Dortmund ist für Hansa Rostock kein gutes Pflaster. Der Bundesligist aus dem hohen Norden verpasste im Ruhrgebiet die Chance, eine Serie fortzusetzen.
Nach zuletzt zwei Spielen ohne Niederlage kassierte der Tabellenvierzehnte ein 0:1 (0:1) bei Borussia Dortmund. Vor 70.700 Zuschauern sorgte "Joker" Diego Klimowicz (67.) am Samstag mit seinem sechsten Saisontreffer für den glanzlosen Erfolg des Revierclubs, der mit dem zweiten Sieg in Serie Kurs auf die obere Tabellenhälfte nahm und eine erfolgreiche Generalprobe für das Pokal-Viertelfinale am Dienstag gegen den Zweitligisten Hoffenheim feierte.
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Thomas Doll (rechts) herzt Siegtorschütze Diego Klimowicz. (© Foto: dpa)
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Wie so oft traten die Gäste die Heimreise mit leeren Händen an: Im insgesamt zwölften Gastspiel in Dortmund gab es die elfte Niederlage. Im Duell der zweitschwächsten Abwehr (Dortmund) gegen den schwächsten Sturm (Rostock) der Liga blieben Höhepunkte lange Zeit Mangelware. Die Borussia, die kurzfristig auf den an einer Magen-Darm-Infektion erkrankten Sebastian Kehl verzichten musste, fand nur schleppend ins Spiel.
Hansa auf die Defensive beschränkt
Lediglich bei einem sehenswerten Volleyschuss von Torjäger Mladen Petric (8.) nach Flanke von Alexander Frei war Torgefahr erkennbar. Auch ohne die ausgefallenen Abwehrspieler Dexter Langen und Gledson erwies sich die Hansa-Defensive als sattelfest. Zwar erspielte sich der Gastgeber deutliche Feldvorteile, doch auf dem Weg nach vorn mangelte es an Tempo, Ideen und Präzision. Viele gute Torchancen gab es deshalb bis zur Pause nicht zu sehen. Giovanni Federico (32.) fand aus kurzer Distanz in Hansa-Keeper Stefan Wächter seinen Meister. Auf der Gegenseite verfehlte Marc Stein (40.) mit einem Fernschuss nur knapp das BVB-Tor.
Ansonsten trugen auch die Gäste nur wenig zur Steigerung des dürftigen Unterhaltungswerts bei: Sie beschränkten sich zumeist auf die Defensivarbeit. Auch nach Wiederanpfiff hielt sich das Niveau der Partie weiter in Grenzen. Dortmund suchte vergeblich nach einer Lücke in der Gäste-Deckung, Hansa lauerte auf Konter. So verpasste Enrico Kern bei einem Schuss aus 18 Metern das mögliche 1:0 für Hansa.
Erst mit der Einwechslung eines dritten Stürmers wendete sich das Blatt zugunsten der Borussia. Klimowicz war nur zehn Minuten im Spiel, als er eine Flanke von Antonio Rukavina aus zwei Metern über die Linie beförderte. Danach gab Hansa die defensive Grundausrichtung auf, drängte aber vergeblich auf den Ausgleich. Stattdessen eröffneten sich der Borussia glänzende Kontermöglichkeiten durch Klimowicz (81.) und Nelson Valdez (86.).
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(sueddeutsche.de/dpa/mikö)
Freundschaft zwischen den Geschlechtern