Die Diskussion um die Steuerpraktiken in der Fußball-Bundesliga geht weiter: Der SPD-Politiker Joachim Poß hat Bundesfinanzminister Hans Eichel aufgefordert, Steuersparmodelle über Nachtzuschläge von Clubs wie Borussia Dortmund zu verbieten.

"Eine solche gesetzliche Änderung könnte zum Beispiel darin bestehen, dass bestimmte Einkommensgrenzen eingezogen werden, oberhalb derer es künftig keine steuerfreien Zuschläge mehr gibt. Ich habe den Bundesfinanzminister gebeten, das prüfen zu lassen", sagte Poß der Financial Times Deutschland.

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In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass Bundesligisten wie Borussia Dortmund oder Werder Bremen Hunderttausende Euros an Steuern sparen, weil sie Teile der Gehälter ihrer hoch bezahlten Profis als steuerfreie Nacht- und Sonntagszuschläge auszahlen.

Dieses legale Steuersparmodell ruft nun auch den finanzpolitischen Sprecher der FDP-Fraktion, Carl-Ludwig Thiele, auf den Plan. Er fordert Gleichbehandlung für alle Steuerzahler. "Das kann keine isolierte Diskussion über Steuervorteile von Sportvereinen bleiben", sagte Thiele. "Wir werden uns fragen müssen, ob die Steuerfreiheit von Nacht- und Feiertagszuschlägen grundsätzlich noch gerechtfertigt ist." Die FDP schlage vor, die Steuerfreiheit schrittweise abzuschaffen und parallel dazu Steuertarife zu senken.

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(sueddeutsche.de/dpa)