Bundesliga Kopfstoß beim HSV-Training

Verpasste seinem Mitspieler einen Kopfstoß: Ivo Ilicevic (rechts).

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Trainer Bruno Labbadia prüft Sanktionen. Eine NBA-Legende kritisiert Dirk Nowitzki. Sami Khedira fehlt erneut länger verletzt. Roger Federer hat sich den Meniskus gerissen.

Fußball, Hamburger SV: Im Training des Hamburger SV hat Ivo Ilicevic seinem Mitspieler Michael Gregoritsch einen Kopfstoß verpasst. Trainer Bruno Labbadia schloss Sanktionen nicht aus. "Es war ein emotionales Training, bei dem aber über das Ziel hinausgeschossen wurde. Ich werde am Freitag mit beiden Spielern noch einmal reden", sagte der 49-Jährige. Nach einer harten Attacke seines Teamkollegen hatte Ilicevic dem Österreicher einen Kopfstoß versetzt. Beim Zweikampf zwischen den beiden Profis verletzte sich Gregoritsch am Schienbein und am Knöchel. Anschließend entschuldigte sich der Kroate per Handschlag für seine Tätlichkeit. Labbadia: "Das war wichtig."

Am Sonntag spielt der HSV um 15.30 Uhr gegen den 1. FC Köln. Nach nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen würden sich die Norddeutschen mit einer weiteren Heimniederlage wieder im letzten Tabellendrittel festsetzen. "Aber ich baue natürlich auf die Unterstützung unserer Zuschauer", sagte der Coach. Auch finanziell steht der HSV nach wie vor nicht sonderlich gut da. Sportlich wie finanziell sei der Klub ein Sanierungsfall, hatte Finanzvorstand Frank Wettstein in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Finance erklärt. Die aktuellen Verbindlichkeiten des Traditionsvereins bezifferte der 42-Jährige auf 90 Millionen Euro.

Basketball, NBA: NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar, erfolgreichster Werfer in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga, hat den deutschen Basketball-Superstar Dirk Nowitzki kritisiert. "Er würde in ganz anderem Maße gewürdigt werden, wenn er auf dem Spielfeld mehr gemacht hätte, als nur den Ball zu werfen. Er kann nur eine Sache", sagte der sechsmalige NBA-Champion. Der Konter ließ nicht lange auf sich warten. "Fragt ihn mal, wie viele Spiele er gesehen hat", sagte Mark Cuban, Besitzer von Nowitzkis Klub Dallas Mavericks: "Dieser Junge kann rebounden, passen und hat einen unglaublichen Basketball-IQ. Er wird als einer der Größten abtreten, daran gibt es keinen Zweifel."

Abdul-Jabbar (68) würdigte Nowitzkis Leistungen, bezeichnete den Würzburger aber eben auch als "One-Trick Pony". "Sein Wurf ist schwierig zu blocken. Aber er hätte mehr Respekt erhalten, wenn er bei den Rebounds und in der Abwehr ähnlich gut gewesen wäre", sagte Abdul-Jabbar. In der Nacht verloren die Mavericks trotz eines starken Nowitzki gegen Miami Heat mit 90:93. Nowitzki war in heimischer Halle bester Mann auf dem Feld, doch seine 28 Punkte reichten nicht.

Fußball, Sami Khedira: Eine Serie von Verletzungen belastet Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin vor dem Champions-League-Duellen gegen Bayern München im Februar und März. Weltmeister Sami Khedira fällt wegen einer Adduktorenverletzung mindestens drei Wochen lang aus und wird voraussichtlich das Hinspiel gegen die Bayern am 23. Februar verpassen.

Im Rückspiel in München am 16. März soll der defensive Mittelfeldspieler, zuletzt einer der auffälligsten Juve-Profis, seinem Klub hingegen wieder zur Verfügung stehen. Zu den verletzten Spielern zählen auch der ehemalige Münchner Mario Mandzukic, der seit dem 27. Januar pausiert, und Nationalverteidiger Giorgio Chiellini (Zerrung). Wegen eines Faserrisses in der Wade fällt Mandzukic mindestens einen Monat lang aus.

Dem Juve-Lazarett gehören außerdem noch Stürmer Alvaro Morata sowie die Abwehrspieler Patrice Evra und Martin Caceres an. Auch die Bayern haben große Verletzungssorgen - vor allem im Abwehrbereich. Aufgrund der Blessuren von Jerome Boateng und Javi Martínez wurde am Montag kurzfristig noch Ex-Nationalspieler Serdar Tasci auf Leihbasis von Spartak Moskau verpflichtet.

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Tennis, Federer: Tennis-Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer hat sich am Dienstag einer Knie-Operation unterzogen. Dies teilte der Schweizer am Mittwoch auf seiner Facebookseite mit. Laut seinem Manager muss der Weltranglistendritte einen Monat pausieren. "Ich möchte euch darüber informieren, dass ich eine arthroskopische Operation an meinem Knie hatte", schrieb der 34-Jährige: "Die Verletzung erlitt ich einen Tag nach dem Halbfinale der Australian Open. Nach weiteren Untersuchungen zu Hause wurde festgestellt, dass der Meniskus gerissen ist."

Seine Teilnahme bei den ATP-Turnieren in Rotterdam (8. bis 14. Februar) und Dubai (22. bis 27. Februar) sagte Federer ab. Er werde aber "hart" dafür arbeiten, so schnell wie möglich auf die Tour zurückzukehren. Im Semifinale in Melbourne war Federer gegen den späteren Sieger Novak Djokovic (Serbien) ausgeschieden.

Fußball, Spanien: Nach dem brutalen Foul gegen Lionel Messi ist Atlético Madrids Innenverteidiger Filipe Luis vom spanischen Fußball-Verband RFEF für drei Spiele gesperrt worden. Dies teilte der Verband am Mittwoch mit. Der Brasilianer Luis (30) hatte den 28 Jahre alten Messi im Ligaspiel gegen den FC Barcelona am Samstag (1:2) kurz vor der Halbzeitpause mit gestrecktem Bein am Knie getroffen und war per Roter Karte vom Platz geflogen. Der Verband sprach in seinem Urteil von einem "besonders gravierenden" Foulspiel. Barcas Trainer Luis Enrique hatte sich kurz nach der Partie am Samstag "erschrocken" gezeigt und das "Schlimmste" befürchtet. Der Argentinier Messi blieb bei dem Foul unverletzt und spielte die Partie durch.

Basketball, NBA: Mit einer persönlichen Saisonbestleistung hat Basketballer Kobe Bryant seine Los Angeles Lakers vor einem Negativrekord bewahrt. Beim 119:115-Sieg über die Minnesota Timberwolves erzielte der 37-Jährige am Dienstag 38 Punkte und verhinderte die elfte Niederlage der Kalifornier in Serie. Bislang hat der 16-malige NBA-Champion noch nie in seiner Geschichte so häufig nacheinander verloren. Bryant traf sieben seiner elf Dreipunktwürfe und kam auf jeweils fünf Rebounds und Assists. In der letzten Saison des Flügelspielers liegen die Lakers mit nur zehn Siegen aus 51 Partien fernab der Playoffplätze in der Western Conference.

Handball, Fernsehen: Die ARD erhofft sich in den zähen Verhandlungen um Live-Bilder von der Handball-WM 2017 in Frankreich Unterstützung durch die Politik. Wie der öffentlich-rechtliche TV-Sender am Dienstag mitteilte, fordert das Erste mit Blick auf die WM die Aufnahme von Handball in die Free-TV-Liste der Großereignisse im Rundfunkstaatsvertrag. Damit wäre eine Grundversorgung für den Zuschauer mutmaßlich gewährleistet. Die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF konnten sich bislang nicht mit Rechteinhaber beIN aus Katar einigen, der auf eine Verschlüsselung via Satellit besteht. Demnach dürfen nur Sender mit einer verschlüsselten Satellitenausstrahlung das Turnier live zeigen. Diese Forderung betrifft grundsätzlich auch die anderen frei empfangbaren Sender in Deutschland, die wie ARD und ZDF unverschlüsselt über Satellit ausstrahlen.

Ein positives Signal erhielt die ARD vonseiten der saarländischen CDU-Landtagsfraktion. Es bestehe im Rundfunkstaatsvertrag die Möglichkeit, die Übertragung von zumindest Spielen der Handball-WM im Free-TV gesetzlich vorzuschreiben. "Auch wenn man mit diesem Instrument der Übertragung von Großereignissen zurückhaltend umgehen sollte, erscheint es mir angemessen und notwendig, eine Teilberichterstattung rechtlich zu gewährleisten", sagte der medienpolitische Sprecher Uwe Conradt. Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel der Handball-WM sollten im Free-TV übertragen werden müssen, wenn eine deutsche Beteiligung vorliege, so Conradt.

Fußball, Eintracht Frankfurt: Dem Wechsel von Änis Ben-Hatira (27) von Hertha BSC zum Ligarivalen Eintracht Frankfurt ist eine "Rauferei" mit Mannschaftskollege Mitchell Weiser (21) vorausgegangen. "Ich habe etwas getan, was nicht in Ordnung war und nicht mehr zu korrigieren ist", sagte Ben-Hatira am Dienstag bei seiner Vorstellung in Frankfurt: "Ich habe mich entschuldigt."

Der Zwischenfall hatte sich im Hertha-Mannschaftsbus bei der Rückfahrt nach dem Spiel bei Werder Bremen am vergangenen Wochenende (3:3) ereignet. Die Hertha zog laut Stellungnahme des Vereins "die entsprechenden Konsequenzen", die Eintracht griff kurz vor dem Ende der Transferperiode zu.

"Änis Ben-Hatira und sein Berater haben uns aufgeklärt, dass es zu einer Rauferei gekommen ist", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: "Jeder, der mal Fußball gespielt hat, weiß, dass das mal vorkommen kann. Änis hat sich entschuldigt. Wir wissen um seinen Charakter und dass es eine Ausnahmesituation war."

Ben-Hatira zeigte sich reumütig. "Es ist leider passiert und ich kann es nicht mehr ändern. Aber es wird von meiner Seite nicht mehr vorkommen", sagte er während der Pressekonferenz und führte aus: "Ich hatte natürlich auch die Möglichkeit, bei der Hertha zu bleiben. Aber die Chance in Frankfurt hat sich ergeben, das war für mich ein großes Glück, das ich wahrnehmen durfte."