Bundestrainer Joachim Löw vertraut gegen Russland und Wales fünf Rückkehrern - und setzt vor allem in Patrick Helmes große Hoffnungen.

Bundestrainer Joachim Löw verzichtet bei den anstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen EM-Halbfinalist Russland am 11. Oktober in Dortmund (20.45 Uhr/live in der ARD) sowie gegen Wales vier Tage später in Mönchengladbach (20.45 Uhr/live im ZDF) auf Experimente und setzt auf altbewährtes Personal. Nach ihren Verletzungpausen kehren Kapitän Michael Ballack, Torsten Frings, Arne Friedrich, Jermaine Jones und Torhüter Rene Adler zurück in den 22-köpfigen Kader, der sich am Dienstag in Düsseldorf zur Vorbereitung auf die ersten Heimspiele der Qualifikationsrunde für die WM 2010 in Südafrika trifft.

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Steht beim Bundestrainer hoch im Kurs: Leverkusens Angreifer Patrick Helmes. (© Foto: ddp)

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Große Hoffnungen setzt Löw vor allen Dingen in den Leverkusener Patrick Helmes, der vor dem siebten Spieltag die Bundesliga-Torschützenliste mit sieben Treffern anführt, und in Mittelfeldspieler Jones von Schalke 04. "Von Helmes erwarten wir für die Zukunft einiges. Er hat enorm viel Potenzial und dies in den vergangenen Wochen eindrucksvoll in seinem Verein bewiesen. Ebenfalls positiv machte zuletzt Jermaine Jones auf sich aufmerksam, da er derzeit physisch sehr stark ist", lobte Löw das Duo, das unmittelbar vor der EM aussortiert worden war.

Löw nominierte für die Torhüterposition neben Robert Enke von Hannover 96, der nach dem Nationalmannschafts-Rücktritt von Jens Lehmann bislang bei allen drei Länderspielen zum Einsatz gekommen war, auch Adler aus Leverkusen und den Bremer Tim Wiese. "Wir sind letztmals in diesem Jahr für längere Zeit zusammen. Da bietet es sich an, dass wir drei Torleute dabei haben. Das Comeback von Adler kommt sicher nicht überraschend. Und Wiese hat ebenfalls eine neue Chance verdient, da er bisher bei uns einen guten Eindruck hinterlassen hat", kommentierte der Bundestrainer die Entscheidung.

Der DFB-Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Russland und Wales:

Tor: Robert Enke (Hannover 96), Rene Adler (Bayer Leverkusen), Tim Wiese (Werder Bremen) Abwehr: Clemens Fritz (Werder Bremen), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Marcell Jansen (Hamburger SV), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Heiko Westermann (Schalke 04) Mittelfeld: Michael Ballack (FC Chelsea), Torsten Frings (Werder Bremen), Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), Jermaine Jones (Schalke 04), Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München), Piotr Trochowski (Hamburger SV) Angriff: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Patrick Helmes (Bayer Leverkusen), Miroslav Klose (Bayern München), Kevin Kuranyi (Schalke 04), Lukas Podolski (Bayern München)

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(sueddeutsche.de/sid/aum)