Interesse aus England in Wahrheit Real Madrid aktiviert werden soll, damit Lewandowski am Ende ein Angebot von den Königlichen bekommt. Die Bayern werden sich das Treiben derweil in Ruhe anschauen. Dass sie ihren besten Torschützen für unter 100 Millionen Euro abgeben, ist sehr unwahrscheinlich.

Schalke 04: Champions-League-Sieger FC Barcelona ist offenbar ebenfalls in das Rennen um Leroy Sané von Schalke 04 eingestiegen. Neben den Katalanen sollen nach Informationen des kicker auch Real Madrid und Manchester City an dem 20 Jahre alten Offensivspieler der Königsblauen interessiert sein. Allerdings seien noch keine Angebote bei Schalke-Sportvorstand Horst Heldt eingegangen. ManCity soll das Juwel allerdings bis zu 55 Millionen Euro wert sein. Bei den Schalkern besitzt Sané noch einen Vertrag bis 2019.

BVB: Die Zukunft von Nationalspieler Ilkay Gündoğan bei Borussia Dortmund bleibt offen. "Es ist noch keine Entscheidung gefallen, und natürlich muss alles sehr gut überlegt sein, weil die eigene Karriere zeitlich begrenzt ist", sagte der Mittelfeldspieler der Bild-Zeitung (Montag). Der Vertrag von Gündogan läuft im Sommer 2017 aus. Er hatte sich mit dem Bundesligisten im vergangenen Sommer nach langem Hin und Her auf eine einjährige Fortsetzung der Zusammenarbeit geeinigt. Unabhängig davon, für welchen Club sich der 25 Jahre alte Profi entscheidet, soll der neue Kontrakt eine längere Laufzeit haben. "Ich denke schon, dass es in diese Richtung gehen wird. Wenn ich unterschreibe, wird es voraussichtlich nicht mehr nur über ein Jahr sein", sagte Gündoğan. Aus seiner Wertschätzung für den BVB machte er keinen Hehl: "Ich weiß, was ich an meinem Verein habe, und das werde ich auch nicht außer Acht lassen."

SV Werder: Aufsichtsratsboss Marco Bode hat die defensive Transferpolitik des Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga verteidigt. "Ein neuer Spieler muss uns nicht weiterbringen, zumal Transfers im Winter mit Risiko behaftet sind", sagte der Europameister von 1996 dem kicker: "Wenn wir fünf Millionen investieren und garantiert bekommen, dass wir Zehnter werden, würde ich es sofort machen. Aber es gibt keine Versicherung gegen den Abstieg." Im Gegensatz zu den direkten Konkurrenten VfB Stuttgart und Hannover 96 hat Werder im Winter noch keine Neuzugänge für die laufende Saison verpflichtet. Im Trainingslager in Belek spielen derzeit mit dem US-Stürmer Jordan Morris (21) und dem ungarischen Nationalspieler Laszlo Kleinheisler (21) zwei Testspieler vor. Am Montag gaben die Grün-Weißen zudem die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Thanos Petsos für die kommende Spielzeit bekannt. Die Bremer setzen weiter auch auf Verstärkungen aus der eigenen Jugend, wollen nicht vom "Werder-Weg" abweichen. "Wir haben uns aus Überzeugung für diesen Weg entschieden, der auch schiefgehen kann", meinte Bode: "Wir gehen mit diesem Kader in die Rückrunde, der so schlecht nicht ist, bei dem mitunter nur die Konstanz fehlte."

Hamburger SV: Der 17 Jahre alte Flüchtling Bakery Jatta soll beim Hamburger SV offenbar einen Vertrag bekommen. Wie Hamburger Medien übereinstimmend berichten, hat der Teenager aus Gambia am Freitag bereits einen Medizincheck bei den Norddeutschen absolviert. Juristen des HSV prüfen zurzeit die im Fall von Flüchtlingen besonderen Vertrags-Modalitäten. Im Gespräch ist eine Zusammenarbeit ab Sommer. Die Konditionen für den Kontrakt sind nach Informationen der Bild-Zeitung bereits ausgehandelt. Jatta würde demnach ein Gehalt von 120 000 Euro bekommen, inklusive Prämien könne die Summe auf rund jährlich 300 000 Euro steigen. Einen Profivertrag darf Jatta, dessen Berater Firat Aktas mit der HSV-Klubspitze im Trainingslager im türkischen Belek verhandelte, allerdings nicht vor seinem 18. Geburtstag im Sommer unterschreiben. "Bakery hat eine große Spiel-Intelligenz, gute Anlagen", sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia der Bild-Zeitung: "Es geht auch bei ihm streng nach Leistung. Einen Flüchtlingsbonus wird es nicht geben."

Jatta hatte Anfang des Jahres erstmals bei den Hamburgern mittrainiert. Ins Trainingslager des HSV nach Belek konnte er nicht mitfliegen, weil er als Flüchtling Deutschland im Moment nicht verlassen darf. Jatta soll aber nach der Rückkehr der Mannschaft am kommenden Wochenende wieder dabei sein. Jatta landete nach seiner Flucht aus Gambia in der Akademie Lothar Kannenberg. Die Einrichtung für Bildung und Jugendhilfe bei Bremen bietet "jungen Menschen ein Zuhause auf Zeit". Kannenberg und sein Team versuchen ausgegrenzte Jugendliche, darunter viele Flüchtlinge, durch Sport in die Gesellschaft zu integrieren, sie helfen bei Behördengängen und vermitteln Deutschkurse.

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Bayer 04 Leverkusen: Ex-Nationalspieler Stefan Kießling vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen stand nach eigener Aussage dicht vor einem Wechsel zu Hannover 96. "Ich war selber nach Hannover gefahren, um mir alles anzuhören, das Angebot lag vor. Ich kenne ja Manager Martin Bader noch aus Nürnberg. Wenn ich gegangen wäre, dann nur zu 96 - das hätte gepasst", sagte der frühere Torschützenkönig der Bild-Zeitung. Kießling hatte bereits mit der Suche nach einer Wohnung begonnen, ehe er sich mit Leverkusen doch auf ein Bleiben verständigt hatte.

Die Hinrunde sei "verdammt hart gewesen", ergänzte der 31-Jährige, der nach der Verpflichtung des Mexikaner Javier Hernandez meist nur noch Ersatz war. "Ich war es einfach so gewohnt, dass für mich ein Spiel mit der ersten Minute auf dem Platz beginnt. Das war alles sehr frustrierend, weil ich, als ich reinkam, kaum etwas auf die Reihe gekriegt habe. Ich habe mit mir gehadert, war sehr nachdenklich. Der Frust saß so tief, deshalb kamen in mir ja auch die Wechselgedanken auf." Seine Zukunft, auch über die sportliche Karriere hinaus, sieht der 31-Jährige offenbar nun weiter in Leverkusen. "Einen Plan habe ich noch nicht. Ich denke jetzt nur als Fußballer. Es wird sich eine Tür öffnen, wenn es so weit ist. Für mich war immer klar, dass ich in dem Verein später einmal arbeiten und weiter im Rheinland leben möchte", sagte der sechsmalige Nationalspieler.

Hertha BSC: Die Berliner sind am Sonntag ohne den Brasilianer Ronny ins einwöchige Trainingslager nach Belek/Türkei geflogen. Für den Brasilianer ist dies ein weiteres klares Zeichen, dass er in der Rückrunde keine Rolle mehr in Dardais Plänen spielt. Der Mittelfeldspieler, der seit 2010 für den Hauptstadt-Klub spielt und noch einen Vertrag bis 2017 hat, soll angeblich noch in dieser Winterpause verkauft werden.

Schalke 04: Nach Informationen von Sport Bild wird Innenverteidiger FElipe Santana zukünftig nicht mehr für den Klub aus dem Ruhrpott spielen. Angeblich sei schon ein Wechsel des Brasilianers zum russischen Erstligisten Kuban Krasnoadar vereinbart. Nur der Medizincheck fehle laut Sport Bild noch.

Werder Bremen: Werder Bremen hat den ersten Neuzugang für die kommende Saison verpflichtet. Die Hanseaten einigten sich mit dem defensiven Mittelfeldspieler Thanos Petsos von Rapid Wien auf einen Vertrag bis 2019. Der 24 Jahre alte Grieche mit deutschen Wurzeln kommt ablösefrei und spielte in der Fußball-Bundesliga bereits für Bayer Leverkusen, den 1. FC Kaiserslautern und die SpVgg Greuther Fürth. Für das griechische Nationalteam lief Petsos bislang fünfmal auf. "Wir haben Thanos schon sehr lange beobachtet und hatten jetzt die Möglichkeit, ihn zu verpflichten", sagte Sportchef Thomas Eichin: "Er bringt Erfahrung mit, kann sich aber auch noch weiterentwickeln. Er passt perfekt zu unserem Weg. Wir freuen uns sehr, dass wir ihn von Werder überzeugen konnten."