Fußball in England Will Grigg ist gegen Guardiola on fire

Will Grigg feiert sein Tor gegen ManCity - im englischen Pokal ist Guardiolas Team damit raus.

(Foto: Andrew Yates/Reuters)

Der viel besungene Stürmer von Wigan Athletic sorgt für das FA-Cup-Aus von Manchester City. Bambergs Basketballer erleben eine große Veränderung.

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Fußball, England: Die Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan sind mit Manchester City sensationell im Achtelfinale des FA-Cups gescheitert. Bei Drittligist Wigan Athletic unterlag der überlegene Tabellenführer der Premier League mit 0:1 (0:0), für die Citizens war es wettbewerbsübergreifend im 42. Spiel erst die dritte Niederlage. Wigan trifft im Viertelfinale Mitte März mit dem FC Southampton auf den nächsten Premier-League-Klub. Der nordirische Nationalspieler Will Grigg, der durch den Song "Will Grigg's on fire" weltweit Berühmtheit erlangte, schoss in der 79. Minute das Siegtor für den krassen Außenseiter, der nach einer umstrittenen Roten Karte gegen Citys Linksverteidiger Fabian Delph (45+2.) eine Halbzeit lang in Überzahl spielte.

"Das war eine unglaubliche Leistung der Mannschaft. Ich bin Stürmer, wenn ich die Chance für ein Tor bekomme, nutze ich sie. Der FA Cup ist großartig zu mir", sagte Grigg der BBC, nachdem er bei der einzigen guten Konterchance eiskalt zugeschlagen hatte. ManCity-Coach Pep Guardiola nahm sein Team nach der Blamage in Schutz: "Wir haben alles probiert und einen Fehler gemacht. Wir akzeptieren die Niederlage." Der Platzverweis gegen Delph hatte Guardiola so sehr erzürnt, dass er in der Halbzeit im Spielertunnel auf Schiedsrichter Anthony Taylor losgestürmt war, um den Referee zur Rede zu stellen. Dabei kam es auch zu Handgreiflichkeiten mit Wigan-Trainer Paul Cook. Taylor hatte nach Delphs Foul an Wigans Max Power zunächst die Gelbe Karte in der Hand, entschied sich aber noch einmal um und zückte glatt Rot.

Basketball: Der deutsche Meister Brose Bamberg hat sich von Trainer Andrea Trinchieri getrennt. "Andrea Trinchieri hat in den letzten drei Jahren sehr viel für den Bamberger Basketball getan. Nach dem schlechten Jahr 2014 hat er uns in die Erfolgsspur zurückgeführt. Dafür sind wir ihm sehr dankbar", sagte der Geschäftsführer des Bundesligisten Rolf Beyer. Co-Trainer Ilias Kantzouris soll nun zunächst das Team betreuen.

Der Basketball-Meister steckt mitten in einer Krise. Seit 2010 gewannen die Bamberger sieben von acht möglichen Meistertiteln. Dass nach dem Abgang vieler Leistungsträger im vergangenen Sommer beim Neuaufbau eine schwierige Saison anstehen würde, war den Verantwortlichen bewusst. Dass die große Ära aber mit einem krachenden Aus vor den Playoffs enden könnte, hatten sie nicht befürchtet.

Trinchieri war vor der Saison 2014/15 zu Brose Bamberg gewechselt und dort Nachfolger von Chris Fleming geworden. Der 49-Jährige führte die Franken in drei Jahren zu drei Meistertiteln. In dieser Saison läuft es nicht wie gewohnt bei den Bambergern, trotzdem hatte Trinchieri im Sommer seinen Vertrag noch bis 2019 verlängert.

Fußball: Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack sieht die Fußball-Bundesliga sportlich weit hinter dem englischen Fußball zurück. "Die Premier League ist das Maß aller Dinge. Ich sehe einfach einen großen Qualitätsunterschied. Auch die Mannschaften hinter den Spitzenteams spielen dort unterhaltsamer", sagte der 41-Jährige in einem Kicker-Interview. Der 98-malige Nationalspieler bemängelte grundsätzlich: "Wir haben ein Qualitätsproblem. In Frankreich ist die Ausbildung im Moment anscheinend besser.""Athletik, System, das alles hat überhandgenommen bei den Profis, aber auch schon im Jugendbereich", erklärte Ballack, der einst auch beim FC Chelsea spielte. "Mit einer schwächeren Mannschaft, die sehr gut organisiert ist, kann man gegen stärkere Mannschaften bestehen. Somit liegt der Schwerpunkt ganz klar auf diesem mannschaftsorientierten Bereich."

Zuvor hatte bereits Ex-Bayern-Profi Mehmet Scholl die so genannten Laptop-Trainer kritisiert ("Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert"), bei denen der individuelle Spieler zu kurz käme.Der frühere Bayern- und Leverkusen-Profi Ballack sieht auch die Vormachtstellung des Rekordmeisters aus München immer größer werden. "Vor ein paar Jahren haben wir gedacht, andere Clubs wie Dortmund könnten zumindest diese Lücke schließen, aber es scheint eher so, dass sie weiter auseinanderklafft." Der Respekt vor dem FC Bayern sei oft zu groß: "Daher könnte man auch über strukturelle Veränderungen nachdenken." Ballack selbst hat offenbar weiterhin keine große Ambitionen, in den Profifußball einzusteigen. "Eine Trainerlizenz zu erwerben, nur um sie zu haben, strebe ich nicht an", sagte der Vize-Weltmeister von 2002 und WM-Dritte von 2006.

Martin Schmidt tritt als Wolfsburg-Trainer zurück

Nach nur fünf Monaten gibt der Schweizer überraschend sein Amt als Cheftrainer auf. Er hat von 22 Pflichtspielen nur fünf gewonnen, der Relegationsplatz ist nur einen Punkt entfernt. mehr...

Basketball: NBA-Spieler Dennis Schröder (24) hat angekündigt seinen Heimatverein Basketball Löwen Braunschweig kaufen zu wollen. "Wir wollen auf jeden Fall sehr viel hier übernehmen, finanziell natürlich auch helfen", sagte der Nationalspieler am Rande des Braunschweiger Heimsiegs gegen den Mitteldeutschen BC am Sonntag bei Telekom Sports: "Ich denke, dass ich das Team auch kaufen werde, damit ich als Miteigentümer auch das Sagen haben."Der Topscorer der Atlanta Hawks hat mit den Löwen große Pläne: "Wir wollen hier auf jeden Fall ein Top-Fünf-Team in Deutschland aufbauen. Das ist mein Traum, weil ich aus Braunschweig komme. Daran werden wir auf jeden Fall arbeiten."

Schröder stellte seinen Einsatz im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich in Braunschweig (29. Juni/19.30 Uhr) in Aussicht: "Das würde mir auf jeden Fall sehr viel bedeuten. Die Saison ist noch nicht vorbei in Atlanta, deswegen will ich nichts versprechen. Wenn ich fit bin, werde ich aber auf jeden Fall spielen." Bei der WM im September 2019 in China peilt Schröder "auf jeden Fall eine Medaille" als Ziel an.Schröder absolviert bei den Hawks seine fünfte NBA-Saison. Atlanta hat als Schlusslicht der Eastern Conference nach 59 Partien mit nur 18 Siegen jedoch so gut wie keine Chance mehr auf die Teilnahme an den Play-offs.