Vor dem Showdown der Favoriten im Münchner Olympiastadion am kommenden Wochenende hat sich Werder Bremen die Bayern mit einem 6:0-Sieg gegen Hamburg auf Distanz gehalten. Doch der FC Bayern bleibt dran und kickt nebenbei Köln aus der ersten Bundesliga.
Der SV Werder Bremen hat seine kleine Schwächeperiode überwunden und die vierte deutsche Meisterschaft fest im Visier.
Ailton freut sich über seinen 26. Saisontreffer. (© Foto: ddp)
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Nach zwei Nullnummern sicherte sich der Tabellenführer mit einem klaren 6:0 (3:0)-Sieg gegen den Hamburger SV seinen Vorsprung und die Chance auf den Titelgewinn.
Drei Runden vor Saisonende und eine Woche vor dem Showdown beim Titelverteidiger Bayern München hat das Team von Trainer Thomas Schaaf bei einem Vorsprung von 6 Punkten die Meisterschale dicht vor Augen. Auch die Tordifferenz spricht eindeutig für die Norddeutschen.
Doch Bayern München greift seinen designierten Nachfolger noch einmal an und hat noch eine kleine Chance auf den Gewinn der 19. deutschen Fußball-Meisterschaft. Das 2:1 (1:1) beim 1. FC Köln lässt den Bayern die Möglichkeit, Tabellenführer Werder Bremen in den verbleibenden drei Saisonspielen noch abzufangen.
Am 8. Mai kommt es im Münchner Olympiastadion zum vielleicht vorentscheidenden "Gipfeltreffen" zwischen den Bayern und den Hanseaten.
Die 43.000 Zuschauer im ausverkauften Weserstadion feierten das Werder-Team bereits überschwänglich als neuen Meister. Die Bremer bauten ihre imponierende Erfolgsserie auf 22 Punktspiele ohne Niederlage aus.
Die Hamburger erwiesen sich im 80. Nord-Derby als dankbarer Aufbaugegner und ermöglichten mit einer katastrophalen Leistung den Kantersieg.
HSV-Torjäger Sergej Barbarez (17.) leitete mit einem Kopfball ins eigene Tor das Debakel ein. Danach beteiligten sich Valerien Ismael (21.), Ivan Klasnic (39.), Torjäger Ailton (46.) mit seinem 26. Saisontreffer, Nelson Valdez (80.) und der eingewechselte Viktor Skripnik (84./Handelfmeter) am munteren Toreschießen.
Köln steht als erster Absteiger fest
Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld kommentierte nach dem Sieg in Köln den anfänglichen, überraschenden Rückstand: "Wir hatten das Spiel im Griff, wir hatten keine Probleme. Dann fiel wie ein Blitz aus heiterem Himmel das 0:1." Danach habe sein Team zehn Minuten gebraucht, um sich zu fangen.
"Das 1:1 kam zum günstigsten Zeitpunkt. Oliver Kahn hat sensationell gehalten, wir haben einen wichtigen Sieg geholt", erklärte Hitzfeld. Kölns Trainer Marcel Koller nahm den Abstieg fast beiläufig hin: "Für uns ist es gelaufen."
Köln steht nach der Niederlage vor 50 200 Zuschauern im ausverkauften RheinEnergieStadion als erster Absteiger aus der Fußball-Bundesliga der Saison 2003/2004 fest. Für die Rheinländer ist es bereits der dritte Gang in die Zweitklassigkeit nach 1998 und 2002.
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(dpa)
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