In der Liga ist die Mannschaft an vierter Stelle, der Vorsprung von Spitzenreiter Benfica beträgt nach elf von dreißig Spieltagen nur drei Punkte. Doch auch das ist Ausweis eines Mangels an Konstanz, der schon zu Beginn der Saison beobachtet werden konnte. Erst wurde im August der FC Porto im heimischen Supercup 2:0 besiegt, dann geriet das Team Bentos in einem Testspiel bei Real Madrid desaströs unter die Räder. In der Champions League war Sporting schon vor dem letzten Gruppenspieltag qualifiziert, doch Gruppensieger FC Barcelona kam in zwei Spielen zu acht Torerfolgen. "Wir haben unser Saisonziel erreicht", sagte Trainer Bento.

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Start mit papiernem Körperbau

Er lässt weiterhin einen kontrollierten Fußball spielen, stets bedacht auf ein Maximum an taktischer Ordnung. Seine Präferenz für das 4-4-2-System ist ungebrochen. Der vielleicht größte Mangel ist, dass Bento bisher noch keinen einen Regisseur gefunden hat, auch deshalb gilt Sporting als eine Mannschaft im Stillstand.

João Moutinho kommt dieser Figur von seinen Anlagen her am nächsten; der Leozinho, der kleine Löwe, wurde mit 20 Jahren der jüngste Kapitän der Geschichte des portugiesischen Fußballs überhaupt. Zu den bekannteren Spielern zählt auch der argentinische Mittelfeldspieler Leandro Romagnoli, der vor einigen Jahren bei Borussia Mönchengladbach im Gespräch war. Der unumstrittene Star der Mannschaft ist aber weiterhin der brasilianische Stürmer Liédson, der wegen seines papiernen Körperbaus auch Levezinho genannt wird. An seiner Seite ist aber noch kein Stürmer richtig glücklich geworden.

In der Gruppenphase der Champions League 2006/07 traf Sporting schon einmal auf den FC Bayern. Das Hinspiel ging 0:1 (Tor: Bastian Schweinsteiger) verloren, das Rückspiel in München endete 0:0, und Sporting schied aus - mit der üblichen Melancholie.

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(SZ vom 20.12.2008/mikö)