Früher oder später, so Klinsmann, müsse er wieder als Trainer arbeiten. Wieso nicht in dem Land, in dem er seit acht Jahren lebt?

Vier Monate nach der Weltmeisterschaft in Deutschland führt Jürgen Klinsmann informelle Gespräche mit dem Fußball-Verband der USA, bei denen es auch um einen möglichen Trainer-Auftrag geht.

Klinsmann, ddp

Jürgen Klinsmann hat gut lachen: Der US-Verband würde ihn gern als Trainer verpflichten. (© Foto: ddp)

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Klinsmann sagte, er habe bereits mehrfach mit dem amerikanischen Verbandschef Sunil Gulati gesprochen. "Ich werde weiter mit ihm in Kontakt bleiben und sehen, wohin das führt", sagte der nach der Heim-WM und dem guten dritten WM-Rang beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgeschiedene Bundestrainer.

"Früher oder später muss ich wieder als Trainer arbeiten", ergänzte Klinsmann.

Die Gespräche mit dem US-Verbandspräsidenten würden in einer sehr lockeren und entspannten Atmosphäre geführt, sagte er. Gulati erklärte, er hoffe, dass die US-Auswahl bis zum Jahresende einen neuen Trainer haben werde. Dem noch amtierenden Nationalcoach Bruce Arena hatte Gulati bereits kurz nach dem WM-Vorrunden-Aus Mitte Juli mitgeteilt, dass sein Vertrag nicht verlängert werde.

Klinsmann selbst hatte drei Tage nach der Weltmeisterschaft seine Arbeit als Bundestrainer für beendet erklärt und die ihm angebotene Vertragsverlängerung abgelehnt. Zur Begründung sagte Klinsmann, dessen damaliger Assistent Joachim Löw mittlerweile den Cheftrainer-Posten beim DFB übernommen hat, dass er mehr Zeit mit seiner Familie in Los Angeles verbringen wolle.

Nun erklärte der 42-Jährige: "Ich lebe nun seit acht Jahren in diesem Land und habe die Entwicklung des Fußballs in den Vereinigten Staaten genau verfolgt." Der Fußball in den USA befinde sich in einer völlig anderen Situation als der in Europa. So liege in den USA ein besonderer Akzent auf der fußballerischen Entwicklung der Spieler, betonte der deutsche Ex-Nationalspieler.

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(dpa)