Fußball-Bundesliga Schalkes Torwart Hildebrand mittelprächtig

Schalke 04 kommt dagegen einfach nicht aus dem Formtief heraus. Drei Tage vor dem Champions League-Gastspiel in Montpellier mussten sich die Königsblauen mit einem Remis gegen Gladbach zufriedengeben. Julian Draxler (85.) rettete mit dem späten 1:1-Ausgleich wenigstens einen Punkt, nachdem Igor de Camargo (62.) die Borussen in Führung geschossen hatte. Dabei sah Timo Hildebrand, der anstelle von Lars Unnerstall das Schalker Tor hütete, nicht besonders gut aus.

Der ehemalige Nationalkeeper Hildebrand, der als Nummer Eins in die Saison gestartet war, kehrte ins Gehäuse zurück und verlieh der Mannschaft zunächst auch etwas mehr Sicherheit. Der 33-Jährige hatte sich bereits nach dem ersten Spieltag verletzt.

Seitdem hatte Stevens Unnerstall vertraut, der nach 13 Bundesligaspielen in Serie seinen Platz wieder räumen musste. Nach dem 1:3 in Hamburg standen zudem Lewis Holtby, Joel Matip und Julian Draxler wieder in der Startelf. Favre vertraute demselben Team wie beim 2:0 am Mittwoch gegen Wolfsburg.

Nach nur vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen wollte der Revierclub unbedingt einen "Dreier" gegen die seit August 1992 in Gelsenkirchen sieglose Borussia. Und der Gastgeber spielte gleich überlegen, obwohl die Fans erneut 12 Minuten und 12 Sekunden aus Protest gegen das DFL-Sicherheitskonzept die Unterstützung verweigerten.

Holtby hatte schon nach drei Minuten eine gute Chance, der Ball ging aber knapp am Tor vorbei. Dann musste Gladbachs Keeper Marc-Andre ter Stegen sich mächtig strecken, um den Distanzschuss von Klaas-Jan Huntelaar zur Ecke zu lenken (18.).

Gladbach suchte den Erfolg allein über Konter, blieb in der Offensive aber lange blass. Wenn sich eine Chance bot, kam der letzte Pass nicht präzise genug. So blieben gefährliche Torszenen in der von vielen Fehlpässen geprägten Partie selten, denn mehr als weitere Schussversuche von Draxler (21.) und Holtby (30.) brachten die Königsblauen vor der Pause auch nicht zustande.

Nach dem Wechsel schnürte Schalke die Gäste zwar zunächst ein, fand aber kaum eine Lücke in der dicht gestaffelten Abwehr. Mitten in dieser Drangphase wurde Schalke dannausgekontert. Nach Fehler von Matip und einem Pass von Thorben Marx zog de Camargo auf und davon und schob den Ball an dem zu spät reagierenden Hildebrand vorbei zur überraschenden Führung (62.). Kurz darauf hätte Patrick Herrmann sogar auf 2:0 erhöhen können. In der Schlussphase rettete Draxler den nicht aufgebenden Schalkern wenigstens noch einen Punkt. "Das Tor war eine Erleichterung, weil wenn wir das Ding heute verlieren, dass brennt hier die Bude", sagte Draxler.