Hoffenheim gewinnt schon wie der FCB: erst in Rückstand geraten, dann das Spiel noch drehen. So erreicht die Rangnick-Elf gegen Bochum ein 3:1.
Die Überflieger von 1899 Hoffenheim haben dank eines Dreierpacks innerhalb von nur acht Minuten die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga zurückerobert. Der Aufsteiger gewann nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit beim VfL Bochum mit 3:1 (0:1) und konnte nach dem vierten Sieg in Folge Bayer Leverkusen, das am Dienstagabend vorübergehend die Spitzenposition übernommen hatte, wieder vom ersten Platz verdrängen. Die Bochumer fielen dagegen nach dem sechsten Spiel infolge ohne Sieg auf einen Abstiegsplatz zurück.
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Jubel über drei Tore und eine starke Leistung in der zweiten Hälfte: Hoffenheims Demba Ba. (© Foto: Reuters)
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Dennis Grote brachte die Hausherren vor 24.444 Zuschauern schon in der dritten Minute mit 1:0 in Führung, doch nach Anlaufsschwierigkeiten schlug der beste Sturm der Liga zurück. Demba Ba (64.) mit einem sehenswerten Hackentreffer, Torjäger Vehad Ibisevic per Foulelfmeter (70.) und Carlos Eduardo (71.) machten den Auswärtssieg der Hoffenheimer perfekt. Zudem verloren die Bochumer Mittelfeldspieler Christoph Dabrowski, der in der 76. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.
Dabei hatte das Spiel für den besten Bundesliga-Aufsteiger seit elf Jahren denkbar schlecht begonnen. Nach nur drei Minuten traf Grote, der nur wegen der Verletzung von Stanislav Sestak in die Startelf gerückt war, per Flachschuss von der Strafraumgrenze. Danach taten sich die Gäste gegen aggressive Bochumer sehr schwer, und die Vorhersage von Trainer Ralf Rangnick erfüllte sich. "Bochum wird uns nicht den roten Teppich ausrollen", hatte der Coach gesagt.
Erst nach der Pause druckvoll
Die hochgelobte Offensivabteilung kam vor der Pause nur zu zwei Möglichkeiten. Zunächst rutschte Ibisevic (20.) nach einem schnellen Konter der Ball über den Fuß. Kurz vor dem Halbzeitpfiff entschärfte VfL-Torwart Daniel Fernandes einen Kopfball von Chinedu Obasi in Klassemanier.
Nach der Pause erhöhte Hoffenheim den Druck und schnürte die Gastgeber quasi in der eigenen Hälfte ein. Den fälligen Ausgleich erzielte Ba per Hacke nach flaschem Zuspiel von Carlos Eduardo. Dem Foulelfmeter zum 2:1 ging ein Foul von Torschütze Grote an Andreas Beck voraus. Nur eine Minute später körnte Carlos Eduardo seine gute Leistung mit dem Treffer zum 3:1.
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(sueddeutsche.de/sid/aum)
Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
"Hoffenheim hat es nicht nötig, mit einem Verein wie diesem FCB in einem Artikel genannt zu werden. SZ verzichten Sie bitte auf derart unpassende Vergleiche."
Ooooh, wie niedlich, ein Troll!
Zur Überschrift des Artikels - hm... interessant. Hoffenheim dreht einen Rückstand, gewinnt dann klar 3:1. Soweit, so gut. Betonung auf gut. Ich glaube, niemand kann bestreiten, dass Hoffenheim zur Zeit klasse spielt. Wenn ich jetzt den Titel des Artikels lese, und über das Spiel vorher schon informiert war, dann nehme ich an, dass der Vergleich irgendiwie als Kompliment gemeint ist.
Und jetzt kommt der wirklich interessante Punkt: Wann hat die SZ (in ihrem Onlineteil) das letzte Mal die Bayern so positiv hingestellt? Man muss sich mal nur die letzten paar Spielberichte anschauen - wenn die Bayern gewonnen haben, dann war es "Dusel" oder "trotz schlechter Leistung". Und wenn sie verloren haben, gab es sowieso Häme (ist man hier ja nicht mehr anders gewohntr).
Nach den letzten Artikeln zu schließen ist der Vergleich also gerade *kein* Kompliment. Also was nun? Lesen die Autoren eigentlich, was der jeweils andere schreibt?
Hoffenheim hat es nicht nötig, mit einem Verein wie diesem FCB in einem Artikel genannt zu werden. SZ verzichten Sie bitte auf derart unpassende Vergleiche.
Wenn man das Thema Fitness ernst nimmt, kann man es schaffen, dass die Spieler nicht nur 90 Minuten laufen können (das können heute alle, Baslers gibt's nicht mehr), sondern dass sie von der 60. bis zur 90. so schnell laufen und so schnell beschleunigen wie von der 0. bis zur 30. Minute. Das fällt beim Betrachten des Spiels als Unterschied vielleicht garnicht so auf, kann aber genau den Unterschied ausmachen, der eine Mannschaft es immer wieder schaffen lässt Spiele in der zweiten Halbzeit zu drehen. Das ist eine andere Art Punkte zu sammeln als spielerisch zu dominieren. Letzteres hat Hoffenheim zwar auch das eine oder andere mal hinbekommen, auffälliger finde ich jedoch, dass sie es mittlerweile doch schon einige male geschafft haben ein Spiel zu drehen.
Wäre interessant die Daten dieser Spielstatistik-Firma sehen zu können, die Videoaufnahmen der ersten Ligen Europas bis ins kleinste Detail auswerten.