Fußball Funkel neuer Trainer in Düsseldorf

Soll Fortuna Düsseldorf vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren: Friedhelm Funkel.

(Foto: Lukas Barth/dpa)

Die Fortuna gibt den ehemaligen Löwen-Coach als Nachfolger von Marco Kurz bekannt. Rafael Nadal droht mit einer Klagewelle. Zlatan Ibrahimovic deutet seinen Abschied von Paris Saint-Germain an.

Fußball, Fortuna Düsseldorf: Fußball-Zweitligist Fortuna Düsseldorf setzt im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga auf einen routinierten Trainer. Einen Tag nach der Trennung von Marco Kurz, der nur 81 Tage bei den Düsseldorfern im Amt war, gab der Club die Verpflichtung von Friedhelm Funkel bis zum Saisonende bekannt. Der 62-Jährige, der schon bei neun verschiedenen Proficlubs als Coach gearbeitet hat, gilt als Spezialist und "Feuerwehrmann" im Abstiegskampf. Zuletzt war der ehemalige Bundesligaprofi, der als Aktiver und Trainer mehr als 1000 Spiele in der Bundesliga und 2. Liga absolvierte, bis April 2014 Trainer bei 1860 München.

Tennis, Nadal: Rafael Nadal will nach den Dopingvorwürfen von Roselyne Bachelot juristisch gegen die ehemalige französische Sportministerin vorgehen. "Ich werde sie verklagen. Ich werde überhaupt künftig jeden verklagen, der etwas Ähnliches behauptet wie sie, weil ich es einfach leid bin", sagte French-Open-Rekordsieger Nadal (29) am Rande des ATP-Masters in Indian Wells/Kalifornien und meinte: "Seit ich fünf Jahre alt bin, arbeite ich viel, immer mit Ehrlichkeit, Leidenschaft, Intensität und Liebe für den Sport."

Bachelot hatte in einer TV-Sendung behauptet, Nadal habe 2012 mit einer mehrmonatigen Verletzungspause einen positiven Dopingbefund kaschieren wollen. Damals war der Linkshänder wegen einer Knieverletzung für ein halbes Jahr ausgefallen. Am Wochenende hatten sich demonstrativ die oberste spanische Sportbehörde CSD sowie die Klubs Real Madrid und FC Barcelona hinter Nadal gestellt. Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Weltranglistenersten seien "ungerechtfertigt und nicht zu tolerieren", teilte Real Madrid mit und sicherte seine "volle Unterstützung" für den Volkshelden zu.

Bayerischer Scheiterhaufen

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Fußball, Zlatan Ibrahimovic: Nach der Blitz-Meisterschaft mit Paris St. Germain in der französischen Fußball-Liga hat Zlatan Ibrahimovic seinen Abschied mehr als nur angedeutet - und zugleich eine spektakuläre Geste eingefordert, um es sich doch noch anders zu überlegen. "Ich bleibe, wenn sie den Eiffelturm durch eine Statue von mir ersetzen. Das verspreche ich", sagte der Schwede nach dem 9:0 (3:0) bei Schlusslicht Estac Troyes, durch das PSG bereits acht Spieltage vor Saisonende nicht mehr einzuholen ist.

Zuvor machte der 34-Jährige aber deutlich, sich trotz eines fürstlichen Jahresgehalts im zweistelligen Millionenbereich nach Ablauf seines Vertrages am Saisonende eine neue Herausforderung suchen zu wollen. "Stand jetzt werde ich in der nächsten Saison nicht mehr für PSG spielen", sagte der Torjäger bei BeIN Sports: "Ich kämpfe hier noch eineinhalb Monate um Titel. Was danach passiert, kann ich derzeit nicht beantworten."

Ibrahimovic, der 2012 vom AC Mailand nach Paris gewechselt war und 141 Tore in 168 Spielen für den Scheich-Klub erzielte, wurde zuletzt vor allem mit dem englischen Rekordmeister Manchester United um Weltmeister Bastian Schweinsteiger in Verbindung gebracht. Die mit Katar-Millionen zu einer Top-Adresse in Europa aufgepumpten Pariser wollen Ibrahimovic aber unbedingt halten. "Zlatan ist ein Magier und ein großartiger Spieler. Wir werden mit ihm reden. Für uns ist klar, dass er bleiben soll", sagte Klubboss Nasser Al-Khelaifi.

Basketball, FC Bayern: Vizemeister Bayern München hat einen weiteren Rückschlag in der Basketball-Bundesliga nur mit sehr viel Mühe verhindert, könnte seinen Trainer Svetislav Pesic zum Saisonende aber verlieren. Der frühere Nationalcoach kündigte am Sonntag nach dem Sieg gegen die Fraport Skyliners Frankfurt völlig überraschend an, er überlege, zum Saisonende aufzuhören. Pesic erklärte im Interview bei telekombasketball.de, er fühle sich von den Schiedsrichtern in der Bundesliga ungerecht behandelt. Er denke deshalb darüber nach, ob im Sommer in Deutschland für ihn Schluss sei.

Beim hart umkämpften 78:76 (40:43) im Verfolgerduell gegen Frankfurt hatte der 66-Jährige in der Schlussphase sein zweites technisches Foul bekommen, weil er das Spielfeld betreten hatte. Pesic musste deshalb die Halle verlassen. So etwas gebe es nur in der Bundesliga, schimpfte Pesic, der dem Technischen Kommissar vorwarf, die Entscheidung getroffen zu haben. "Das reicht mir!" Ob der Serbe seine Worte wirklich umsetzt, ist offen. In der anschließenden Pressekonferenz wiederholte Pesic aber seine Aussagen und fügte hinzu. "Ich bin 66 Jahre alt. Ich habe so viel erlebt und erreicht. Ich habe eine schöne Frau und tolle Enkelkinder. Diesen Ärger in der Bundesliga brauche ich nicht mehr."

Bundesliga, VfB Stuttgart: Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart muss für den Rest der Saison auf Weltmeister Kevin Großkreutz verzichten. Der Außenverteidiger hat sich beim 3:3 beim FC Ingolstadt am Samstag einen Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel zugezogen, wie die Schwaben mitteilten. Das habe eine Untersuchung am Sonntagmorgen ergeben. Großkreutz muss nun sechs bis acht Wochen pausieren. "Das ist eine bittere Nachricht sowohl für uns als auch für Kevin. Er hat sich nach seinem Wechsel zu uns auf Anhieb gut in die Mannschaft integriert", sagte VfB-Coach Jürgen Kramny über den Winter-Neuzugang. Auch Großkreutz selbst äußerte sich über seinen Instagram-Account: "Damit ist die Rückrunde für mich gelaufen. Ich werde aber wieder zurück kommen", schrieb der 27-Jährige. Großkreutz hatte sich in der Schlussphase des Spiels beim FCI verletzt. Da der VfB zu dem Zeitpunkt aber schon dreimal gewechselt hatte, spielte er mit bandagiertem Oberschenkel bis zum Ende durch.