Von Philipp Kreutzer, Leverkusen

Nach dem 2:0-Sieg in Leverkusen ist Bayern München Hoffenheim-Jäger Nummer eins. Nächster Gegner am kommenden Freitag: Hoffenheim.

Er schaute nach rechts, dann nach links, machte drei Schritte und stoppte schon wieder. Für einen kurzen Moment hatte Jürgen Klinsmann beim Interview-Marathon nach dem Spiel den Überblick verloren.

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Immer wieder am Ball: Gegen Leverkusen zeigte sich Franck Ribéry wieder in Bestform - hier gegen Bayers Patrick Helmes. (© Foto: dpa)

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Doch bevor er sich vollends zu verlaufen drohte, fasste den Münchener Trainer eine Hand am Arm. Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick zog Klinsmann zu sich und dirigierte ihn über das Gelände der zurzeit im Umbau befindlichen BayArena. Mit derart ausgeprägtem Orientierungssinn fielen in Leverkusen auch zwei andere Bayern auf.

Vor den Fernsehkameras zeigte Uli Hoeneß in bestens bekannter Weise, wo es lang geht. "Wir haben Leverkusen auf den Boden zurückgeholt, das hat ja schon Tradition", tönte der in Zufriedenheit errötete Bayern-Manager genüsslich. In Erinnerung zum Beispiel an die Meisterschaft 2000, die sein Klub den Rheinländern am letzten Spieltag vor der Nase weggeschnappt hatte. Oder an die Serie von nun acht Siegen in Folge gegen Bayer 04. Im Sinn hatte Hoeneß aber längst einen anderen Gegner.

"Natürlich sind wir besser"

"Jetzt kommt das Spiel der Spiele", kündigte er an - und ähnelte dabei einem Sechsjährigen, der es nicht abwarten kann, dass endlich die Weihnachtsbescherung beginnt. Für Hoeneß kann es gar nicht schnell genug Freitag werden, er freut sich so sehr auf das Gastspiel des Tabellenersten, der drei Zähler und sechs Tore vor dem FC Bayern liegt. Noch. "Wir sind gut gerüstet. Spiele werden durch die besseren Spieler entschieden, und die haben wir. Natürlich sind wir besser als Hoffenheim", trompetete Hoeneß.

Um die Ordnung in der Bundesliga tatsächlich so wiederherzustellen, wie sie nach Meinung von Uli Hoeneß nun mal zu sein hat, kann die Mannschaft einen Franck Ribéry wie in Leverkusen gut gebrauchen. Der Franzose war einmal mehr Bayerns Bester und wies seinem Team den Weg zum Sieg. Die Bayern boten einen insgesamt eher sachlichen Vortrag, nur Ribéry sorgte für das Besondere. Mit Dribblings, in denen er trotz extremen Tempos stets die volle Orientierung bewahrte. "Er ist in Topform und ein toller Trumpf für uns", lobte Klinsmann mit inzwischen zurückerlangter Übersicht seinen Mittelfeldspieler.

Auf der nächsten Seite: Franck Ribérys Modestil und die zweite Halbzeit.

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