Fußball-Transfermarkt Hamburg will zwei Spieler ausleihen

Mönchengladbachs Ibrahima Traoré (li.) steht mit Guinea im Viertelfinale des Afrika-Cups.

(Foto: AFP)

Der HSV möchste seine Offensive mit zwei neuen Spielern verstärken. Der VfB verkauft Carlos Gruezo. Hoffenheim verpflichtet einen Stürmer.

Transfer-Meldungen des Tages

Hamburger SV: Der Wechsel des portugiesischen U21-Nationalspielers Carlos Mané zum Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nimmt konkrete Formen an. "Wir sind dran, aber es geht noch immer um Details", sagte Peter Knäbel dem "Hamburger Abendblatt" über die laufenden Gespräche mit Manés Club Sporting Lissabon. Der HSV-Fußballdirektor verhandelte parallel in London mit dem FC Chelsea über eine Verpflichtung von Stürmer Bertrand Traoré. Beide Akteure sollen ausgeliehen werden. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll der Vertrag mit Flügelflitzer Mané bis Sommer 2017 laufen. Dann hat der HSV die Möglichkeit, den talentierten Offensiv-Akteur für 9,5 Millionen Euro fest zu verpflichten. Diese Ablöse soll dem finanziell angeschlagenen Nordclub aber noch zu hoch sein. Der 21-Jährige steht beim portugiesischen Spitzenreiter Sporting noch bis 2020 unter Vertrag.

An der Verpflichtung Traorés war Knäbel bereits im vergangenen Sommer interessiert. Damals erhielt der 20 Jahre alte Profi aus Burkina Faso aber keine Freigabe für den Bundesliga-Dino. Nun lotet Knäbel aus, ob sich der klamme HSV neben Mané auch Traoré leisten kann. Der war von Anfang 2014 bis Sommer 2015 für 18 Monate an Vitesse Arnheim ausgeliehen und erzielte in 42 Spielen 16 Tore für die Niederländer.

VfB Stuttgart: Carlos Gruezo wechselt für 1,3 Millionen Euro zum FC Dallas. Das berichtet der kicker. Der 20 Jahre alte Ecudorianer löst damit seinen bis 2018 laufenden Vertrag beim VfB Stuttgart auf und wird fortan in der Major League Soccer spielen.

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TSG Hoffenheim: Das Tabellenschlusslicht TSG 1899 Hoffenheim hat den Stürmer Andrej Kramaric von Leicester City ausgeliehen. Das berichtet der kicker. Der 24 Jahre alte Kroate hat zuletzt keine Rolle mehr in Leicester gespielt und kam in der Premier League nur zweimal zum Einsatz. In Hoffenheim hofft Kramaric, der bis zum Sommer bei den Kraichgauern bleibt, nun auf mehr Spielpraxis.

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Hoffenheim traf in der Bundesligahinrunde nur 17 Mal und stellt damit die zweitschlechteste Offensive der Liga. Vor allem der schwache Sturm ist Schuld daran. Kevin Volland traf bislang fünf Mal, Mark Uth gerade einmal.

Außerdem meldet der kicker, dass die TSG an dem offensiven Mittelfeldspieler Hakim Ziyech interessiert ist. Ziyech steht bei Twente Enschede unter Vertrag, wo er in 18 Spielen elf Tore schoss.

Werder Bremen: Als Ersatz für Innenverteidiger Assani Lukimya will Fußball-Bundesligist Werder Bremen den Senegalesen Papy Djilobodji vom FC Chelsea bis zum Saisonende ausleihen. "Wir befinden uns in Verhandlungen", bestätigte Werders Sportchef Thomas Eichin am Dienstag laut Bericht bei bild.de. Der Nationalspieler wechselte erst im Sommer vom FC Nantes nach London, kam in der Premier League bislang aber nicht zum Einsatz. Zumindest kurzfristig könnte er in Bremen Lukimya ersetzen. Der Deutsch-Kongolese steht vor einem Wechsel zum chinesischen Erstligisten Liaoning für rund zwei Millionen Euro. Von seinen Mitspielern in Bremen hat sich der frühere Düsseldorfer bereits verabschiedet.

Zudem hat Geschäftsführer Thomas Eichin am Dienstag bekanntgegeben, dass sie den US-Nationalspieler Jordan Morris nicht verpflichten werden. "Der Spieler hat nach intensiven Gesprächen deutlich gemacht, dass er seine Zukunft derzeit in Amerika sieht", erklärte Eichin. "Diese Entscheidung respektieren wir natürlich. Wir sind in einer Situation, in der wir Spieler brauchen, die sich mit Werder und dem Weg hier komplett identifizieren und sich voll auf die Aufgabe fokussieren können. Deshalb nehmen wir Abstand von einer Verpflichtung, werden aber weiterhin engen Kontakt zu ihm halten und erwägen eine spätere Zusammenarbeit",

VfB Stuttgart: Der abstiegsbedrohte VfB Stuttgart wird die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga möglicherweise auch ohne eine Verstärkung für die anfällige Innenverteidigung bestreiten. "Wir beobachten den Markt, aber wir sind nicht bereit, Mondpreise für durchschnittliche Spieler zu zahlen. Das ist Wahnsinn, was da am Markt los ist", sagte Sportvorstand Robin Dutt auch mit Blick auf finanzkräftige englische Clubs.

Dutt erwähnte als Beispiel steigender Ablösesummen den Wechsel des Wolfsburgers Timm Klose zum Premier-League-Aufsteiger Norwich City. Der Tabellen-16. soll für den Schweizer rund zwölf Millionen Euro gezahlt haben. "Preise in dieser Kategorie sind für zwölf der 18 Bundesligaclubs nicht möglich", erklärte Dutt. Der VfB werde nach Weltmeister Kevin Großkreutz und dem ukrainischen Stürmer Artem Krawets nur dann einen weiteren Spieler verpflichten, wenn er die Mannschaft verstärke und gleichzeitig finanzierbar sei, betonte Dutt vor dem Rückrunden-Auftakt am Samstag beim 1. FC Köln.

VfL Wolfsburg: Timm Klose wechselt vorbehaltlich der Bestätigung durch den englischen Fußballverband mit sofortiger Wirkung vom VfL Wolfsburg zu Norwich City in die englische Premier League. Das teilte der Fußball-Bundesligist aus der VW-Stadt am Montagabend auf seiner Homepage mit. Zur Höhe der Ablösesumme machte der VfL keine Angaben. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll sie bei rund zwölf Millionen Euro liegen.

"Wir haben uns mit Norwich City auf einen Wechsel von Timm Klose geeinigt. Es gab aufgrund der sportlichen Situation in den vergangenen Monaten bereits Gespräche über einen möglichen Wechsel. Nachdem nun ein konkretes Angebot vorlag, haben wir Timms Wunsch entsprochen und zugestimmt", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs zu dem Transfer des 27 Jahre alten Abwehrspielers. Klose war im Juli 2013 vom 1. FC Nürnberg nach Wolfsburg gewechselt. Dort absolvierte der Innenverteidiger in dieser Zeit 30 Bundesliga-Spiele, in denen er zwei Tore erzielte. Mit dem VfL gewann der Schweizer Nationalspieler in der vorigen Saison den DFB-Pokal.

"Timm hat sich auch in den für ihn schwierigen Situationen immer hoch professionell verhalten und sich stets für die Mannschaft eingebracht. Dieser Wechsel ist für alle Seiten die beste Lösung", sagte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking. "Ich bin mir sicher, dass Timm in England seinen Weg gehen wird und wünsche ihm dabei viel Erfolg."