Fußball Eberl: "Bei Bayern gäbe es das nicht"

Dienstags spielte die Borussia noch in der Champions League, freitags muss sie in der Liga schon wieder ran. Gladbachs Sportdirektor Eberl und Trainer Schubert finden die Ansetzung unglücklich bis ärgerlich: "Bei Bayern gäbe es das nicht."

(Foto: imago/Revierfoto)

Dienstags und freitags muss Borussia Mönchengladbach antreten - das schmeckt dem Sportdirektor nicht. Die Baseball World Series geht ins siebte Spiel. Brasiliens weibliche Selecao bekommt erstmals eine Trainerin.

Fußball: Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl hat nach dem Heimspiel gegen Celtic Glasgow (1:1) deutliche Kritik am Spielplan der Fußball-Bundesliga geübt. "Ich weiß nicht, was die Liga sich dabei gedacht hat, einen Champions-League-Teilnehmer direkt am Freitag wieder spielen zu lassen. Bei Bayern München gäbe es das nicht", sagte Eberl.

Gladbach muss schon am Freitag (20.30/Sky) in Berlin bei Hertha BSC antreten. "Ich habe noch nie gehört, dass Bayern München wieder am Freitag gespielt hat. Die spielen immer Samstag oder Sonntag. Ich finde das äußerst unglücklich, aber wir müssen es nehmen, wie es ist", sagte Eberl.

Auch Trainer André Schubert schüttelte den Kopf. "Ich habe absolut kein Verständnis dafür und kann absolut nicht nachvollziehen, dass wir zweimal hintereinander nach einem Dienstag direkt am Freitag spielen. Ich weiß nicht, wer sich dabei etwas gedacht hat oder ob einer darüber nachgedacht hat", sagte Schubert. Schon vergangene Woche hatte die Borussia erst dienstags im DFB-Pokal und drei Tage später in der Liga antreten müssen.

Baseball: Die Cleveland Indians haben auch ihren zweiten Matchball vergeben, die 112. Baseball-World-Series wird im siebten und letzten Spiel entschieden. Die Indians unterlagen im heimischen Progressive Field den Chicago Cubs mit 3:9 und müssen nun im letzten Spiel in der kommenden Nacht (MEZ) um ihren ersten Titel in der Major League Baseball seit 1948 zittern.

Chicago-Shortstop Addison Russell war der Matchwinner für die Cubs. Dem 22-Jährigen gelang nicht nur ein Grand Slam (ein Homerun, der zu insgesamt vier Punkten führte), Russell erzielte insgesamt sechs RBI (Runs Batted In).

Die Cubs warten gar seit 1908 auf den Gewinn der wichtigsten Baseball-Trophäe der Welt, es ist die längste Serie ohne Titel im US-Sport. Letztmals gelang es den Kansas City Royals 1985, nach einem 1:3-Rückstand die "best-of-seven"-Serie zu gewinnen. Von 34 Teams, die seit der Einführung des derzeitigen Formats im Jahr 1925 in der World Series 3:1 geführt hatten, holten 29 auch den Titel. Zuletzt reichte ein solcher Vorsprung zehnmal nacheinander.

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Seit Jahrzehnten warten die Chicago Cubs und die Cleveland Indians auf einen Meistertitel - jetzt ringen sie im MLB-Finale gegeneinander. Für die einen geht es auch darum, einen alten Fluch zu besiegen. Von Jürgen Schmieder mehr ...

Brasilianischer Fußball: Erstmals übernimmt eine Frau die Cheftrainer-Rolle bei der weiblichen Fußball-Selecao. Der brasilianische Verband CBF verkündete am Dienstag das Ende der Zusammenarbeit mit dem bisherigen Amtsinhaber Oswaldo "Vadao" Alvarez und ernannte die 36 Jahre alte Emily Lima zur Nachfolgerin. Superstar Marta und Co. hatten unter Vadao sowohl bei der WM 2015 als auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro einen Podiumsplatz verpasst.

Trotz der missglückten Medaillen-Missionen nominierte der Weltverband FIFA Vadao am Dienstag neben Ex-Bundestrainerin Silvia Neid als einen von zehn Kandidaten für die Wahl zum FIFA-Weltrainer des Jahres bei den Frauen. Lima bringt als Referenz für die Nationalmannschaft einen zweiten Platz als Trainerin von Sao Jose EC aus dem vor wenigen Tagen verlorenen Pokalfinale der Copa Brasil gegen Osasco Audax mit. Die weibliche Selecao hatte bislang in ihrer Geschichte sieben männliche Trainer.

Premier League: José Mourinho ist zum zweiten Mal innerhalb einer Woche vom englischen Fußballverband FA angeklagt worden. Der Trainer von Manchester United war während des Premier-League-Spiels gegen den FC Burnley (0:0) am Samstag von Schiedsrichter Mark Clattenburg auf die Tribüne geschickt worden. Er soll die Offiziellen im Spielertunnel beleidigt haben, weil er sich über einen nicht gegebenen Strafstoß geärgert hatte.

Bis zum 4. November kann Mourinho, dem nun ein weiteres Spiel auf der Tribüne droht, zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Bereits am vergangenen Donnerstag war der 53 Jahre alte Startrainer für seine Kommentare vor dem Liga-Spiel beim FC Liverpool (0:0) angeklagt worden. Der Portugiese hatte im Vorfeld der Partie am 17. Oktober angemerkt, es könne für Schiedsrichter Anthony Taylor schwierig sein, eine "sehr gute Leistung" zu zeigen, weil Taylor in der Nähe von Manchesters Stadion Old Trafford wohnt. Die FA verbietet es Trainern, vor einem Spiel über die Schiedsrichter zu sprechen.

Italienischer Fußball: Trainer Frank de Boer (46) ist beim italienischen Fußball-Renommierklub Inter Mailand entlassen worden. Dies gab der 18-malige Meister am Dienstag bekannt. Der Niederländer De Boer hatte den Posten erst Anfang August übernommen.Übergangsweise wird Stefano Vecchi, Nachwuchstrainer bei Inter, die Mannschaft betreuen. Danach wird laut Informationen der Gazzetta dello Sport der ehemalige Lazio-Coach Stefano Pioli (51) übernehmen. De Boer soll noch bis Ende der Saison ein Gehalt beziehen und anschließend eine Abfindung in Höhe von 1,3 Millionen Euro erhalten. Pioli, Ex-Trainer des deutschen WM-Rekord-Torschützen Miroslav Klose bei Lazio Rom zwischen 2014 und April 2016, soll einen Vertrag bis Juni 2018 unterzeichnen und die krisengeschüttelte Mannschaft wieder auf Erfolgskurs bringen. Er würde zum neunten Coach auf der Inter-Bank in sechs Jahren aufrücken. Mit nur 14 Punkten aus elf Spielen belegt Inter den elften Platz. Die Krise ist ein schwerer Schlag für das chinesische Elektronik-Unternehmen Suning, das im Juni für einen Mehrheitsanteil von 70 Prozent am Klub 270 Millionen Euro gezahlt hatte.

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