Das Kapitel Fußball-Bundesliga ist für den FC Hansa Rostock nach nur einem Jahr wieder beendet. Der ostdeutsche Traditionsverein verlor am Samstag mit 1:2 gegen Bayer Leverkusen und steht damit als Absteiger fest.
Der dritte Abstieg von Hansa Rostock aus der Fußball-Bundesliga steht fest: Die Hanseaten verloren ihr letztes Heimspiel der Saison 1:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen und müssen nach 1992 und 2005 erneut den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Nach neun Niederlagen in den vergangenen zehn Spielen gibt es für Rostock keine Hoffnung mehr.
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Hansa Rostocks Enrico Kern kann es nicht fassen: Sein Verein ist abgestiegen. (© Foto: Reuters)
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Dagegen ist Bayer durch den zweiten Sieg in den letzten neun Spielen trotz einer schwachen Leistung zurück im Rennen um die Uefa-Cup-Plätze. Zwei verwandelte Foulelfmeter von Simon Rolfes (40.) und Gonzalo Castro (58.) brachten die Entscheidung. Den Rostocker Treffer markierte Addy Waku Menga (67.). Rostock ging die Partie vor 22.000 Zuschauern kampfbetont an, leistete sich aber zugleich immer wieder Schwächen in der Hintermannschaft. Ein Fehler von Tim Sebastian führte nach neun Minuten zur ersten Bayer-Großchance von Tranquillo Barnetta, die Hansa-Keeper Jörg Hahnel per Fußabwehr zunichte machte.
Umstrittener Foulelfmeter
Die Gastgeber wirkten trotz zweier Kopfballchancen von Enrico Kern (8./13.) nach vorne oft harmlos. Nach einer Viertelstunde verflachte die Partie, ehe Bayers Castro eine Flanke von Dimitri Bulikin verpasste (28.). Leverkusen schien sich die meiste Zeit über zu verstecken, man merkte dem Team die Verunsicherung durch die jüngsten Misserfolge deutlich an. Trotzdem wirkte die Spielanlage reifer, viel lief dabei über Sergej Babarez, zwingend wurde es allerdings selten.
Umstritten war der Foulelfmeter, mit dem Kapitän Rolfes die Führung erzielte. Assani Lukimya-Mulongoti soll Arturo Vidal zuvor von den Beinen geholt haben. Leverkusens Coach Michael Skibbe, der die Mannschaft gegenüber der 1:2-Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin auf sechs Positionen verändert hatte, bot erstmals den 18 Jahre alten Junior Marcel Risse von Beginn an auf. Er machte seine Sache auf der rechten Seite ordentlich, konnte den Ausfall von Bernd Schneider (Bandscheibenvorfall) gut kompensieren. Zudem fehlte Bayer Stefan Kießling (Rotsperre). Für Leverkusen kam zudem Jens Hegeler nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Lukas Sinkiewicz zu seinem Bundesliga-Debüt, das allerdings mit einer Gelb-Roten Karte in der 83. Minute in Folge einer Notbremse früh beendet war.
Die zweite Hälfte brachte mehr Torchancen, Rostock kämpfte auf einmal erfolgreich. Unumstritten war aber der zweite Foulelfmeter, der zum 2:0 führte. Torhüter Hahnel hatte zuvor Bulikin von den Beinen geholt. Beste Rostocker waren Torschütze Menga und Zafer Yelen. Bei Leverkusen wussten Rolfes und Barbarez zu gefallen.
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(sueddeutsche.de/sid/mb)
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