Fußball FC Ingolstadt: Levels verletzt sich bei Eishockey

Tobias Levels muss nach einer Eishockey-Partie erstmal auf den Fußball verzichten.

(Foto: dpa)

Der Abwehrspieler wird den Schanzern vorerst fehlen. DFB bestraft Schalke und Bayern. Rio wirbt kurzzeitig mit Oscar Pistorius für Paralympics.

Fußball, Verletzung: Rutschpartie mit unglücklichem Ende: Fußball-Profi Tobias Levels hat sich bei einer Eishockey-Einheit des Bundesligisten FC Ingolstadt am Donnerstag eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen und fällt wohl für den Rückrundenauftakt der Schanzer aus. Über die Schwere der Verletzung sollte eine Untersuchung am Freitag Aufschluss geben. Dass Levels, der die Halle auf Krücken verließ, das erste Spiel nach der Winterpause am 23. Januar gegen den FSV Mainz 05 verpassen wird, gilt jedoch als sicher. Der FCI ist neben dem 1. FC Köln der einzige Bundesligist, der auf ein Trainingslager verzichtet hat. Stattdessen schickte Trainer Ralph Hasenhüttl seine Spieler bereits zum Langlaufen nach Seefeld/Tirol oder zum Fahrsicherheitstraining auf Schnee und Eis - und jetzt zum Eishockey mit den Profis des DEL-Klubs ERC Ingolstadt in die Saturn-Arena.

"Die Jungs haben danach gelechzt, mal etwas anderes zu machen. Da bot sich so eine Einheit mit unserem Partnerklub an", sagte Hasenhüttl dem Donaukurier. Auch der Coach selbst mischte mit. Nach einigen vergebenen Chancen flachste der 48 Jahre alte Österreicher: "Ich bin schon genauso blind wie meine Stürmer."

Fußball, Bundesliga: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Bundesligisten Schalke 04 und Bayern München wegen unsportlichen Verhaltens ihrer Anhänger zu Geldstrafen verurteilt. Die Schalker müssen wegen Becherwürfen auf Bayer Leverkusens Hakan Calhanoglu und den Schiedsrichter-Assistenten beim Auswärtsspiel im November 10.000 Euro zahlen. Der Rekordmeister wird mit 5000 Euro zur Kasse gebeten, weil ein Flitzer gegen Hertha BSC auf das Spielfeld gelaufen war, um Thomas Müller zu umarmen. Die Vereine haben den Urteilen zugestimmt. Sie sind damit rechtskräftig.

Paralympics, Oscar Pistorious: Die Organisatoren der Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro haben mit dem wegen Totschlags verurteilten früheren Sprinter Oscar Pistorius für das Sportereignis im September geworben. Wie das Portal UOL berichtete, wurde ein Internet-Video, in dem der Südafrikaner auftaucht, nach knapp einer halben Stunde aber wieder entfernt. Zu den Bildern war demnach der Slogan zu lesen gewesen: "Mit der Liebe deines Lebens."

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Pistorius hatte am Valentinstag 2013 in seinem Haus seine damalige Freundin Reeva Steenkamp erschossen und wurde dafür später vor Gericht verurteilt. 2012 startete er als erster beinamputierter Sportler der Olympia-Geschichte mit einer Karbon-Prothese bei den Olympischen Spielen. Er wurde Achter mit der Staffel über 4 x 400 Meter und kam als Einzelstarter bis ins 400-Meter-Halbfinale. Bei den Paralympics holte er Doppel-Gold.

Tennis, Australian Open: Die Stimmungslage nach der Auslosung für die am Montag beginnenden Australian Open in Melbourne (bis 31. Januar) konnte bei den deutschen Tennisprofis unterschiedlicher kaum sein. Im Linkshänderinnen-Duell trifft die an Position sieben gesetzte Kerber zum Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres auf die nur 1,59 Meter große Japanerin Misaki Doi (WTA-Nr. 65). Die Kielerin, die am Montag 28 Jahre alt wird und 2015 in Down Under in der ersten Runde gescheitert war, hatte vor knapp einer Woche bei ihrer Melbourne-Generalprobe überzeugt und erst im Finale von Brisbane gegen Wiktoria Asarenka verloren.

Mit der formstarken Weißrussin, die die Australian Open bereits zweimal gewann, könnte es Kerber im Viertelfinale des mit 28,38 Millionen Euro dotierten Majors zu tun bekommen. "Ich fühle mich fit und bin bereit", sagte die deutsche Nummer eins, die am Freitag gleich zwei Übungseinheiten einlegte. Unter anderem trainierte Kerber mit ihrer Fed-Cup-Kollegin Andrea Petkovic. Die Weltranglisten-24. aus Darmstadt ist zum Auftakt gegen Elisaweta Kulitschkowa (Russland/WTA-Nr. 108) hohe Favoritin. Die Berlinerin Sabine Lisicki trifft auf die Tschechin Petra Cetkovska (WTA-Nr. 131). "Insgesamt ist es eine vermeintlich gute Auslosung", sagte Bundestrainerin Barbara Rittner.

Bei den Männern wartet auf die deutsche Tennis-Hoffnung Alexander Zverev in der ersten Runde gleich eine Herkulesaufgabe: Der 18-Jährige aus Hamburg fordert den Weltranglistenzweiten und Davis-Cup-Sieger Andy Murray (Großbritannien) heraus. Ähnlich schwer wird es vermutlich für die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber (Augsburg), der gegen den ehemaligen US-Open-Finalisten Kei Nishikori (Japan/ATP-Nr. 7) spielt.

Insgesamt stehen vor dem Abschluss der Qualifikation am Samstag 13 deutsche Profis im Hauptfeld der "Aussie Open" - zehn Frauen und drei Männer. Drei weitere DTB-Starter könnten noch dazu kommen.

Fußball, FC Ingolstadt: Diese Abwechslung tat weh. Tobias Levels vom Fußball-Bundesligisten FC Ingolstadt hat sich bei einer Eishockey-Einheit des Aufsteigers verletzt. Der Verteidiger erlitt eine Sprunggelenkverletzung und wird den Oberbayern bis auf weiteres fehlen. Eine genaue Diagnose stand noch aus. Trainer Ralph Hasenhüttl hat in der Winter-Vorbereitung auf eine Reise in wärmere Gefilde verzichtet und sorgt stattdessen zu Hause für ein unterhaltsames Übungsprogramm seines Teams. Seine Profis durften sich nicht nur in Anwesenheit der Spieler des Eishockey-Clubs ERC Ingolstadt auf dem Eis versuchen, sondern kürzlich bereits bei einer Einheit auf Langlaufski.

Formel 1, Michael Schuhmacher: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher erhält für seine Genesung nach seinem schweren Ski-Unfall aus dem Dezember 2013 auch moralische Unterstützung aus dem Vatikan. Der FIA-Präsident und Schumacher-Vertraute Jean Todt erklärte im Gespräch mit Radio Vatikan, Papst Franziskus habe ihm am Donnerstag bei seinem Besuch in Rom "mit Freuden zugesagt", für Schumacher zu beten.

Nach einem halbjährigen Krankenhausaufenthalt befindet sich der 47-jährige Schumacher seit September 2014 in seiner Schweizer Wahlheimat in der Rehabilitation. In seiner Funktion als Vorsitzender des Automobil-Weltverbandes stellte Todt dem Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag eine Kampagne der FIA zur Reduzierung der Todesfälle von Kindern im Straßenverkehr vor. "Ich denke, es hat großen Eindruck auf ihn gemacht", sagte der Franzose: "Wir haben den Papst informiert, dass jeden Tag 500 Kinder im Straßenverkehr sterben und 20.000 verletzt werden."

Fußball, FC Bayern: Der FC Bayern München muss vorerst auf Ersatztorwart Sven Ulreich verzichten. Wie der Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mitteilte, hatte sich der 27-Jährige bei der letzten Einheit im Trainingslager in Doha eine Zerrung des Syndesmosebandes zugezogen. Damit fällt Ulreich für das Testspiel am Samstag beim Karlsruher SC aus. Es ist die Generalprobe der Bayern vor ihrem Rückrundenauftakt am nächsten Freitag beim Hamburger SV. Wie Ulreich fehlten am Donnerstag beim ersten Training nach dem Camp in Katar auch die Rekonvaleszenten Mario Götze, Franck Ribéry und Medhi Benatia. Sie drehten einige Runden ums Trainingsgelände.

Fußball, Messi-Beleidigungen: Dem spanischen Erstligisten Espanyol Barcelona droht nach beleidigenden Fangesängen und Bannern gegen Popstar Shakira, Weltfußballer Lionel Messi und dessen Sturmpartner Luis Suarez im Derby gegen den FC Barcelona ein rechtliches Nachspiel. Wie der spanische Sportgerichtshof (CSD) am Donnerstag bekannt gab, sei gegen den katalanischen Klub aufgrund der Vorfälle im Achtelfinal-Rückspiel (0:2) der Copa del Rey am Mittwoch ein Verfahren eröffnet worden.

"Die Banner und Gesänge, die wir gestern Abend im Cornella-Stadion gehört haben, waren absolut inakzeptabel und werden von unserer Anti-Gewalt-Kommission untersucht", sagte CSD-Präsident Miguel Cardenal. Die Kolumbianerin Shakira ist die Lebensgefährtin des Barcelona-Verteidigers Gerard Piqué. Bereits nach dem ersten von zuletzt drei Duellen der beiden Lokalrivalen am 2. Januar war Espanyol wegen rassistischer Fangesänge in Richtung von Barca-Star Neymar ins Visier des CSD geraden.

Fußball, Clemens Fritz: Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Clemens Fritz beendet im Sommer seine Profikarriere. "Ich habe mir in den vergangenen Tagen und Wochen ausführlich Gedanken über meine persönliche Zukunft gemacht. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ich meine sportliche Laufbahn nach dieser Saison beenden werde", erklärte der 35 Jahre alte Kapitän des SV Werder Bremen in einem offenen Brief am Rande des Trainingslagers im türkischen Belek: "Weder kommt für mich ein letzter Wechsel ins Ausland, noch das Verlängern meines Vertrages in Bremen in Frage."

Es sei ihm stets ein Anliegen gewesen, das Ende seiner Laufbahn selbst bestimmen zu können: "Ein unfreiwilliger Abschied war für mich immer ein Alptraum." Der Kontrakt des gebürtiges Erfurters läuft nach zehn Jahren in der Hansestadt im Sommer aus. "Es ist eine Verbindung entstanden, die sich selbstverständlich auch durch das Ende meiner sportlichen Laufbahn nicht lösen wird", schrieb Fritz. "Ich bin mit der Stadt, den Menschen hier und natürlich vor allem dem Verein verwachsen."

Bislang kommt Fritz auf 523 Pflichtspiele, 299 (6 Tore) davon in der Bundesliga. Der Abwehrspieler bestritt 22 Partien für die Nationalmannschaft, in denen er zwei Tore erzielte. Von Rot-Weiß Erfurt wurde Fritz 2001 durch seinen Wechsel zum Zweitligisten Karlsruher SC zum Profi. 2003 kam er zu Bayer Leverkusen und ging von dort 2006 zu Werder. Schon im vergangenen Sommer hatte Fritz ein Ende seiner Laufbahn erwogen, ließ sich dann aber noch einmal zum Weitermachen überreden.