Barcelona plant radikalen Umbau des Camp Nou

Fußball in Spanien / Veröffentlicht am , im Sportticker

Vielleicht bald im neuen Stadion: Lionel Messi (2.v.r.) mit seinen Barca-Kollegen.

(Foto: Getty Images)

Fußball, Barcelona: Der FC Barcelona erwägt, sein Camp-Nou-Stadion von Grund auf umzubauen oder durch eine neue Arena zu ersetzen. Der spanische Fußballmeister werde im kommenden Jahr darüber entscheiden, kündigte der für Wirtschaftsfragen zuständige Barça-Vizepräsident Javier Faus am Dienstag an. Die Vereinsmitglieder sollten in einem Referendum über das Vorhaben abstimmen. Das künftige Stadion des FC Barcelona solle 105 000 Zuschauern Platz bieten und vollständig überdacht sein. Das bestehende Camp-Nou-Stadion ist mit knapp 99 000 Plätzen die größte Fußballarena in Europa. Ein radikaler Umbau würde mehr als 300 Millionen Euro kosten und drei Jahre dauern. Eine Renovierung in kleinem Stil sei ausgeschlossen. Der Bau eines neuen Stadions wäre mit Kosten von über 600 Millionen Euro verbunden, sagte Faus dem Radiosender RAC1. Der Standort wäre ein Sportgelände am Rande der Stadt, das derzeit der Universität Barcelona gehöre.

Handball, WM: Die deutschen Handball-Frauen haben bei der WM in Serbien den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Der EM-Siebte gewann am Dienstag in Novi Sad gegen Rumänien 26:23 (13:12). Für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war es nach den Erfolgen gegen Australien und Tschechien der dritte Vorrundensieg in der Gruppe D. Mit sechs Punkten kann der EM-Siebte in den verbleibenden zwei Spiele gegen Tunesien und Ungarn nicht mehr von einem der ersten vier Plätze verdrängt werden. Beste deutsche Werferin vor rund 800 Zuschauern war erneut Susann Müller mit elf Treffern.

Fußball, Frankreich: FC-Bayern-Spieler Franck Ribéry hat zum dritten Mal nach 2007 und 2008 die Wahl zum Fußballer des Jahres in seinem Heimatland Frankreich gewonnen. Wie das Magazin France Football, das alljährlich alle Ex-Preisträger abstimmen lässt, am Dienstag weiter mitteilte, verwies Ribéry als Nachfolger von Real-Madrid-Stürmer Karin Benzema seine Auswahlkollegen Blaise Matuidi (Paris Saint-Germain) und Paul Pogba (Juventus Turin) auf die Ränge zwei und drei. "Ich sage das in aller Bescheidenheit. Ich finde, das ist normal. Ich habe eine große, große Saison gespielt", sagte Ribéry dem Magazin.

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Eishockey, DEL: Eishockey-Torhüter Robert Goepfert hat einen Einsatz-Härtetest erfolgreich absolviert und will für das DEL-Spiel seiner Düsseldorfer EG am Dienstagabend gegen den EHC München wieder zur Verfügung stehen. Das teilte DEG-Sprecher Frieder Feldmann der Nachrichtenagentur dpa mit. Goepfert hatte nach einem Schlagschuss an seinen Kehlkopf in der Partie der Deutschen Eishockey Liga am Sonntag gegen die Kölner Haie (2:3) kurze Zeit in Lebensgefahr geschwebt. Schnelles Eingreifen von Ärzten hatte eine lebensbedrohende Schwellung verhindert. Auch Düsseldorfs Torwart Nummer zwei, Stefan Ridderwall, steht für das München-Spiel wieder zur Verfügung, nachdem er eine Gehirnerschütterung überwunden hat. Die DEG will kurz vor der Partie entscheiden, ob Ridderwall und Goepfert eingesetzt werden.

Fußball-Klub-WM: Bei der zehnten Klub-WM (11. bis 21. Dezember) in Marokko geht es für den deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München nicht nur um den fünften Titel im Jahr 2013, sondern auch um eine hübsche Summe Weihnachtsgeld. Dem Sieger des Turniers in Agadir und Marrakesch winken fünf Millionen US-Dollar (3,65 Millionen Euro) Prämie. Insgesamt schüttet der Weltverband FIFA Preisgeld in Höhe von 16,5 Millionen Dollar (12 Millionen Euro) aus. An dem Turnier nehmen neben Champions-League-Sieger Bayern München folgende sechs Mannschaften teil: Auckland City (Sieger der Champions League von Ozeanien), Raja Casablanca (marokkanischer Meister), Guangzhou Evergrande (Sieger der asiatischen Champions League), Al Ahly Kairo (Sieger der afrikanischen Champions League), Atlético Mineiro (Sieger der Copa Libertadores in Südamerika) und CF Monterrey (Sieger der Champions League in Nord-, Zentralamerika und der Karibik).

Ski Alpin: Nach ihrem Comeback will Lindsey Vonn bis zu den Olympischen Spielen im alpinen Ski-Weltcup kürzertreten. "Ich muss mir mit meinen Trainern das Programm genau anschauen, dann werden wir einen Plan ausarbeiten. Aber ich werde nicht so viel machen müssen", sagte Vonn nach dem Weltcup-Wochenende im kanadischen Lake Louise nach übereinstimmenden Medienberichten. Die 29-Jährige wolle vor allem der Gefahr "eines Langzeitschadens an meinem Knie" vorbeugen, betonte sie. Bereits zuvor hatte Vonn erklärt, vor dem Saisonhöhepunkt im russischen Sotschi in dieser Saison womöglich gänzlich auf Riesenslalom-Starts zu verzichten. Noch ist unklar, ob Vonn bereits den Weltcup in St. Moritz am Wochenende auslässt, bei dem die Damen im Super-G und Riesenslalom an den Start gehen. "Ich werde Euch auf dem Laufenden halten", schrieb sie am Montag auf Facebook an ihre Fans. In Lake Louise hatte die Abfahrtsolympiasiegerin zehn Monate nach ihrem schweren Sturz bei der WM mit den Plätzen 40 und 11 (Abfahrt) sowie 5 (Super-G) ein gutes Comeback gegeben. "Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ich weiß jetzt, dass ich wieder gewinnen kann", sagte sie.

Fußball, Mario Gomez: Der Zeitpunkt des Comebacks von Fußball- Nationalstürmer Mario Gomez ist weiter unklar. Der 28-Jährige trainiert nach seinem Innenbandteilriss und der folgenden Sehnenentzündung im Knie noch nicht mit der Mannschaft, wie ein Sprecher seines Clubs AC Florenz am Dienstag sagte. Gomez werde daher am Donnerstag in der Europa League gegen Dnjepr Dnjepropetrowsk und voraussichtlich auch am Sonntag in der Serie A gegen den FC Bologna nicht im Kader stehen. Der "Corriere dello Sport" berichtete, der frühere Stürmer des FC Bayern München werde erst im kommenden Jahr auf den Platz zurückkehren, da er immer noch Schmerzen im Knie habe. Florenz' Trainer Vincenzo Montella hatte zuvor laut Medienberichten gesagt: "Seine Rückkehr hängt nicht von mir ab." Er habe Gomez seit Tagen nicht beim Training gesehen. "Wir sind noch nicht nah am Comeback." Gomez hatte Mitte September einen Innenbandteilriss im Knie erlitten, damals war eine Pause von sieben Wochen vorhergesagt worden. Die Verletzung ist mittlerweile komplett ausgeheilt, wegen der Sehnenentzündung im Knie verzögert sich das Comeback des Angreifers jedoch seit Wochen.

Fußball in Brasilien: Die Staatsanwaltschaft des Obersten Sportgerichts Brasiliens (STJD) hat nach den Gewaltexzessen am Sonntag während des Fußball-Erstligaspiels zwischen Atlético Paranaense und Vasco da Gama Rekordstrafen gefordert. Beiden Klubs drohen ein Stadionverbot für 20 Spiele sowie Geldbußen zwischen umgerechnet 62.500 und 125.000 Euro. Die Verhandlung soll möglichst noch für diese Woche angesetzt werden. Derweil hat Vasco Protest gegen das Ergebnis (1:5) und den damit besiegelten Abstieg in die zweite Liga eingelegt. Die Partie, die wegen einer bestehenden Platzsperre gegen Atlético von Curitiba ins 107 Kilometer entfernte Joinville verlegt worden war, war nach den Fan-Krawallen für 73 Minuten unterbrochen. Die Spielordnung des Verbandes CBF sieht eine maximale Pause von 60 Minuten vor. Danach ist ein Spielabbruch vorgeschrieben. Bei der wüsten Schlägerei haben vier Fans ernstere Verletzungen erlitten, die TV-Bilder lösten rund sieben Monate vor Beginn der WM in Brasilien weltweit Entsetzen aus. Schiedsrichter Ricardo Ribero muss sich wegen seiner Entscheidung, das Spiel trotz bestehender Sicherheitsrisiken fortzusetzen, ebenfalls vor dem Sportgericht verantworten.