Die Qualifikationsspiele zeigen, dass sich die Resultate der Italiener, Franzosen und Engländer stabilisiert haben. Aber bis strukturelle Versäumnisse wirklich aufgeholt sind, kann es länger dauern - siehe Deutschland, Spanien oder Holland.
Europa weiß, dass es sich jetzt allmählich etwas einfallen lassen muss. Jener Teil Europas, der sich Litauen nennt, hat zum Beispiel einen Plan gefasst, der vielleicht nicht sehr edel, aber womöglich sehr wirkungsvoll ist. Der Plan besteht darin, der spanischen Nationalelf einen Sportplatz vorzusetzen, der von einem spanischen Gesandten empört als "Kartoffelacker" bezeichnet wurde.
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Am Dienstag wird Welt- und Europameister Spanien im litauischen Kaunas zum EM-Qualifikationsspiel erwartet, und die Spanier haben jetzt vorab schon mal interveniert. Sie haben einen Uefa-Inspekteur angefordert, der prüfen soll, ob die unschuldige Mutter Natur die Kartoffeln im Stadion hat wachsen lassen, oder ob listige Litauer sie pünktlich zum Spiel eingepflanzt haben.
In der Tat reicht ein kleiner Rundgang durch Europa, um einen äußerst geordneten Fußball-Kontinent vorzufinden. Nach etwa der Hälfte der EM-Qualifikation sieht der europäische Fußball immer noch so aus, wie er sich vor einem Dreivierteljahr beim Weltchampionat in Südafrika präsentiert hat: Die ersten drei des WM-Turniers - Spanien, Niederlande, Deutschland - führen ihre Gruppen derart entspannt an, dass ihren Gegnern offenbar nichts mehr anderes übrig bleibt, als Wettkampfstätten in Kartoffelfelder umzubauen.
Wer den Seelenzustand der aktuellen Nationalteams erforscht, entdeckt ein Europa der zwei Geschwindigkeiten. Während Spanien, die Niederlande und Deutschland stil- und selbstsicher in einer eigenen Umlaufbahn kreisen, befinden sich ruhmreiche Nationen wie Frankreich, Italien und England auf der Suche nach ihrem Fußball und sich selbst - ganz zu schweigen von Portugal, Tschechien oder gar Rumänien, die schwer damit beschäftigt sind, die Reste ihrer selbsternannten goldenen Generationen zusammenzukehren.
Unabhängig von der Qualität eines 4:0 gegen Kasachstan darf es Joachim Löw als Kompliment nehmen, dass er seiner Elf eine Spielweise beigebracht hat, die verlässlich reproduzierbar zu sein scheint. Wenn Spanier, Niederländer oder Deutsche zurzeit Fußball spielen, dann wissen sie, was sie tun: Die Spanier führen ihren hinreißenden Kurzpass-Stil vor; die Niederländer präsentieren eine modernisierte Version ihrer Ajax-Schule; und die Deutschen schicken talentierte Internats-Jahrgänge ins Rennen, deren eingeübtes Spiel gerade den Rumpelsport der Vorgänger-Generation wiedergutmacht.
Während sich im Spiel dieser drei Nationen eine zeitgenössische Nachwuchsarbeit abbildet, haben Italiener, Franzosen und Engländer so viele moderne, gruppendynamische Prozesse verschlafen, dass sie mitunter wieder beim kleinen Einmaleins der Sekundärtugenden beginnen müssen. Italiens Trainer Prandelli hat gegen den Widerstand der Öffentlichkeit die Raufbolde de Rossi und Balotelli aus dem Kader geworfen, Frankreichs Coach Blanc hat die umstrittenen Ribéry und Evra gegen den Widerstand der Öffentlichkeit begnadigt, und Englands Fußball gilt ohnehin als Dauerdisziplinarfall.
Die EM-Qualifikation zeigt, dass sich die Resultate der Italiener, Franzosen und Briten stabilisiert haben. Aber bis strukturelle Versäumnisse wirklich aufgeholt sind, kann es länger dauern - siehe Deutschland.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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(SZ vom 28.03.2011/jbe)
Bürgermeister in Baden-Württemberg




Champions-League-Finale
Meine Kritik bezieht sich auf die Krtik an Fra und Ita.
Badstuber hat kein intern. Format, auch die jungen Dormunder müssen das noch zeigen.
Im Mittelfeld ist man zweifellos gut aufgestellt, keine Frage.
Italien ist übrigens im Offensivbereich weitaus besser aufgestellt als Deutschland.
*lol* anscheinend habe ich mitten in ein Wespennest gestochert.
Meiner Meinung nach ist Löw ein Blender, als Trainer nur Mittelmaß. Er hat auch 2006 nicht die Fäden gezogen, war nicht der "Taktikfuchs". Klinsmann hat ihn, als sein Freund, aus der Türkei zurückgeholt, wo er langsam, aber sicher versauert wäre. Ohne Klinsmann würde Löw jetzt höchstwahrscheinlich Kasachstan trainieren, oder vielleicht Georgien. Löw Talent liegt im Verkauf. Er kann das, was er macht, sehr gut an den Mann bringen. Das war's dann auch schon.
Ich habe nicht gesagt, Deutschland habe keine Nachwuchsfußballer, vielleicht erst mal genau lesen, bevor kritisiert wird. Ich habe Müller kritisiert, der für mich gerade in der 1:1-Situation nur mittelmäßigen Fußball bietet. Und Schweinsteiger? Wieviele Tore hat er in den letzten BL-Spielen mitverschuldet? Betrachtet man nur die Bundesliga, dann ist er ein ordentlicher Fußballer, mehr nicht.
@Tadeusz: wer sagt was von 100% zustimmung? "nur weil man in diesem land lebt"??? also bitte, kommt jetzt als nächstes eine grundlegende system kritik?
aber mit platter polemik ala "der löw ist nur ein blender" und "wir haben keinen nachwuchs" kann ich nichts anfangen. vor allem dann nicht, wenn ich gute gegenargumente finde.
sie können sich doch nicht ihren beitrag zerlegen lassen, und dann, mit verlaub, mit so einen blödsinn kommen. das hat doch nichts mit einer diskusion zu tun.
grüße, tie
Kritik? Also so mit Argumenten, ohne billige Polemik?
Find ich super - immer her damit!
fordern Sie 100 %ige Zustimmung, nur weil man hier in diesem Lande lebt und sich dann auch anzupassen hat?!
Und wem ist es 'erlaubt' Kritik zu üben?
Wird das Deutschlandfähnchen am Auto demnächst Pflicht?
Seltsame Einstellung.
Paging