Länderspiel in Straßburg Basketballer verlieren gegen Griechenland

Bester deutscher Werfer gegen Griechenland: Heiko Schaffartzik

(Foto: dpa)

Die deutschen Basketball-Nationalmannschaft unterliegt einem hochklassigen Gegner deutlich. Am ersten Tag der Teamentscheidungen bleiben Deutschlands Fechter ohne Medaillen. Deutsches Beachvolleyballduo erreichen Halbfinale in Berlin.

Basketball, Nationalmannschaft: Die deutschen Basketballer haben in der Vorbereitung auf die EM in Slowenien (4. bis 22. September) das nächste Duell mit einem hochklassigen Gegner verloren. Nach zwei Niederlagen gegen Frankreich unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Frank Menz im Rahmen eines Vierländerturniers in Straßburg dem zweimaligen Europameister Griechenland deutlich mit 52:80 (26:39). "Wir haben uns gestern mit Herz gegen die französische NBA-Truppe ausgepowert, das ist für uns momentan nicht beliebig wiederholbar. Trotzdem sind auch solche Spiele ganz wertvoll für meine junge und unerfahrene Mannschaft, denn letztlich machen sie einen besser. Am Ende sind wir leider weggebrochen, bis zur Pause war es noch ganz in Ordnung", sagte Menz.

Die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) ging früh in Führung, musste aber noch in der ersten Hälfte eine 0:10-Serie hinnehmen. In der Folge lief die deutsche Mannschaft dem Rückstand hinterher und blieb letztlich chancenlos. Bester Werfer war Kapitän Heiko Schaffartzik (Bayern München), der elf Punkte erzielte. In Straßburg, wo das deutsche Team zum Abschluss des Turniers am Sonntag (15.30 Uhr) auf Kroatien trifft, fehlt Patrick Heckmann wegen einer hartnäckigen Fußverletzung. Robin Benzing (Trainingsrückstand) wurde gegen die Griechen erneut nicht eingesetzt. Deutschland wartet seit zwölf Jahren auf einen Sieg gegen Griechenland.

Fecht-WM, Budapest: Die deutschen Fechter sind am ersten Tag der Mannschaftsentscheidungen leer ausgegangen. Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo (alle Dormagen) verloren im Viertelfinale gegen Titelverteidiger Russland mit Einzel-Weltmeister Wenjamin Reschetnikow 43:45. Zuvor hatten die Deutschen mit 45:13 gegen Kuwait und 45:26 gegen Kanada gewonnen. Am Ende gab es Platz fünf. "Wenn man so knapp verliert, ist man natürlich enttäuscht. Russland ist das stärkste Team, aber heute war ein Sieg drin", sagte Sportdirektor Sven Ressel, lobte jedoch das deutsche Quartett: "Die Truppe ist klasse. Sie sind in der Lage, jeden zu schlagen."

Die Florettfechterinnen unterlagen bereits in ihrem Auftaktgefecht. Vize-Weltmeisterin Carolin Golubytskyi, Katja Wächter, Anne Sauer und Sandra Bingenheimer (alle Tauberbischofsheim) verloren gegen China 39:40 im "sudden death" und belegten Rang neun. Eine Sekunde vor Schluss hatten sie noch 39:38 geführt. "China muss geschlagen werden. Ohne Frage. Uns ist bekannt, dass wir Probleme mit der mannschaftlichen Gesamtsituation haben. Wir haben gute Fechterinnen, aber im Team können wir das nicht rüberbringen." Bereits nach den Einzelwettbewerben war das Ziel des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB) von zwei Medaillen erfüllt. Carolin Golubytskyi gewann Silber im Einzel, Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann (Leverkusen) holte Bronze.

Beachvolleyball, Grand-Slam-Turnier: Die an Nummer eins gesetzten deutschen Meisterinnen Katrin Holtwick und Ilka Semmler stehen als Lokalmatadoren beim Grand-Slam-Turnier der Beachvolleyballer in Berlin am Sonntag im Halbfinale. Die EM-Vierten schlugen am Samstag zunächst die jungen Berlinerinnen Victoria Bieneck und Julia Großner sowie im Viertelfinale die Russinnen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Chomjakowa jeweils 2:0. "Auch wenn man nach vielen Turnieren und Reisen schon etwas müde ist, holt man mit Hilfe der Zuschauer noch Kräfte von irgendwo her. Nach Rang vier im Vorjahr und auf vorherigen Turnieren der Saison möchten wir am Sonntag den Sprung aufs Treppchen angehen", erklärte Katrin Holtwick.

Die EM-Dritten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (Hamburg) verpassten dagegen den Halbfinale-Einzug durch ein 0:2 gegen die Tschechinnen Kristyna Kolocova und Marketa Slukovanach. Zuvor hatte das deutsche Duo die favorisierten Maria Clara und Carol Salgado aus Brasilien bezwungen. "Das waren einfach zu viele Eigenfehler", kommentierte die 1,84 Meter große Blockspielerin Walkenhorst das Aus. "Da waren gute Momente und gute Aktionen, aber auch immer wieder ärgerliche Fehler. Als Mannschaft sind wir halt noch in der Lern- und Entwicklungsphase." Ludwig/Walkenhorst gingen als Fünfte aus dem Wettbewerb. Unter den letzten Acht waren überraschend sechs europäische Teams und die Beachvolleyball-Großmächte Brasilien und USA mit nur je einem Duo vertreten. Die an Nummer 16 gesetzten US-Girls Jennifer Fopma und Brooke Sweat sind im Semifinale am Sonntagvormittag in der Waldbühne die Gegner der Vorjahresvierten Holtwick/Semmler.

Fußball in Österreich: Für den ehemaligen Bundesliga-Profi Toni Polster ist die Zeit als Trainer beim österreichischen Fußball-Erstligisten FC Admira Wacker Mödling schon wieder abgelaufen. Nach null Punkten aus den ersten drei Meisterschaftsspielen und 2:11 Toren trennte sich der Tabellenletzte von dem ehemaligen Nationalspieler. "Knalleffekt: Admira und Trainer Toni Polster gehen ab sofort getrennte Wege!", schrieb der Verein wenige Stunden vor dem Ligaspiel am Samstag gegen Sturm Graz auf seiner Facebook-Seite.

Polster hatte das Amt erst in diesem Sommer übernommen. Für ihn soll nun Oliver Lederer das Zepter übernehmen. Nach einem 1:7 beim SV Grödig hatte der Verein Medienberichten zufolge einen Krisengipfel einberufen. "Über diese Niederlage verliere ich kein Wort. Nur so viel: Diese Woche räumen wir den Arbeitsanzug raus; die Komfortzone wird verlassen. Am Samstag wartet auf uns mit Sturm ein schwerer Brocken", hatte Polster nach der Klatsche auf seiner eigenen Homepage geschrieben und festgestellt: "Wer spätestens jetzt nicht kapiert hat das wir endlich punkten müssen, hat den falschen Beruf."

Schwimmen, Rekorde: Beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin ist der erste Weltrekord geschwommen worden. Die Spanierin Mireia Belmonte schaffte die 800 Meter Freistil am Samstag als erste Frau unter acht Minuten. In 7:59,34 Minuten verbesserte Belmonte die bisherige Bestmarke der Französin Camille Muffat aus dem Vorjahr um 1,72 Sekunden. Sarah Köhler aus Frankfurt/Main knackte in dem Rennen den deutschen Uralt-Rekord. In 8:14,10 Minuten blieb sie unter den 8:15,34 Minuten von Astrid Strauss aus dem Jahr 1987.

Über 50 Meter Brust verbesserte der Essener Hendrik Feldwehr seinen erst drei Tage alten deutschen Rekord um 0,18 Sekunden auf 26,37 Sekunden. Vor dem drittplatzierten Feldwehr schlug der Italiener Fabio Scozzoli in Europarekordzeit von 25,72 Sekunden an. Scozzolis ebenfalls drei Tage alte Bestmarke stand zuvor bei 25,89 Sekunden. Der Sieg ging an den Südafrikaner Roland Schoeman. In 25,65 Sekunden kam Schoeman an den Weltrekord seines Landsmanns Cameron van der Burgh aber nicht heran.

Auch Marco Koch gelang ein deutscher Rekord. Der Vize-Weltmeister schlug über 200 m Brust als Zweiter in 2:02,50 Minuten an und blieb damit drei Zehntel unter seiner erst vor drei Tagen in Eindhoven erzielten Bestmarke. Im Finale musste Koch aber wie schon bei der WM in Barcelona den Ungarn Daniel Gyurta (2:01,37) an sich vorbeiziehen lassen.

Fußball in Italien: Italiens Fußballverband schlägt wegen der zunehmenden Zahl von ausländischen Spielern in den Klubs der Serie A Alarm. Besonders besorgt ist der Koordinator der Jugend-Nationalmannschaften, Arrigo Sacchi. "Wenn ich die Liste der Spieler der Serie A durchlese, stelle ich fest, dass es sich nicht mehr um eine italienische Meisterschaft handelt", sagte der 67 Jahre alte frühere Nationaltrainer: "Darunter leiden unsere Nationalmannschaften." Stattdessen solle sich Italien ein Beispiel an Spanien nehmen. "Dort sind sehr viele einheimische Spieler im Einsatz, weil es die Zuschauer verlangen. In Italien zählt nur, wer gewinnt. Wenn man es mit 25 Ausländern auf dem Spielfeld tut, ist es egal", sagte Sacchi laut Gazzetta dello Sport.