Torjäger Giovane Elber steht offenbar kurz vor seinem Abschied vom deutschen Fußball-Meister Bayern München. Der Brasilianer will entweder "sofort wechseln" oder erst zum Saisonende, wenn er ablösefrei den Verein verlassen kann.

"Wenn etwas passieren muss, dann sofort. Ich will nicht im Winter wechseln. Da bleibe ich lieber noch vier, fünf Monate hier und bin ablösefrei", sagte der 31 Jahre alte Brasilianer der Sport-Bild.

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Nach der Verpflichtung von Roy Makaay für 18,75 Millionen Euro ist inzwischen auch die Münchner Vereinsführung bereit, Elber sofort ziehen zu lassen. "Es gibt konkrete Anfragen. Wir selbst unternehmen nichts. Elber hat ja noch Vertrag bis 2004. Aber wenn er und sein Berater an uns herantreten, werden wir sicher eine Lösung finden, die auch nicht am Geld scheitern wird", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der Bild-Zeitung. "Wenn er weg will, ist es okay", sagte auch Manager Uli Hoeneß.

Nach Informationen von Sport-Bild bietet der AS Monaco drei Millionen Euro Ablöse für Elber. Zudem haben Galatasaray Istanbul, Betis Sevilla und Olympique Lyon offenbar ihr Interesse am Torschützenkönig der vergangenen Saison bekundet. Auch Sporting Lissabon soll eine Verpflichtung des Angreifers erwägen. Die Meldefrist für die Champions League läuft am 31. August aus.

Elber, der in 168 Bundesligaspielen für den Rekordmeister 91 Tore erzielte, war am vergangenen Wochenende beim 2:0 der Bayern gegen Bochum erstmals nur zweite Wahl. Neben Makaay stürmte Claudio Pizarro. "Mit 31 muss man die Konsequenz ziehen, wenn es nicht passt. Ich muss einen Verein finden, wo ich spiele. Ich habe mein ganzes Leben gespielt. Wenn ich auf der Bank sitze, ist es schon komisch", sagte Elber.

Dagegen hatte sich Bayern-Präsident Franz Beckenbauer erst zu Beginn dieser Woche gegen einen Verkauf von Elber ausgesprochen. Der Brasilianer sei nach wie vor wertvoll, "da unser Offensivbereich unterbesetzt ist", meinte der "Kaiser". Mit Mehmet Scholl könne man keine ganze Saison planen, der brauche immer wieder Pausen. Roque Santa Cruz und Alexander Zickler seien zu verletzungsanfällig. Deshalb, so Beckenbauer, "müssen wir, glaube ich, sehr froh sein, wenn Giovane bleibt".

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(sueddeutsche.de/sid)