An den Ausrichterländern für die EM 2012 ändert sich nichts, dafür basteln die Funktionäre aber am Uefa-Pokal herum.

Polen und die Ukraine bleiben zunächst Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft 2012. Diese Entscheidung gab die Europäische Fußball-Union (Uefa) nach einer zweitägigen Sitzung des Exekutiv-Komitees unter Beteiligung von Uefa-Vize-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Freitagmittag in Bordeaux bekannt.

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Sie dürfen weiter jubeln: Die EM 2012 bleibt in Polen und der Ukraine. (© Foto: dpa)

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Zuletzt hatte es wiederholt Kritik am Stand der Vorbereitung in den beiden Ländern gegeben. Uefa-Boss Michel Platini hatte im Juli Polen und die Ukraine bereist und sich selbst einen Eindruck verschafft, im vergangenen Monat hatte die UEFA weitere Inspektoren entsandt. Diese legten dem Exekutiv-Komitee einen kritischen Report vor. Bei der erforderlichen Infrastruktur wie Straßen, Bahnverbindungen und Flughäfen, den Hotels und Stadien waren Defizite festgestellt worden. Vor allem am Stand der Vorbereitung in der Ukraine hatte es heftige Kritik gegeben. Die Uefa entschied sich dennoch dazu, den EM-Gastgebern eine weitere Chance einzuräumen.

Der sid hatte aus Uefa-Kreisen erfahren, dass sogar Berlin und Leipzig im Falle eines Entzugs der EM-Gastgeberrolle der Ukraine als Alternativen gehandelt wurden. EM-Spielorte für die Endrunde in knapp vier Jahren sind die vier polnischen Städte Breslau, Posen, Danzig und Warschau sowie die vier ukrainischen Spielstätten Lemberg, Donezk, Dnjepropetrowsk und Kiew.

Nur noch 48 Mannschaften

Darüber hinaus entschied die Uefa, dass der bisherige Uefa-Pokal umbenannt wird und heißt ab der Saison 2009/10 Europa League. Zudem wird es in neues Format mit einer 48 Mannschaften umfassenden Gruppenphase mt Hin- und Rückspielen geben.

"De Änderung wird einen historischen Wettbewerb stärken, der sehr wichtig für die Uefa und für den europäischen Fußball ist. Ich bin davon überzeugt, dass dieses neue Format der Europa League einen neuen Antrieb verleihen wird", sagte Uefa-Präsident Michel Platini in einer Stellungnahme. Die neue Gruppenphase wird in Zukunft zentral vermarktet, es wird einen Sponsor und einen offiziellen Spielball geben, teilte die Uefa mit. Die K.-o.-Phase wird ebenfalls von einem zentralen Sponsor gefördert.

Der Uefa-Cup war in der Spielzeit 1971/72 an die Stelle des Messe-Pokals getreten. Der Stellenwert des Uefa-Cups hatte allerdings seit der Einführung der Champions League 1992 stark gelitten.

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